Fahrbericht Seat Ibiza Cupra

Fahrbericht Seat Ibiza Cupra

— 30.06.2009

So geht GTI auf Spanisch

Bei Volkswagen heißen die Sportler GTI, bei der spanischen Tochter Seat Cupra. Im Fall des Ibiza nimmt Seat schon mal den Polo GTI vorweg – mit reichlich Leistung und ohne grünen Zeigefinger.

Kein Start-Stopp, keine Schaltanzeige – hey, ein brandneues Auto ohne Öko-Gehabe. Ein Kleinwagen ohne CO2-Bestwert: Ja, das gibt es noch. Stattdessen betont der neue Seat Ibiza Cupra sportliche Tugenden. 180 PS liefert sein 1.4-TSI-Motor an die Vorderachse – der gleiche Antrieb wie im Polo GTI, der 2010 kommt. So viel Kraft bekommt das Ibiza-Topmodell meist gut auf die Straße. Nur in Serpentinen oder auf rutschiger Oberfläche verliert das kurveninnere Vorderrad schon mal den Halt. Es dreht nur kurz durch, bevor das sauber abgestimmte Serien-ESP kaum spürbar eingreift. Ebenfalls Serie: die elektronische Differenzialsperre XDS sowie Siebengang-Direktschaltgetriebe (DSG) mit Schaltwippen am Sportlenkrad.

Überraschung: Der Ibiza Cupra zeigt keine übertriebene Härte

Gelb und giftig: Der Ibiza Cupra nimmt den neuen Polo GTI vorweg. Der spanische Dreitürer ist auf extrem sportlich getrimmt.

Das alles harmoniert so gut mit der feinfühligen Lenkung, dass der kleine Spanier agiler durch die Kurven flitzt als ein Mini Cooper S. Kompliment: Der Seat lässt sich sehr schnell sehr sicher bewegen. Außerdem hat er die übertriebene Härte abgelegt, die frühere Cupra-Modelle zu Folterinstrumenten machte. Auf schlechten Straßen federt er jetzt sogar komfortabel. Gewöhnung verlangt der doppelt aufgeladene Motor. Ab 5500/min verliert er etwas die Lust, klingt rau und überanstrengt. Aber kein Problem: Einfach kurz die rechte Wippe antippen, blitzartig schaltet das DSG hoch, und es liegen wieder 250 Newtonmeter Drehmoment an. Gegenüber dem Vorgänger verbraucht der Cupra mit dem kleinen Motor deutlich weniger: laut Norm nur 6,4 Liter Super. Ganz ohne Umwelt-Statement geht es eben auch beim Ibiza nicht.
Jörg Maltzan

Jörg Maltzan

Fazit

Es muss nicht der sündhaft teure Mini Cooper S sein. Der Cupra spielt eine ähnliche Rolle. Er ist ein kleiner Spaßmacher mit markanter Form, moderner VW-Technik und umfangreicher sportlicher Ausstattung. Unvernünftig? Ja. Aber nicht verantwortungslos – wie der Verbrauch beweist.

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