Fahrbericht VW Amarok

Fahrbericht VW Amarok

— 08.02.2010

Erste Ausfahrt mit dem VW Amarok

Im Sommer 2010 rollt der Amarok zu uns. Der neue Pick-up von VW will überall ein bisschen besser sein als die Konkurrenz. AUTO BILD ALLRAD-Redakteur Bernhard Weinbacher ist die VW-Pritsche schon gefahren.

Jetzt mischt VW auch bei den Pick-ups mit. Der Amarok soll der Volks-Wagen unter den Pritschenwagen werden. Gebaut wird er in Argentinien, nach Deutschland kommt er im Sommer 2010 – zu Preisen ab etwa 25.000 Euro. Das neueste Modell von VW sieht gut aus und macht viel her. Aber der Amarok ist keine Weltrevolution. Auch Volkswagen kocht nur mit Wasser – etwas anderes erwartet der typische Pick-up-Käufer auch nicht. Robuster Rahmen mit aufgesetzter Karosserie, Längsmotor, hintere Blattfeder-Starrachse, gut fünf Meter lang, knapp zwei Meter breit, drei Meter Radstand – so kennt man das auch von der Fernost-Konkurrenz.

Überblick: Alle News und Tests zum VW Amarok

Mit zwei kleinen Diesel-Agreggaten und Allradantrieb wildert der VW Amarok ab Sommer 2010 im Revier der Pick-ups.

Neuesten Trends folgt der Amarok hingegen beim Motor: kleiner Hubraum, hoher Einspritz- und Ladedruck. Üblich sind in dieser Klasse 2,5 oder 3,0 Liter Hubraum. Der VW kommt stattdessen mit dem bekannten 2.0 TDI. Zunächst wird es zwei Versionen des Motors geben. Mit variablem Turbolader entwickelt er 340 Newtonmeter Drehmoment ab 2000 Umdrehungen und 122 PS. Die stärkere Version kommt mit zwei Turboladern auf 400 Newtonmeter ab 1500 Umdrehungen und 163 PS und soll bis zu 181 km/h schnell sein. Beide Motorisierungen werden mit einem neu entwickelten, weit gespreizten Sechsganggetriebe kombiniert. Das "Downsizing" beim Motor spart Gewicht und Sprit, verspricht Bestwerte bei Verbrauch und CO2-Ausstoß: Der Basismotor verbraucht 7,6 Liter Diesel auf 100 Kilometer (CO2: 199 g/km), bei der 163-PS-Variante sind es 7,8 Liter (206 Gramm).

Der schleppt was weg: bis zu 1,2 Tonnen Nutzlast möglich

Typisch Volkswagen: Material und Verarbeitung im Cockpit sind auf hohem Niveau.

Beim Antrieb hat der Kunde die Wahl: Die "Onroad"-Version hat Permanentallrad per Torsen-Zentraldifferenzial (wie bei den quattro von Audi) und verträgt mit relativ weichen Blattfedern an der Hinterachse rund 800 Kilogramm Zuladung. Damit kommt der Amarok im Fahrverhalten und beim Komfort fast an einen Pkw heran, er fährt sich wie ein großer Geländewagen. Handlich kann so ein riesiges Auto nicht sein. Da macht auch der VW keine Ausnahme. Die mit mehr Federblättern auf 1,2 Tonnen Nutzlast ausgelegte "Offroad"-Variante ist eher Nutzfahrzeug: Härter gefedert, mit starr zuschaltbarem Allradantrieb und Untersetzungsgetriebe pflügt der VW talentiert durchs Gelände. Ein abschaltbares ESP mit Schlupfregelung ist bei beiden Versionen optional an Bord, ebenso eine manuelle Vollsperre für das Hinterachs-Differenzial. Was den Amarok von anderen Pick-ups am meisten unterscheidet, ist die Feinabstimmung. Mit deutscher Gründlichkeit haben sich die Techniker die Konkurrenz genau angesehen und versucht, überall ein bisschen besser zu sein. Das ist ihnen gelungen.

Autor: Bernhard Weinbacher

Stichworte:

Nutzfahrzeuge

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