Fahrbericht Toyota Highlander Hybrid

Toyota Highlander Hybrid Toyota Highlander Hybrid

Fahrbericht Toyota Highlander Hybrid

— 17.01.2007

Der andere Hybrid-Toyota

Toyota baut nicht nur den Hybrid-Lexus RX 400, sondern mit gleicher Technik den Highlander. Jetzt kommt der Wagen auf Wunsch über freie Importeure auch zu uns nach Europa.

Freunde konservativer Optik stören sich zuweilen an der futuristischen Karosserie des Hybrid-Lexus RX 400h, obwohl sie an einem Hybrid-Auto durchaus interessiert wären. Dabei baut Toyota in Japan das gleiche Auto mit der gleichen Technik auch mit einer anderen Karosserieform. Und nennt es dann Toyota Highlander. Den bietet Toyota in Europa im Gegensatz zum Lexus offiziell nicht an, wohl aber in Japan und in Amerika. Jetzt kommt der Wagen auf Wunsch über Freie Importeure (Tel. 07579-2498, www.extremfahrzeuge.com) auch zu uns nach Europa. Fahrwerk, V6-Benzinmotor, Getriebe, die komplette Hybrid-Technik mit 288-Volt-Nickel-Metallhydrid-Batterie und Elektromotoren – all dies stammt aus dem technisch identischen Lexus RX 400h. Die übergestülpte Highlander-Karosserie hat praktisch die gleichen Abmessungen wie der Lexus. Sie sieht einfach nur anders aus, zurückhaltender, weniger futuristisch. Völlig unverständlich, dass Toyota den Highlander uns Europäern vorenthält.

Wir fanden das Auto so interessant, dass wir sogar mit einem Grundsatz gebrochen haben: Obwohl der Testwagen zunächst nur als Fronttriebler – also ohne den zweiten Elektromotor an der Hinterachse – zur Verfügung stand, nahmen wir ihn spontan in unser Testprogramm auf. Wenig überraschend, dass er sich praktisch genauso fährt wie der Lexus-Bruder. Auch hier fasziniert das geräuschlose Rangieren und Anfahren per Elektromotor. Auch hier wird bei leichten Bremsungen per Elektromotor verzögert. Das bringt Energie in die Batterie und schont die Radbremsen. Der Benzinmotor wird dabei komplett abgeschaltet, auch beim Ampelhalt oder im Stau.

Und wie beim Lexus verblüfft die Beschleunigung, wenn der Hybrid-Toyota bei Vollgas alle Motoren koppelt und wie besessen losspurtet. Ebenso verblüffend, wie sparsam ein 3,3-Liter-V6-Benziner sein kann, wenn er nur arbeitet, falls er gebraucht wird. Gerade im Innerortsverkehr, wo ein Automatik-Benziner sonst besonders viel schluckt, nippt der Hybrid-Toyota nur 8,5 Liter/100 km aus dem Tank. Bei schneller Autobahnfahrt bringt der Hybridantrieb keine Verbrauchsvorteile. Im Schnitt kamen wir auf 11,9 Liter/100 km. Das schlichtere Karosseriekleid und der bürgerlichere Markennamen drücken auch den Preis. 8000 Euro Ersparnis gegenüber dem Lexus RX 400h sind ein Wort.

Technische Daten Toyota Highlander Hybrid 4WD Sechszylinder-V-Benzinmotor, vorne quer • je ein E-Motor vorne und hinten • Hubraum 3311 cm3 • Leistung 155 kW (211 PS) bei 5600/min + 123 kW + 50 kW • max. Drehmoment 824 Nm • Frontantrieb über Benzin- und E-Motor, Heckantrieb über E-Motor • stufenlose Kraftübertragung über zwei Planentengetriebe • Bodenfreiheit 175 mm • Reifen 225/65 R 17 • Länge/Breite/Höhe 4714/1826/1745 mm • Leergewicht 1990 kg • Zuladung 515 kg • Anhängelast 2000 kg • Tankinhalt 65 l • Testverbrauch 11,9 l/100 km Super • Beschleunigung 0–100 km/h in 7,9 s • Höchstgeschwindigkeit 182 km/h (abgeregelt) Preis: 42.900 Euro.

Autor: Martin Braun

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