Fahrbericht Volvo C70

Volvo C70 Volvo C70

Fahrbericht Volvo C70 (2006)

— 07.02.2006

Sicher, stabil und schön

Ein Hoch den Schweden: Mit dem C70 bringt Volvo ein durch und durch solides Cabrio. Ab 33.300 Euro steht der Neue Ende Mai 2006 beim Händler.

Das Geheimnis der viersitzigen Eleganz

Ganz ehrlich: Nach den CC-Modellen von Peugeot und Renault war man sich sicher, ein viersitziges Cabrio und ein Blechdach passen nicht zusammen. Von wegen! Der neue Volvo C70 ist in jeder Hinsicht ein Sonnenschein. Wenn es einen Preis für elegante Viersitzer-Cabrios gäbe, der stolze Schwede würde ihn haushoch gewinnen. Und das sogar trotz seines Stahldachs. Nein, wegen seines Stahldachs!

Volvo-Insider erzählen allerdings, daß Pininfarina ein Coupé gezeichnet und sich dann erst überlegt habe, wie man es elegant öffnen könne. Pininfarina leistete also kräftig Design- und Denkarbeit, heraus kam ein nunmehr dreigeteiltes Blechdach. In seinen exakt 30 Bewegungs-Sekunden vollbringt es wahre Kinematik-Wunder: Erst klappt der Kofferraumdeckel hoch, dann schwebt das mittlere Dachteil surrend nach oben, das vordere wandert darunter, und als letztes schiebt sich das hintere Teil ganz nach unten – mit einem hörbaren Plopp legt sich der Kofferdeckel schützend darüber.

Unter ihm bleibt noch Platz für 200 Liter Gepäck, bei geschlossenem Dach sind es sogar doppelt soviel (genau 404 Liter). Mit diesem Falt-Plan stiehlt der C70 jedem Konkurrenten die Show. Mehr noch: Ob offen oder geschlossen, der C70 fährt sich dank präziser Lenkung und hohem Komfort wie ein Modell aus dem Stabilbaukasten.

Aus dem Klapp- wird kein Klapperdach, die Karosserie, basierend auf S40/V50 und verwandt mit Ford Focus sowie Mazda3, zeigt sich ebenfalls erstaunlich verwindungssteif. Okay, leichte Schwingungen auf kurzen Wellen lassen sich bei 4,58 Meter Länge (Breite 1,82, Höhe 1,41 m) nie ganz vermeiden. Dafür gelingt es Volvo, auf dieser Grundfläche so viel Platz zu schaffen, daß auch hinten zwei Erwachsene bequem und entspannt sitzen können. Die werden natürlich von der Windsbraut gezaust. Immerhin erreichen die geschmeidigen Benziner (ein Diesel mit 180 PS kommt im Herbst) bis zu 240 km/h Spitze.

Bei 33.300 Euro geht der Frischluftspaß los

Doch Volvo hätte seinen guten Ruf verspielt, wenn nicht auch die passive Sicherheit vorbildlich wäre. Elektronik allerorten, zu den Airbags vorn und seitlich gesellt sich vorn noch ein Kopf-Schulter-Kissen hinzu. Bei einem Crash schießt es aus den Türen nach oben und soll so auch den Kopf bei einem Überschlag schützen, weil das Aufblas-Gas nur recht langsam entweicht. Und natürlich gibt es ROPS (Roll Over Protection System): Bei einem Überschlag fahren hinter den Kopfstützen im Fond Schutzbügel aus.

Bis Mai müssen sich Probefahrer gedulden, erst dann stehen die ersten C70 beim Volvo-Händler. Zu Preisen ab 33.300 Euro und mit einer Grundausstattung, die kaum Wünsche offenläßt. Wetterfrösche, das stabile Azorenhoch kann kommen.

Interesse an weiteren Fahrberichten und Vergleichstests? Hier eine kleine Auswahl – reichen 500 für den Anfang?

Autor: Diether Rodatz

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.