Fahrschulauto

Fahrschule: Autonomes Fahren und E-Autos

— 17.11.2014

Fahrschule der Zukunft

Machen selbstfahrende Autos Fahrschulen überflüssig? Im Gegenteil, meint die Branche: Je komplizierter die Technik, desto wichtiger sei der Fahrlehrer.

(mit dpa/sb) Moderne Autos bremsen und lenken teils schon ohne Fahrer – doch solche Roboterautos werden Fahrschulen aus Sicht der Branche nicht überflüssig machen. "Mehr denn je wird automatisiertes Fahren einen Fahrlehrer erfordern", sagte der Vorsitzende der Bundesvereinigung der Fahrlehrerverbände, Gerhard von Bressensdorf, heute (14. November 2014) auf dem 5. Fahrlehrerkongress in Berlin. Die Veranstaltung steht unter dem Motto "Veränderungen mitgestalten". Anfänger müssten besonders geschult werden, um die Grenzen solcher Wagen zu erkennen. "Je komplizierter die Systeme, desto wichtiger ist jemand, der das auch vermitteln kann."

Autonome Mercedes S-Klasse "Intelligent Drive"

Testfahrt Mercedes S 500 "Intelligent Drive" Mitfahrt in der autonomen S-Klasse Mercedes S-Klasse mit Autopilot
Autohersteller tüfteln an hochautomatisierten Autos, die beispielsweise bei Kollisionsgefahr von allein bremsen oder ausweichen. Im Extremfall sind sie völlig ohne Zutun eines Fahrers unterwegs. Im Frühjahr hatte Google den Prototypen eines selbstfahrenden Fahrzeugs ohne Lenkrad vorgestellt. In knapp zehn Jahren, so schätzen Autobauer, könnten die ersten autonom fahrenden Autos verkauft werden. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) will von Experten rechtliche Fragen klären lassen. Dobrindt lobte die Arbeit der Fahrschulen ausdrücklich: "Fahrlehrer haben maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die Unfallzahlen für Fahranfänger seit 1991 halbiert hat. Hier ist bereits der richtige Weg eingeschlagen, den es konsequent fortzusetzen gilt. Neben der Sensibilisierung für das umsichtige Fahren von Fahranfängern übernehmen die Fahrlehrer auch im Bereich der Elektromobilität eine Schnittstellenfunktion. Fahranfänger müssen auf neue Mobilitätstechnologien vorbereitet und geschult werden." Deshalb fördere das Verkehrsministerium mit rund 660.000 Euro das Projekt "e-Fahrschule" im Rahmen des Förderprogrammes "Schaufenster Elektromobilität". Unter anderem sollen auch Fahrlehrer im Rahmen des Projektes über die Chancen und Möglichkeiten der Elektromobilität geschult werden.

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