Fahrbericht SsangYong Rodius

SsangYong Rodius SsangYong Rodius

Fahrbericht SsangYong Rodius

— 06.07.2005

Gar nicht so schlecht in Form

5,13 Meter, sieben Plätze, ab 24.900 Euro: Der Rodius gefällt zwar erst auf den zweiten Blick, ist aber ein interessantes Angebot.

Grummeliger, aber starker Fünfzylinder

"Kann man das Teil da hinten abnehmen?" fragte meine kleine Tochter beim Anblick des Rodius. Die Antwort enttäuschte sie ein wenig: "Nein, es ist fest." "Schade, wäre eine tolle Höhle mit Ausblick." Es gibt eben Typen, die erschließen sich nicht auf den ersten Blick. Der Rodius gehört dazu. Wer mit dem riesigen Van, der aussieht wie ein futuristisches Campingmobil, Freundschaft schließen will, muß sich näher mit ihm beschäftigen.

Zum Beispiel mit Motor und Automatikgetriebe (2000 Euro Aufpreis). Beides bauen die Koreaner in Mercedes-Lizenz. Schon beim Start erkennen Experten den typischen Sound des 2,7-Liter-CDI. Die fünf Zylinder, im Rodius 163 PS stark (177 PS im E 270 CDI), sind wirklich nicht schlecht in Form und beschleunigen die 2,2 Tonnen schwere Fuhre überraschend kräftig. Mal abgesehen von einer kleinen Anfahrschwäche. Auch die Fünfstufen-Automatik wechselt Mercedes-like sanft durch die Gänge. Akustisch grummelt sich der Common-Rail-Diesel etwas stärker als gewohnt in den Vordergrund.

Vielleicht liegt es am riesigen Resonanzkörper, den der Rodius mitbringt. Auf knapp 5,13 Metern streckt er sich zwischen Kühlergrill und Auspuffendrohr, überragt damit einen VW T5 Multivan um 24 Zentimeter. In Asien gibt es den Rodius mit bis zu elf Sitzplätzen. Bei uns dürfen sich sieben Personen räkeln und noch üppige 875 Liter Gepäck einladen. Und wer die hintere Bank ausbaut, kann Omas Hausstand durch die Gegend kutschieren: 3146 Liter.

Technische Daten und Preis

Allem Platz zum Trotz will sich nicht auf allen Rodius-Plätzen das rechte Wohlgefühl einstellen. Denn die Sessel sind klein geraten, alle Sitzreihen zu niedrig montiert. Und das Fahrwerk sorgt bei empfindlichen Mitfahrern für Unwohlsein. Zumindest die Allradvariante (2500 Euro Aufpreis) torkelt über lange Bodenwellen wie ein Kamel auf Wüstentour, der Abrollkomfort fällt unerwartet hart aus.

Zum Schluß noch ein Blick in die Preisliste. Der lohnt sich ohne jede Einschränkung. Ab 24.900 Euro gibt es den Rodius handgeschaltet. Inklusive Allradantrieb und Automatik sind es 29.400 Euro - da ist die Form plötzlich gar nicht mehr so entscheidend.

Technische Daten Fünfzylinder-Reihendiesel • 4 Ventile je Zylinder • Hubraum 2696 cm³ • Leistung 120 kW (163 PS) bei 4000/min • max. Drehmoment 342 Nm bei 1800 bis 3250/min • Allradantrieb • Fünfgang-Automatik • Einzelradaufhängung vorn, Multilenker hinten• Kofferraumvolumen 875 Liter (3146 bei ausgebauter Rückbank) • Tank 80 Liter • Länge/Breite/Höhe 5125/1915/1820 mm • Reifen 225/65 R 16 • Leergewicht 2245 kg • Spitze 174 km/h • Preis 29.400 Euro

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Autor: Andreas Borchmann

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