Fahrbericht Suzuki SX4

Fahrbericht Suzuki SX4 Fahrbericht Suzuki SX4

Fahrbericht Suzuki SX4

— 09.02.2006

Rock'n'Roll Japaner

Mit rustikalem SUV-Look und Allradantrieb findet der SX4 eine neue Nische. Allrad und Frontantrieb gehen im Juni an den Verkausstart.

Sie heißen Alto, Ignis, Jimny, Liana, Swift, Vitara – melodiöse Namen, mit denen Suzuki um Kundschaft buhlt. SX4 nennt sich der Neue. Wie banal! Klingt nach Nullachtfünfzehn, viel zu sachlich für dieses Auto. Mein Vorschlag: Suzi Quat(t)ro. Denn nicht nur optisch macht der kleine Suzuki auf Rock'n'Roller, sondern auch technisch.

Rustikal wie eine Lederjacke wirkt die 4,10-Meter-Karosserie. Darunter steckt ein Allradantrieb, der weit mehr als ein Alibi ist und den SX4 erstaunlich geländegängig macht. Ein Schalter neben der Handbremse erlaubt den Wechsel zwischen Frontantrieb, 4x4-Automatik sowie gesperrtem Allrad-Modus. In letzterer Position leitet eine Mehrscheiben-Trocken-Kupplung die Antriebskraft zu gleichen Teilen an Vorder- und Hinterachse. Auf Schnee wird der SX4 so zum Spaßmobil. Durch Gasstöße läßt sich sogar übersteuern provozieren. Das Handling erinnert schon fast an ein Rallyeauto. Sinnvoll wird die Allradfunktion vor allem im Gebirge und auf schlechten Straßen. Dort, wo ein Fronttriebler keine Chance mehr hat, kraxelt er tapfer weiter.

In Stellung "4WD-Auto" wird stufenlos bis zu 50 Prozent Drehmoment an die Hinterachse übertragen, sobald das System Schlupf an den Vorderrädern registriert. Hilfreich dabei ist das gutabgestimmte ESP. Es regelt den lebendigen 107-PS-Benziner (außerdem kommen 99-PS-Benziner und 120-PS-Diesel) so behutsam runter, daß der Vortrieb erhalten bleibt. Kein Abwürgen und gnadenloses Runterbremsen, sondern eine sportliche Auslegung. Gleiches gilt fürs Fahrwerk. Es ist knackig wie der Klang einer E-Gitarre, nur die Lenkung ist leider zu schmalzig. Parallel zum Allradler (Preis: ab 18.000 Euro) wird im Juni auch eine etwas zivilere Variante mit Frontantrieb eingeführt.

Gebaut wird der SX4 in Ungarn zusammen mit Fiat. 33 Prozent der Jahresproduktion (60.000 Stück) wird als Fiat Sedici vermarktet. Egal ob SX4 oder Sedici, in beiden Modellen steckt viel Musik. Den schöneren Namen aber hat der Fiat.

Autor: Karl-August Almstadt

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