Falträder im Vergleich

Klappfahrräder Klappfahrräder

Falträder im Test

— 20.02.2002

Drahtesel zum Einpacken

Origami - das ist die japanische Kunst des Papierfaltens. Wer einem Meister dieses Fachs bei seinem kniffeligen Handwerk zuschaut, kommt aus dem Staunen nicht heraus. Da entsteht unter geschickten Fingern aus Papier ein kleines Kunstwerk: Schwan, Auto oder ...

Das etwas andere Reserverad

...nein, kein Fahrrad. Aber bei der Konstruktion moderner Falträder könnte durchaus ein Origami-Meister Pate gestanden haben: Hier falten, da kniffen, dort klappen - vor einem steht eine Paket, so groß wie ein Aktenkoffer. Und damit passen die kleinsten Räder sogar in einen Lupo-Kofferraum. Keine Angst! Diese modernen Klapp-Künstler haben wenig mit den labilen, gruseligen Konstruktionen der 70er Jahre gemeinsam. Es handelt sich durch die Bank um Hightech-Geräte, zu Preisen zwischen 1100 und 9500 Mark.

Zwei Grund-Typen unterscheiden wir: Die normal großen (BMW, Mercedes, Montague und Voss) und die winzig kleinen (Birdy, Brompton, Dahoon, Di Blasi und VW/Tango). Klar, dass sich die großen Räder nicht so klein zusammenlegen lassen. In den Kofferraum einer Mittelklasse-Limousine passen sie trotzdem.

Vorteil: Die großen fahren meist besser. Die Mercedes- oder BMW-Mountainbikes sind schon echte Profi-Geräte (4791 Mark/9500 Mark): voll gefedert, perfekte und teure Schaltwerke mit verwirrend vielen Gängen an Bord.

Preise und Testergebnis

Nachteile gibt es trotzdem: Beim Mercedes stört die dünne Bremsscheibe vorn, die beim Radeinbau verbiegen kann. BMW löst dieses Problem mit einer dickeren. Ausstattung und Faltmechanismus vom Montague wirken weniger ausgefeilt. Mit 1206 Mark fährt es aber deutlich preiswerter. Und für den Wochenendradler reicht seine Technik allemal. Das Voss (1790 Mark) lässt sich nur umständlich mit Werkzeug falten.

Im Kofferraum bleiben die kleinen Räder Sieger. Auf der Straße nicht. Das Dahoon Roo (1299 Mark) erinnert nicht nur optisch an ein Klapprad der 70er, es fährt auch so wackelig. Das winzige Di Blasi (1129 Mark) kann es nicht besser.

Geradezu eine Frechheit: das Tango Car Bicycle von Votex/ VW (2980 Mark). Zum Falten braucht man einen dritten Arm, fürs Verladen einen zweiten Mann: Fast 20 Kilo sind viel, radeln bergauf wird zur atemberaubenden Strapaze. Weniger Kompromisse verlangen Birdy (2599 Mark) und Brompton (1663 Mark). Beide rollen gefedert, das Birdy schaltet 21 Gänge, beide klappen einfach genial.

Unsere Kaufempfehlung: Wer aufs Geld achtet, fährt am besten mit Montague oder Brompton. Wer Image und perfekte Technik liebt, steigt auf Mercedes oder Birdy.

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