GP2: Chaosrennen in Magny-Cours

"Alonso-Deal schadet Mercedes"

Fahrerwechsel Formel 1

— 21.12.2005

"Alonso-Deal schadet Mercedes"

Niki Lauda denkt kritisch über die erfolgreiche Abwerbung des jungen Formel 1-Piloten durch das Team McLaren-Mercedes.

Riesen-Aufregung nach dem Alonso-Wechsel zu Mercedes ab 2007. BILD-Interview mit Formel-1-Legende und Ex-Weltmeister Niki Lauda (56).

BILD: Hätten Sie Alonso auch verpflichtet? Lauda: Wenn man die Chance hat, muss man's machen. Er ist der Beste von den jungen. Trotzdem kann ich nur den Kopf schütteln.

Warum? Weil McLaren da alles falsch gemacht hat, was man falsch machen konnte. Ron Dennis, der den Deal eingefädelt hat, hat vergessen, daß Menschen Emotionen haben und keine Maschinen sind.

Was werfen Sie dem Team vor? Der Zeitpunkt der Bekanntgabe ist eine Katastrophe. Das geht nach hinten los. Was meinen Sie, wie Räikkönen findet, daß ihm plötzlich Alonso vor die Nase gesetzt wird? Räikkönen hatte den Hals eh schon voll nach der Saison, jetzt wird er mit dem Thema komplett durch sein. Der verlängert garantiert nicht mehr.

McLaren-Mercedes träumt schon von der Paarung Alonso/Räikkönen... Wird nix. Aber zwei solche Stars bringen eh nur Ärger. Das hat die Formel 1 oft genug gezeigt. Als ich mit Prost bei McLaren war, hat's auch gescheppert.

Ist Räikkönen also der große Verlierer? Es gibt nur Verlierer: Alonso wird sein Renault-Team nicht wiedererkennen. Wenn's nicht läuft, geht das Gerede unter der Mechanikern los. Und er selbst wird dann auch nur noch auf den Silberpfeil gucken. Zumal Briatore Renault nächstes Jahr sicher auch verläßt.

Und Montoya? Das ist so ein emotionaler Bursche – und der kriegt jetzt so ins Gesicht! Er fährt mit dem Wissen, nur dritte Wahl zu sein. Das wird man an Montoyas Leistungen sehen.

Wohin geht Räikkönen? Abgesehen von dem Alonso-Tiefschlag hat er alle Trümpfe in der Hand. Der wird die Teams jetzt schön bieten lassen: Ferrari, Toyota – alles ist möglich.

Und Michael Schumacher ist das alles egal? Total. Der bleibt eh bei Ferrari. Und wer weiß, vielleicht ist Schumacher ja der große Nutznießer des ganzen Durcheinanders.

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