Fahrbericht Renault Laguna

Renault Laguna (2005) Renault Laguna (2005)

Fahrbericht Renault Laguna

— 31.03.2005

Fit in den Frühling

Neues Gesicht im Familienlook, ein kleiner Diesel und ein sportlicher GT: Der Laguna macht sich frühlingsfein.

Neu gestalteter Innenraum

Zwischen frischen Van-Konzepten wie dem Modus und erfolgreichem Formel-1-Engagement kann eine ganz nomale Mittelklasse schon mal in Vergessenheit geraten. So geschehen beim Renault Laguna, den nach fünf Jahren eigentlich nur noch eingefleischte Fans der französischen Marke auf der Rechnung haben. Damit sich dies ändert, spendiert der Créateur d’Automobiles zum Frühling ein gründliches Facelift und überarbeitete Technik.

Wenn der neue Laguna ab 8. April 2005 mit dem aktuellen Familiengesicht vorfährt, unterscheidet er sich zwar deutlich vom Vorgänger, ist aber nicht unbedingt markanter geworden. Die technische Basis bleibt unverändert; acht Millimeter mehr Radstand und zwei Zentimeter mehr Außenlänge fallen nicht ins Gewicht.

Der frisch herausgeputzte Innenraum schon eher. 70 Prozent der Teile sollen neu sein. Besonders die automatische Parkbremse (beim Emotion im Paket für 700 Euro, sonst Serie) und das per Dreh-/Drückregler gesteuerte Navigationssystem Carminat 3 (2100 Euro inkl. CD-Wechsler und Radio) fallen als Neuerung auf. Auch wenn um den zentralen Regler in der Mittelkonsole ein paar Knöpfe zuviel lauern, bereitet die Bedienung kaum Probleme. 

Einstiegsdiesel mit 110 PS

Neu im Programm ist die GT-Version (ab 29.900 Euro). Fast komplett ausgestattet (inkl. 17-Zoll-Alus, Xenonlicht, Leder und Radio/CD-Wechsler), sorgt der 2,0-Liter-Turbo mit 204 PS für sportliche Auftritte. Auch wenn unter 3000 Touren eher Flaute herrscht, zeigt sich der GT agil und drehfreudig, glänzt der Laguna mit spielerischem Handling. Die zehn Millimeter tiefergelegte Karosserie und das straffer ausgelegte Fahrwerk unterstreichen dabei den sportlichen Anspruch.

Die übrigen Motoren wurden ebenfalls leicht überarbeitet, als neuer Einstiegsdiesel kommt jetzt ein 1,9-Liter-Common-Rail mit 110 PS zum Einsatz. Ein braver Motor, der für die meist üblichen Alleinfahrer völlig reicht (ab 22.500 Euro). Und der wie die anderen Selbstzünder die Euro 4 schafft und einen Partikelfilter mitbringt (nur 2.2 dCi Automatik derzeit noch Euro 3/ohne Filter). Beste Voraussetzungen also, um den erwarteten Anteil von 60 Prozent auch zu schaffen.

Auch den Einstieg versucht Renault leichtverdaulich zu machen: Exakt 20.000 Euro kostet der Laguna 1.6 16V mit 112 PS – für einen Passat FSI mit 115 PS möchte VW 3075 Euro mehr sehen. Und das dürfte nicht nur Renault-Fans sehr interessieren.

Autor: Gerald Czajka

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