Fahrbericht Skoda Octavia Facelift — 16.10.2008
Geschliffenes Urgestein
Auf der Paris Motor Show zeigte er schon mal sein neues Gesicht. Zum Jahresstart 2009 hat sich der geliftete Skoda Octavia bei den Händlern angesagt. Erste Ausfahrt mit dem Erfolgsmodell.
Spar-Anleihe von VW unter der Haube
Interessanteste unsichtbare Neuerung: Erstmals wird auch VWs technisches Meisterstück, der 1,4-Liter TSI-Benziner, angeboten. Er leistet 122 PS, hat eine Charakteristik wie ein Dieselmotor und ist ähnlich sparsam: Er soll nur 6,6 Liter Super verbrauchen. Wenn er mit dem 7-Gang-DSG-Getriebe (erstmals gegen Aufpreis zu haben) kombiniert wird, sollen es noch 0,3 Liter weniger sein. In CO2-Zahlen: 154/147 Gramm. Zum Vergleich: Der dann abgelöste 115-PS-Benziner emittierte 158 Gramm. Interessanteste sichtbare Neuerung: Front und Heck von Limousine und Combi wurden völlig neu gestylt, da können die Geschmäcker lustig streiten. Die einen sehen das Facelift als zeitgemäße Modernisierung, konservative Käufer halten das aktuelle Modell für gelungener, weil klassischer gezeichnet.Auch innen andere Ansichten: Lenkrad, Instrumente und Konsole stammen vom Topmodell Superb. Qualitativ gab es an den Materialien nicht viel zu verbessern, sie vermitteln schon in der Grundversion einen hochwertigen Eindruck. Das gilt auch fürs Fahrwerk, das bisher schon sehr harmonisch abgestimmt war, jetzt weiter verfeinert und noch etwas komfortabler wurde.
1,8-Liter TSI: sanft und sparsam
Vier Benziner stehen zur Wahl: 80, 102, 122 und 160 PS. Der 1,4-Liter Basismotor hat so seine Last mit den 1,2 Tonnen Leergewicht, spürbar besonders beim Einfädeln auf die Autobahn. Der 102-PS-Benziner (1,6 Liter) ist deutlich kräftiger aber auch lauter, sieht im Vergleich zum neuen 1,4 TSI aber alt aus und verbraucht über einen Liter Super mehr, sollte der 1,6er mit dem Sechsgang-Automatikgetriebe kombiniert werden. Empfehlenswert auch der 1,8-Liter TSI mit seinen 160 PS, der sehr sanft läuft und in Verbindung mit dem 7-Gang-DSG-Getriebe (Aufpreis) im Drittelmix sogar nur 6,6 Liter auf 100 Kilometer verbrennen soll. Wem das alles noch zu wenig ist: Im Mai soll die RS-Reihe mit dem bekannten 200-PS TFSI auf den Markt kommen. Zeitgleich kommt auch der 170-PS-Commonrail-Diesel wieder.Stichwort Diesel: Noch stehen die 1,9- und 2,0-Liter mit 105 und 140 PS in den Datenlisten, die aber die nicht mehr ganz zeitgemäße Pumpe-Düse-Einspritzung besitzen. VW hat bei der Umstellung natürlich Kapazitäts-Probleme, der hochmoderne 1,6-Liter Commonrail-Diesel wird spätestens im nächsten Mai den 1,9-Liter ablösen, der Zweiliter soll schon etwas früher modernisiert werden. Das Warten lohnt sich also.

































