Fahrbericht Subaru Baja

Fahrbericht: Subaru Baja Fahrbericht: Subaru Baja

Fahrbericht Subaru Baja

— 30.04.2003

Pony-Express

Der Subaru Baja ist nicht nur ein Zugpferd. Er ist viel handlicher als übliche Pick-up. Dafür sorgen seine Wurzeln: der Subaru Outback.

Pick-up mit Pkw-Wurzeln

"Hey, Jungs! Seht mal den neuen Schimmel. Der glänzt ganz silbrig – gut gestriegelt.“ So könnte eine Unterhaltung zwischen den zotteligen Vierbeinern der Otta Creek Ranch abgelaufen sein. Der Subaru Baja wurde von den Western-Pferden unserer Testwiesen im fränkischen Roth aufgenommen, als wäre er einer von ihnen.

Auch für Menschen ist der Subaru-Kleinlaster ein Hingucker. Besonders in Deutschland, denn hier ist er der Einzige seiner Art. Bisher gibt es ihn nur in den USA. Ein Exemplar hatte sich nun zu uns durchgeschlagen, und wir sind mit ihm ausgeritten. Mal sehen, was die 165 Pferde(stärken) unter seiner Haube leisten.

Der wuchtige Baja kommt erstaunlich schnell in die Hufe. Er bewegt sich leichtfüßig und leise – so gar nicht Pickup-typisch. Selbst auf der Schotterpiste von Otta Creek klappert nichts. An Dämpfungsmaterial hat Subaru nicht gespart. Man spürt, seine Pkw-Wurzeln liegen im Subaru Outback. Das Fahrgefühl ist angenehm und komfortabel.

Gelungener Innenraum

In Sachen Drehmoment (225 Nm) zeigt der 2,5-Liter-Boxermotor jedoch Schwächen – sicher nicht das stärkste Pferd im Subaru-Stall. Und Parken in der City ist mit der knapp fünf Meter langen Karosse schwieriger als in den Weiten des wilden Frankenlands.

Dafür können wir dank permanentem Allradantrieb aber unbefestigtes Gelände erkunden und die Pferde auf der Koppel besuchen. Wie bei Subaru üblich, stehen zwei Allradsysteme zur Auswahl: Zentraldifferenzial mit Viskobremse (Schaltgetriebe) und elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung (Automatik).

Gelungen ist den Japanern der Innenraum. Vier Passagiere erleben auf perforierten Ledersitzen luxuriöses Raumgefühl. Sogar eine eigene Armlehne für beide Fondpassagiere ist vorhanden. Und eine Durchladeklappe ermöglicht es, die Zwei-Meter-Leiter für den Heuschober mitzunehmen. Außerdem dabei: Klimaanlage, CD-Player, Tempomat, Leder an Lenkrad und Schaltknauf sowie ein elektrisches Schiebedach. Als echtes Lastentier taugt der Baja allerdings nicht, die Zuladung von gerade 500 Kilogramm ist für einen Pickup zu gering. Als Pony-Express macht er sich dagegen prima: Da reicht die Zuglast von 1100 Kilo locker.

Fazit und Technische Daten

Fazit Die Pkw-Wurzeln aus dem Subaru Qutback bekommt man beim Baja positiv zu spüren. Allein das zu schwache Drehmoment trübt den ansonsten sehr guten Eindruck des neuen Japaners.

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