Fahrbericht Subaru Justy 1.3

Fahrbericht Subaru Justy 1.3 Fahrbericht Subaru Justy 1.3

Fahrbericht Subaru Justy 1.3

— 17.10.2003

Günstiger 4x4-Zwerg

Subaru ersetzt den preiswerten Allrad-Winzling. Der Neue ist ein Crossover aus Stadtwagen, Mini-Van und SUV – mit ungarischem Zwilling.

Stadtwagen, Mikro-Van und SUV

Auch Subaru-Deutschland-Chef Jens Becker gibt gern zu: Ein echter Subaru-Kleinwagen ist der neue Justy nicht: "Er entsteht wieder in Kooperation mit Suzuki und läuft im Werk Magyar-Suzuki Hungary vom Band." Alles klar – Insider erkennen im Justy den Ignis wieder.

Eigentlich ist der Neue überhaupt kein richtiger Kleinwagen – jedenfalls nicht nur. Eher ein Crossover aus Stadtwagen, Mikro-Van und SUV. Schon die Proportionen zeigen das. Mit 1,60 Meter Höhe überragt der Justy wohltuend andere Kleinwagen. Auch das Design hebt sich ab: Anleihen bei M-Klasse und Honda CR-V fallen auf Anhieb ins Auge.

Entsprechend erlaubt die Innenhöhe im Justy eine angenehm aufrechte Sitzposition. Man muss sich nicht zusammenkauern wie in andern Autos dieser Größenordnung. Vorn finden auch groß Gewachsene ausreichend Platz. Die Beinfreiheit auf der recht bequemen Rückbank (mit neigungsverstellbaren Lehnen!) ist bei ganz zurückgeschobenen Vordersitzen natürlich mäßig. Respektabel aber der Kofferraum, der sich variabel von 236 bis auf 1002 Liter (Beladung bis zum Dach) erweitern lässt.

Flott unterwegs und straff abgestimmt

Die Pfiffigkeit, die der Justy äußerlich verrät, setzt sich im Interieur fort – etwa im integrierten Radio mit versenktem Display. Technisch offenbart sich die weitgehende Nähe zum Suzuki Ignis. Statt eines Boxermotors treibt ihn ein Reihenvierzylinder an. Schon der kleinere 1.3 bringt 94 PS. Die wollen durch eifriges Schalten im exakten Fünfganggetriebe flott gemacht werden. Der exakt 1000 Euro teurere Justy 1.5 hat nur fünf PS mehr, zieht aber kräftiger und kommt mit der langen Übersetzung besser klar.

Den permanenten Allradantrieb besorgt eine Viskokupplung. Sie ist eher zahm ausgelegt, stört kaum mit Verspannungen beim Einparken. Auf losem Untergrund packt sie etwas verzögert zu. Mit immerhin 170 Millimeter Bodenfreiheit zeigt sich der Justy durchaus schlechtwegetauglich. Auf der Straße fährt er sich wie ein gut gemachter Fronttriebler: Zackig folgt er der elektrischen Servolenkung, trotz des relativ hohen Aufbaus wedelt er behände um die Kurven. Der Preis dafür: Die straffe Federungsabstimmung. Die ist doch wieder typisch Kleinwagen.

Technische Daten • 4-Zylinder-Benziner, quer • schadstoffarm Euro 4 • Hubraum 1328 cm3 • Leistung 69 kW (94 PS) bei 6000/min • maximales Drehmoment 118 Nm bei 4100/min • permanenter Allradantrieb über zentrale Viskokupplung • 5-Gang-Schaltgetriebe • vorne und hinten Einzelradaufhängung, Schraubenfedern • Reifen 165/70 R 14 • Länge/Breite/Höhe 3770/1630/1605 mm • Bodenfreiheit 170 mm • Beschleunigung 0–100 km/h 11,7s (Werk) • Höchstgeschwindigkeit 155 km/h (Werk) • Normverbrauch 6,9l/100 km Super • Preis 14.500 Euro

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