Fahrbericht Tesla Roadster
— 18.02.2008Grüne Welle
Im März 2008 laufen die ersten Serienexemplare des Tesla Roadster in England vom Band. AUTO BILD war mit dem Elektro-Sportler schon jetzt unterwegs – im regnerischen Norden von Kalifornien.
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Nur das Surren des Drehstrommotors ist zu hören
Probleme mit dem Getriebe hatten Tesla fast ein Jahr Verspätung eingebrockt. Unser Testwagen fährt wie die ersten Serienautos nur im zweiten Gang, den ersten verweigert das Getriebe. Von null auf 100 braucht der Roadster nun 5,7 statt 4,2 Sekunden. Dennoch: Ein sanfter Tritt aufs Pedal, und der Fahrer wird in den Sitz gedrückt. Nur das Surren des Drehstrommotors ist zu hören. Der Tesla liegt nicht ganz so bretthart auf der Straße wie noch vor einem Jahr, die solventen und oft prominenten Kunden hätten gern etwas Komfort beim Klimaschutz. Das ESP hält den Roadster auch noch sicher auf dem Asphalt, als auf Straßen beschleunigt wird, die wegen Überflutung kurz vor der Sperrung stehen. Nur die Sicht wird immer schlechter. Die Lüftung funktioniert nicht richtig, die Scheiben beschlagen wie verrückt. Aber gut, der Tesla ist eben ein Roadster und damit per se ein Schönwetterauto. Die Akkus aus japanischer Produktion waren am Start fast voll. Jetzt, rund 100 Kilometer später, steht die Anzeige bei 50 Prozent. Damit würde zwar die versprochene Reichweite von 355 Kilometern zwar nicht erreicht, aber wir sind heute auch nicht gerade stromsparend gefahren.Für die Zukunft sind weitere Tesla-Modelle geplant
Rund 600 Autos will Tesla 2008 bauen, ab 2009 dann 60 pro Woche. Die US-Crashtestnormen wurden erfüllt. Es kann also losgehen. Und doch wird ständig weiterentwickelt. Mitte des Jahres soll eine verbesserte Version mit neuem Getriebe und wassergekühltem Elektromotor vom Band laufen. Eine Limousine mit Verbrennungsmotor als Reichweitenverlängerer soll 2010 folgen. Später ein elektrisches Citymobil. Wenn das Geld nicht ausgeht. Martin Eberhard, Tesla-Gründer, musste die Firma inzwischen verlassen, immerhin bekommt er eines der ersten Serienmodelle. Vielleicht steigt ja auch ein großer Hersteller ein. Ingenieure der BMW-Forschungsabteilung in Kalifornien jedenfalls waren begeistert von dem Auto. Neue Elektroautos wie den Fisker Karma nehmen die Jungs bei Tesla amerikanisch-cool: Konkurrenz belebe nur das Geschäft.ANZEIGE
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