Fahrbericht Renault Mégane 2006

Renault Mégane 2006 Renault Mégane 2006

Fahrbericht Renault Mégane 2006

— 23.01.2006

Der Neue: ganz der Alte

Facelift für den Mégane: Optisch hat sich wenig getan, die Änderungen liegen im Detail. Zum Beispiel bei den Ausstattungen und Motoren.

Lieber mehr Qualität statt frisches Design

"Der Mégane", sagt Christophe Deville, "ist ein Riesenerfolg." Das kann man durchaus so sehen. Schließlich gehört der Franzosen-Golf zu den Top Ten in Europa. Und der freundliche Monsieur Deville arbeitet als Pressechef bei Renault. Das muß man aber nicht so sehen. Denn auf dem deutschen Markt erfüllte zumindest das Schrägheck bislang nicht die Erwartungen.

Und auch in unserem jüngsten Dauertest bekleckerte sich der Mégane nicht mit Ruhm. Den abschließenden Crash-Test absolvierte er bravourös, doch zuvor nervte er mit vielen kleinen Mängeln und Störungen. Der neue Renault-Chef Carlos Ghosn haßt genau das. Dem knallharten Sanierer, der zuvor bei Nissan aufgeräumt hatte, ist jeder Schlendrian ein Graus. Deshalb führte er die gleiche Qualitätssicherung ein wie zuvor bei den Japanern. Schwerpunkt der aktuellen Überarbeitung war auch weniger das Design, auf das die Franzosen nach wie vor stolz sind.

Vielmehr soll eine Vielzahl kleiner Veränderungen zu einer besseren Qualitäts-Anmutung führen. Das sind dann etwa der Softlack an der Mittelkonsole, neue Polster, besser ablesbare Instrumente, eine sensibler ansprechende Regen-Automatik, ein schnelleres Navigationssystem. Dazu wurden die Ausstattungen neu sortiert, es gibt jetzt noch drei: Authentique, Dynamique und Privilège.

Motorisierungen und Preise

Neu im Motoren-Programm ist ein Zweiliter-Diesel mit 150 PS für den Kombi, den es zu Beginn allerdings ohne Partikelfilter geben wird – der kommt erst im Laufe des Jahres. Mit dem Filter bereits ausgerüstet sind die beiden 1,9-Liter-Diesel mit 110 und 130 PS. Wer viel Sprit sparen will, sollte den 1,5-Liter-Diesel mit 106 PS wählen (noch ohne Filter). Der macht einen munteren, wenn auch etwas kurzatmigen Eindruck, soll aber auch nur 4,5 Liter pro 100 Kilometer brauchen (110 PS: 5,6 l).

Am Fahrwerk hat Renault nichts verändert: Der Mégane fährt wie gehabt recht angenehm und komfortabel. Gut aber, daß sie sich der Lenkung angenommen haben. Die vermittelt nun etwas mehr Gefühl für die Straße. Die Preise beginnen jetzt bei 14.400 Euro (1.4 16V), das sind 200 Euro mehr als bisher. Auch in diesem Punkt ist der Mégane also fast der Alte geblieben.

Autor: Dirk Branke

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