Fahrerassistenzsysteme, Teil 1

Fahrerassistenzsysteme Sebastian Renz

Fahrerassistenzsysteme, Teil 1

— 16.05.2011

Wie viel Hilfe brauchen wir?

Elektronische Heinzelmännchen sollen das Fahren sicherer und bequemer
machen. AUTO BILD verrät, was sie können, wie sie funktionieren und was sie kosten. Die große Übersicht bis zur Mittelklasse.

Radaraugen, die den Abstand messen. Sensoren, die das Auto eigenständig in die Parklücke bugsieren. Kameras, die Verkehrsschilder lesen, und Laserstrahlen, die den "toten Winkel" zum Leben erwecken: Solche Hightech-Helfer sind längst kein Privileg von Luxusautos mehr. Der Fortschritt hat gewaltig Gas gegeben in den letzten Jahren und ist inzwischen auch in der Kompakt- und Mittelklasse angekommen. Fords neuer Focus etwa kann bei Crashgefahr im Stadtverkehr ganz allein bremsen. Volvos XC60 erkennt Fußgänger. Und bei VW parken bereits sechs Modelle automatisch rückwärts ein. Natürlich nur, wenn es der Kunde wünscht und dafür zahlt. Ein Grund, warum die netten Gimmicks zum Teil wenig Freude machen. Schnell tappen Technikfans in fiese Kostenfallen wie im Extremfall bei Mercedes, wo mehr als 8000 Extra-Euro zusammenkommen, wenn die C-Klasse "nur" den Abstand automatisch regulieren soll.

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Die Verkehrszeichen-Erkennung gleicht momentan noch oft einem Glücksspiel. Würfeln ist da gegen eine exakte Wissenschaft.

Ärgerlich sind aber nicht nur die trickreich geschnürten Aufpreispakete der Hersteller, sondern zuweilen auch die Assistenten selbst. Manchen von ihnen fehlt noch Feinschliff. Sie agieren übereifrig oder nachlässig, bremsen so den Fahrspaß oder sägen an den Nerven. Manche funktionieren noch nicht verlässlich. Bei der automatischen Verkehrszeichenerkennung etwa ergab ein Test von AUTO BILD zum Teil eine eklatante Fehlerquote. Gut also, wenn zunächst noch ein gesundes Maß an Skepsis mitfährt, bevor man sich die neuzeitlichen Heinzelmännchen voreilig ins Auto holt.

News und Tests: Alle Marken und Modelle im Überblick

Erst mal muss man sich im unwegsamen Elektronik-Dschungel allerdings zurechtfinden. Hierbei hilft die Marktübersicht zum Thema Assistenzsysteme oben in der Bildergalerie. Darin verrät AUTO BILD: Was gibt es wo für wie viel Geld? Wie arbeiten die Helfer überhaupt? Und wo lauern versteckte Kosten? Zudem plaudern wir aus der Praxis: Was lohnt sich, was (noch) nicht? Den kompletten Artikel mit allen Details zu den Fahrerassistenzsystemen und ausführlicher Übersichtstabelle lesen Sie in AUTO BILD 19/2011 seit 13. Mai am Kiosk. Oder Sie laden sich den Artikel hier bequem als Pdf herunter.
Martin G. Puthz

Martin G. Puthz

Fazit

Neben Kosten und Umweltfreundlichkeit ist Sicherheit das wichtigste Thema für uns Autofahrer. Dass die Hersteller hier in ein regelrechtes Technikwettrüsten verfallen sind, kann man also nur begrüßen. Ärgerlich ist aber, dass dieses auf dem Rücken von uns Kunden ausgetragen wird. Um Kasse zu machen, schnüren viele Marken teure Pakete. So bleibt der Fortschritt oft Theorie. Deshalb: Macht die Elektronikhelfer billiger! Und entwickelt sie richtig zu Ende. Dann werden sie auch gekauft, und wir haben alle was davon: mehr Sicherheit nämlich.

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