Feinstaubalarm in Stuttgart

FAQ zum Feinstaubalarm in Stuttgart

— 14.12.2015

Fünf Fragen zum Feinstaub

Stuttgart möchte die Feinstaubproblematik in den Griff bekommen. Was unternimmt die Stadt? Was bringt das? Wer muss sich einschränken? Fragen und Antworten.

In keiner deutschen Stadt ist die Feinstaubbelastung so hoch wie in Stuttgart. Nun möchte die baden-württembergische Stadt dieses Problem in den Griff bekommen. Aber wie schlimm es eigentlich wirklich? Was wollen die Politiker unternehmen? Und wie sieht die Lage in anderen Gegenden aus? Hier einige der wichtigsten Fragen.

Wie hoch ist die Feinstaubbelastung in Stuttgart? Grundsätzlich gilt in Deutschland ein Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. An 35 Tagen pro Jahr darf er laut aktueller Gesetzgebung überschritten werden. In Stuttgart waren es im Jahr 2015 bislang 52 Tage. Was unternimmt die Stadt dagegen?

Unter anderem Tempo-40-Zonen sollen in Stuttgart die Luftverschmutzung reduzieren.

Seit Jahren kämpft die Kommune gegen hohe Feinstaub- und Stickstoffdioxidwerte an – mit bislang mäßigem Erfolg. Es gibt Tempo 40 auf einzelnen Ausfahrtstraßen, ein Durchfahrtverbot für Lastwagen und eine Umweltzone. Es ist sogar schon einmal eine Kehrmaschine gegen Feinstaub eingesetzt worden. Jetzt versucht die Autostadt einen neuen Weg, um das Problem in den Griff zu bekommen: Ab Januar 2015 kann Feinstaub-Alarm ausgerufen werden - per Anzeigetafel am Straßenrand und im Radio. Ist das der Fall, sollen die Stuttgarter freiwillig auf ihr Auto verzichten.
Alles zum Thema CO2-Emission

Was bringt der neue Feinstaub-Alarm?
Das wird sich zeigen. Für die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ist der Appell, freiwillig aufs Auto zu verzichten und Bus oder Bahn zu fahren, aber kein großer Wurf. Der Verkehr müsse drastisch reduziert werden, fordert DUH-Chef Jürgen Resch – und zwar mit kurzfristigen Maßnahmen. Beispielsweise Fahrverbote anhand der Endzahlen auf den Kennzeichen (wie es sie schon in Paris gab) oder die „Aussperrung schmutziger Dieselfahrzeuge”. Könnte es zu einem Diesel-Fahrverbot kommen?
Wohl eher nicht, der Widerstand gegen eine solche Maßnahme wäre zu groß. Stuttgarts grüner Oberbürgermeister Fritz Kuhn machte aber deutlich, dass es nicht bei freiwilligen Maßnahmen bleiben könne, sollte das nun vorgestellte Konzept nicht greifen. Er forderte die Verantwortlichen in Berlin auf, die gesetzlichen Möglichkeiten für eine City-Maut oder eine Nahverkehrsabgabe zu schaffen. Auch Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) hatte sich bereits für eine solche City-Maut stark gemacht – ohne Erfolg. Er will sich offenbar auch nicht noch einmal für ein solches Modell einsetzen: "Ich laufe nicht mehrfach gegen dieselbe Wand", sagte der Minister bei der Vorstellung des Konzepts zum Feinstaub-Alarm.

Warum ist gerade in Stuttgart die Luft so schlecht?
Probleme mit der Luft gibt es zwar auch in Berlin, Frankfurt/Oder oder in Leipzig. Aber nirgendwo sonst in Deutschland werden die Feinstaub-Grenzwerte so oft überschritten wie in Stuttgart. Grund dafür ist die Kessellage der Stadt: Die Partikel werden schlicht nicht oder zumindest nicht so gut hinausgeweht. 

Stichworte:

CO2-Emission Feinstaub

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