Fahrbericht SsangYong Rexton RX 320s

— 11.04.2003

SsangYong ist wieder da

Alter Name, neues Programm: Der neue SsangYong-Importeur will weg vom Billig-Image und bringt den Rexton nach Deutschland – wieder mit Motoren von Mercedes-Benz.



Hoffnungsträger Rexton

Gute Nachrichten für Musso- und Korando-Fahrer: In Neuss hat der neue Importeur SsangYong Deutschland (Tel. 02131/ 386 42 10) die Arbeit aufgenommen. Der Hoffnungsträger der Firma heißt Rexton, SsangYong-Deutschland-Chef Ditmar Huptas sieht ihn als künftiges Volumenmodell.

Den neuen Koreaner zeichnet eine überdurchschnittliche Anhängelast (3,5 Tonnen) aus, das wichtigste Verkaufsargument aber prangt groß auf der Heckscheibe: "Powered by Mercedes-Benz", ein Hinweis auf den Lizenzbau des alten Sechszylinder-Benziners von Mercedes, der hier Dienst tut.

Ein bisschen Benz steckt auch in der Rückansicht – sie erinnert an eine riesengroße A-Klasse. Satt fällt die Tür ins Schloss – klingt solider als beim Musso. Der Rexton wirkt gut verarbeitet, im Innenraum erfreut die edle Materialanmutung. Die Sitzposition erinnert an den Pajero V60: Man sitzt eher tief als hoch und wird flankiert von massiver Mittelkonsole und Armlehne.

Nostalgische Gefühle

Obwohl er auf der gleichen Technik wie der Musso basiert, erscheint der Rexton massiver: Wie ein Tresor auf Leiterrahmen fühlt er sich an. Der Motor tönt herrlich altmodisch. So klang es vor zehn Jahren, wenn der Chefarzt a. D. samt Gattin im Mercedes 320 CE eine gepflegte Kaffeefahrt startete. Auch die alte Mercedes-Vierstufenautomatik weckt nostalgische Gefühle, sie arbeitet noch rein hydraulisch ohne Wandlerüberbrückungskupplung.

Ausgeprägt sparsam ist der Rexton mit dieser Motor-Getriebe-Kombination nicht unterwegs: 15,1 Liter auf 100 Kilometer gibt der Hersteller als Durchschnittsverbrauch an, 19,3 Liter auf 100 Kilometer für den Stadtzyklus. Dafür geht’s richtig flott voran, wenn man die 220 PS per Kickdown abruft. Die Werksangabe von 9,9 Sekunden für den Spurt auf 100 km/h erscheinen durchaus realistisch.

Permanenten Allradantrieb bietet nur der Rexton mit dem Sechszylinder-Benziner, der Turbodiesel (Fünfzylinder, 2,9 Liter, 120 PS, kein Direkteinspritzer ) kommt grundsätzlich mit simplem Zuschalt-Allrad. ESP ist in keiner Version lieferbar. Fürs Gelände ist der neue SsangYong gut gerüstet: Leiterrahmen, Starrachse hinten, Untersetzung (2,48) – da darf man gern auch grobes Terrain unter die Räder nehmen.

Preise und Technische Daten

Billig ist das neue Topmodell von SsangYong nicht: 43.450 Euro zeugen von selbstbewusster Preisgestaltung, auch wenn Automatikgetriebe und Lederausstattung serienmäßig sind. Der Turbodiesel wird mit Schaltgetriebe knapp 33.000 Euro kosten – klingt doch gleich viel interessanter. Wir werden diese Version in Kürze testen.

Technische Daten Reihensechszylinder, vorn längs • Hubraum 3199 cm³• Leistung 162 kW (220 PS) bei 6100/min • max. Drehmoment 318 Nm bei 4600/min • Vierstufenautomatik mit Untersetzung • Allrad permanent, Zentraldifferenzial • Leiterrahmen, Karosserie aufgeschraubt • vorn Einzelradaufhängung, Drehstabfedern; hinten Starrachse, Schraubenfedern • Länge/Breite/Höhe 4720/1870/1760 mm • Bodenfreiheit 200 mm• Leergewicht 1900 kg • Zuladung 650 kg • Normverbrauch 15,1 l Super/100 km• Tankinhalt 80 l • Höchstgeschwindigkeit 182 km/h Preis 43.450 Euro

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