Seat Altea Freetrack 2.0 TDI

Seat Altea Freetrack 2.0 TDI Seat Altea Freetrack 2.0 TDI

Fahrbericht Seat Altea Freetrack 2.0 TDI

— 01.08.2007

Take a Seat

SUV-Käufer können künftig auch in einem Seat Platz nehmen. Statt einer Neukonstruktion schickt die spanische VW-Tochter einen hochgelegten Allrad-Van ins Rennen.

Schon mal was vom Seat Altea XL gehört? Nein? Na klar, warum auch, ist ja kein Allradauto. Besser gesagt: war bisher kein Allradauto. Also, der Altea XL ist die verlängerte Version des Seat Altea. Der wiederum kam 2004 mit dem Anspruch auf den Markt, ein besonders sportlicher Van zu sein und erinnert mit seinen kurzen Karosserieüberhängen und dem rundlichen Dach eher an ein flottes viertüriges Coupé als an einen Kastenwagen. Doch weil die Van-Käufer das nicht so sehr schätzten, wie man es sich bei Seat vorgestellt hatte, schoben die Spanier 2006 den Altea XL nach. Der bekam einen verlängerten Hecküberhang verpasst und hat deshalb mehr Platz im Innenraum, was die Van-Käufer richtig gut finden. Auf der Basis dieses Altea XL entstand der Altea Freetrack, der ab sofort bei den Händlern steht.

Der einzige Van weit und breit, mit dem man ins Gelände kann

Der Altea XL mit serienmäßigen Allradantrieb ist derzeit der einzige Van, mit dem man auch ins Gelände fahren kann.

Mit seinen grau eingefärbten Anbauteilen, der um 40 Millimeter höhergelegten Karosserie und dem serienmäßigen Allradantrieb ist er derzeit der einzige Van weit und breit, mit dem man auch ins Gelände fahren kann. Technisch basiert der Spanier auf dem VW Golf 4motion und ist damit eng verwandt mit dem Skoda Octavia Scout, der ebenfalls auf der Golf-Allrad-Plattform entstand. Die sportlichen Gene, die Seat dem Altea in die Wiege gelegt hat, merkt man auch der verlängerten und höhergelegten Allrad-Version noch an. Wir fuhren den 170-PS-TDI, der auch im Golf, Passat und einigen Audi-Baureihen angeboten wird. Diese höchste Evolutionsstufe des 2,0-Liter-Pumpe-Düse-Motors läuft dank Ausgleichswellen spürbar ruhiger als die schwächeren Ausführungen des TDI und bietet reichlich Dampf beim Beschleunigen und Überholen. Mit 204 km/h Höchstgeschwindigkeit und einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 8,7 Sekunden (Werksangaben) gehört der Seat zu den schnellsten Autos in der SUV-Mittelklasse. Und mit einem Norm-Durchschnittsverbrauch von 6,8 l/100 km gleichzeitig zu den sparsamsten. Das Sechsgang-Getriebe ist eine Wucht, es lässt sich leichtgängig und auf kurzen Wegen schalten, die Abstufung der Gänge passt – und das ist gut so, denn unterhalb von 2000 Touren rührt sich bei dem heftig aufgeblasenen 2,0-Liter-Motor nicht viel. Automatikfans werden bei Seat nicht bedient, den Freetrack gibt es nur mit Schaltgetriebe, auch den Benziner.

Pfiffig und sympatisch, typisch spanisch

Das Fahrwerk ist stramm, aber nicht unnötig hart abgestimmt. So neigt sich der Freetrack kaum zur Seite, lässt sich sehr präzise lenken und handlich durch den Stadtverkehr zirkeln. Mit 10,7 Meter Wendekreis gehört er zu den besonders wendigen Vertretern seiner Klasse. Nicht jedoch zu den besonders geländetauglichen. Mit mageren 160 Millimetern Bodenfreiheit heißt es aufpassen auf ausgewaschenen Feldwegen. Ebenfalls schwach: die Anhängelast von nur 1400 Kilo. Für Traktion sorgt die Haldex-Lamellenkupplung, die die Kraft bei Bedarf automatisch und stufenlos von den direkt angetriebenen Vorder- auf die Hinterräder überträgt. Im Innenraum verwöhnt der Spanier, der mit 4,50 Metern genauso lang ist wie der neue Land Rover Freelander, mit reichlich Bewegungsfreiheit, 21 Ablage- und Staufächern, einer um 16 Zentimeter verschiebbaren Rücksitzbank, sportlich geformten und bequemen Vordersitzen – und einer sehr kompletten Serienausstattung, zu der sogar ein ausklappbarer Bildschirm im Dach gehört, außerdem Klimaautomatik, 17-Zoll-Alufelgen, Tempomat, Audioanlage, Einparkhilfe, Bordcomputer, Regensensor und Multifunktionslenkrad. Fazit: ein pfiffiges und sympathisches Auto, das man nicht an jeder Ecke sehen wird.
TECHNISCHE DATEN 2.0 TSI 2.0 TDI
Motor R-4-Zyl.-Turbo-Benz., v. quer R-4-Zyl.-Turbo-Diesel, v. quer
Ventile/Nockenw.-Antrieb 4 pro Zyl./Zahnriemen 4 pro Zyl./Zahnriemen
Einspritzung direkt direkt, Pumpe-Düse
Hubraum 1984 cm³ 1968 cm³
Leistung bei 1/min 147 kW (200 PS)/5100 125 kW (170 PS)/4200
Drehmoment bei 1/min 280 Nm/1800 350 Nm/1800
Abgasreinigung 2 Katalysatoren Katalysator, Partikelfilter
Radaufhängung vorn Federbeine, Schraubenfedern
Radaufhängung hinten Längslenker, Querlenker, Schraubenfedern
Lenkung Zahnstange, elektromechanische Servolenkung
Bremsen v/h innenbelüftete Scheiben/Scheiben
Reifen 225/50 R 17
Getriebe 6-Gang-Schaltgetriebe
Allradantrieb permanent über Mehrscheibenkupplung
Kraftverteilung vorn:hinten 100:0 bis 50:50
Traktionshilfen elektronische Schlupfregelung über Bremseneingriff v+h
Fahrhilfen ABS, ESP, Bremsassistent
Karosseriekonstruktion Stahlblech, selbsttragend
Länge/Breite/Höhe 4493/1788/1622 mm
Radstand 2576 mm
Spurweite v/h 1542/1527 mm
Bodenfreiheit 160 mm
Böschungswinkel v/h 18°/23°
Wendekreis 10,7 m
Kofferraumvolumen 532-1521 l
Tankinhalt 55 l
Leergewicht 1571 kg 1568 kg
Zul. Gesamtgewicht 2191 kg 2168 kg
Zuladung 620 kg 600 kg
Anhängelast gebremst 1400 kg
Höchstgeschwindigkeit 214 km/h 204 km/h
Beschleunigung 0–100 km/h 7,5 s 8,7 s
Verbrauch innerstädtisch 12,8 l/100 km Super Plus 8,5 l/100 km Diesel
Verbrauch außerstädtisch 7,4 l/100 km Super Plus 5,7 l/100 km Diesel
Verbrauch gesamt 9,4 l/100 km Super Plus 6,8 l/100 km Diesel
CO2-Emission 179 g/km 223 g/km
PREISE 29.990 Euro 30.790 Euro

Autor: Bernhard Weinbacher

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