Falscher Sprit

Verdammt, vertankt! Verdammt, vertankt!

Falscher Sprit

— 24.04.2003

Verdammt, vertankt!

Vier Zapfpistolen, ein Griff daneben: Schon ist der falsche Sprit im Tank. Und nun?

Dumm, dümmer, Pizzafahrer. Wir wollen an dieser Stelle nicht verallgemeinern, aber unser Pizzakurier schlachtete seinen Smart auf unglückliche Weise: Er kippte Sprit in den Luftfiltereintritt. Vertankt, Motor abgedankt. Okay, so dumm läuft es meist nicht. Dass man sich vertankt, zur falschen Pistole greift, passiert öfter, wie uns Zuschriften beweisen. Nicht immer ist das gleich ein Drama:

Benzin/Super in Diesel: Für alte Motoren kein Problem, vertragen sie doch bis zu 30 Prozent Otto-Kraftstoff. Bei neuen Common-Rail- oder Pumpe-Düse-Triebwerken sieht das anders aus. Pumpenhersteller warnen: Bereits bei geringen Mengen Benzin kann der Schmierfilm in der Einspritzpumpe reißen. Landet mehr als ein kleiner Schluck im Tank, muss abgelassen werden

Diesel in Benzin: Schon ein kleiner Anteil setzt dem Motor zu. Bei ungefähr fünf Prozent wird er bockig. Tank entleeren.

Normal statt Super macht modernen Motoren wenig Probleme. Sie besitzen in der Regel Klopfsensoren. Bevor es zum schädlichen "Klingeln" kommt, greift die Motorsteuerung ein. Ältere Fahrzeuge ohne Klopfsensoren sollten dagegen vorsichtig gefahren werden. Vollgas vermeiden und so bald wie möglich Super plus nachtanken.

Super in Normal macht keine Schwierigkeiten. Wichtig: Muss der Tank entleert werden, bitte nicht mit einem Staubsauger, wie es Yükel A. aus Hamburg probierte. Ein Funken bereitete der Aktion ein feuriges Ende. Sicherer sind funkgeschützte 12-Volt-Pumpen.

Leider ist bei vielen Tanks der Weg durch den Stutzen versperrt, hier hilft nur Ablassen. Klappt auch das nicht durch Abbau der Kraftstoffleitung oder einen direkten Zugang, muss ausgebaut werden. Kosten: zwischen 150 und 400 Euro.

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