Schnee und Eis

Fahrtipps: Schnee und Eis

— 17.12.2010

Winterdienst hat Vorfahrt

Deutschland versinkt im Schnee. Auf den Straßen herrscht das Chaos, der Räumdienst fährt im Dauereinsatz. So verhalten Sie sich, wenn Sie einem Schneepflug begegnen.

Der Winter hat – zumindest kalendarisch – noch gar nicht richtig angefangen, da reißen die Kosten für Räum- und Streueinsätze bereits tiefe Löcher in die öffentlichen Kassen. Wie der ADAC berechnet hat, kostet der Winterdienst auf den Autobahnen in Deutschland bis zu vier Millionen Euro pro Tag. Ungeachtet dessen dürfen die Autofahrer allerdings nicht automatisch geräumte Straßen erwarten. Die Bundesländer seien für die Verkehrssicherungspflicht auf Autobahnen zuständig, sie räumten und streuten auch nach besten Kräften, so der ADAC – eine tatsächliche Räum- und Streupflicht sieht das Bundesfernstraßengesetz aber nur an besonders gefährlichen Straßenstellen vor.

Räumfahrzeuge überholen: Das empfiehlt der ADAC

Damit der Winterdienst die Straßen räumen kann, sollte ihm immer Vorfahrt gewährt werden.

Die Einsatzkräfte richten sich bei ihrem Kampf gegen Eis, Schnee und Matsch nach speziellen Straßenwetter-Vorhersagen. So kann genau kalkuliert werden, wie viel Feuchtsalz benötigt wird. Besondere Problemstrecken werden für den Winter optimal vorbereitet, indem Taumittel-Sprühanlagen installiert oder eishemmende Asphaltbeläge eingebaut werden. Ist mit Schnee und Eis zu rechnen, machen sich die Winterdienste bis spätestens fünf Uhr morgens bei Kontrollfahrten ein Bild von der Situation. Ist ein Räum- und Streueinsatz notwendig, kann er rechtzeitig vor Einsetzen des Berufsverkehrs erledigt werden. Sind Fahrzeuge des Winterdienstes auf Autobahnen im Einsatz, sollten die Verkehrsteilnehmer besonders vorsichtig sein und Geduld mitbringen. Vor allem Überholvorgänge sollten vermieden werden, denn die Räumfahrzeuge fahren meist gestaffelt im Verband. Zudem ist vor den Räumfahrzeugen mit einem wesentlich schlechteren Fahrbahnzustand zu rechnen als hinter ihnen. Der ADAC rät, den Fahrzeugen mit ausreichendem Abstand zu folgen. Zu dicht auffahrende Autos werden mit Salz und Schneestaub bespritzt.

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