Fahrbericht Subaru Outback Boxer Diesel — 29.02.2008
Jetzt boxt ein Diesel
Revolution bei Subaru: Die eigenwillige japanische Marke hat endlich einen Dieselmotor. Er kommt im März zum Händler, AUTO BILD ALLRAD hat ihn bereits ausprobiert.
Und da braucht sich Subaru nicht zu verstecken. Der Legacy Kombi Diesel Active kostet 30.110 Euro, der Outback Diesel Trend 33.230 Euro, beide sind gut ausgestattet. Vorerst ist der Boxer-Diesel ein Einheitsmotor mit 2,0 Liter Hubraum und 150 PS, der ab März für Legacy und Outback, ab Mai im neuen Forester und gegen Ende des Jahres im Impreza angeboten wird. Ab 2009 sollen weitere, hubraumstärkere Versionen des Motors zusätzlich ins Programm kommen. Doch auf die braucht man nicht zu warten. Beim Fahren zeigt sich der Outback Diesel mit seinen insgesamt vier per Kette angetriebenen Nockenwellen und der 1800-bar-Common-Rail-Einspritzung von seiner besten Seite. Nach dem üblichen kleinen Turboloch zieht er geschmeidig und nachdrücklich los, reagiert sehr spontan aufs Gas und summt so ruhig, dass es eine wahre Freude ist.
Durchschnittsverbrauch von 6,4 Liter auf 100 Kilometer
Das Ansprechverhalten verdient absolut das Prädikat sportlich – und die Fahrleistungen passen dazu ebenfalls. Mit 200 km/h Spitze laut Werksangabe und weniger als zehn Sekunden für den Spurt von 0 auf 100 ist der 150 PS starke Outback Diesel genauso temperamentvoll wie sein Benziner-Bruder mit 2,5 Liter Hubraum und 165 PS. Aber der Diesel zieht bei niedrigen und mittleren Drehzahlen besser durch und ist viel, viel sparsamer. Bei unseren Probefahrten über Bergstraßen und Autobahnen zeigte der Bordcomputer einen Durchschnittsverbrauch von 6,4 l/100 km, womit wir einen guten halben Liter über dem sensationell günstigen Normverbrauch von 5,8 l/100 km lagen. Und das mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe, das im Moment die einzige Wahl in Kombination mit dem Diesel ist. An einem Sechsgang-Getriebe arbeitet Subaru im Moment noch, es kommt später.Fazit: Mit dem neuen Dieselmotor wird aus dem Subaru Outback, der wegen seines nicht gerade sparsamen 2.5-Benziners bislang eher ein Schattendasein führte, plötzlich eine interessante Alternative zu Volvo XC70 und Audi Allroad, die beide deutlich teurer sind. Und auf den neuen, größeren Forester mit diesem Dieselmotor sind wir jetzt besonders gespannt.

































