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Faraday Future Crossover/SUV (2019): News und Infos

— 10.05.2017

Neue Eindrücke vom FF91

2019 soll der Faraday Future FF91 auf den Markt kommen. Schon jetzt gibt es ein Werbevideo vom Über-Elektro-SUV, das Tesla Konkurrenz machen soll!

Serie hin, Serie her – der FF91 sieht immer noch ziemlich futuristisch aus.

Nebel wabert durch dunkle, majestätische Wälder. Fast erwartet man ein mystisches Wesen, das zwischen den Tannen hervorschießt. Doch was kommt hervor? Ein FF91, der schließlich durchs Bild saust. Passt auch, schließlich ist das raumschiffartige Elektro-SUV sagenumwoben, seit Autobauer Faraday Future es auf der CES in Las Vegas im Januar 2017 erstmals vorstellte. Noch schneller als der schnellste Tesla soll der FF91 sein, noch luxuriöser und noch viel autonomer. Nun geben die Chinesen mit einem rund einminütigen Werbevideo einen ersten Blick auf eine sehr seriennahe Variante des Elektrorenners frei. Der Marktstart soll 2019 erfolgen, Preise sind noch nicht bekannt.

In 2,39 Sekunden soll Tempo 100 anliegen

Der FF91 soll in 2,39 Sekunden auf Tempo 100 sein und jede Menge Features an Bord haben.

Gezeigt wird in dem Spot das designtechnisch recht futuristisch anmutende E-SUV (oder ist es ein Crossover?) bei der Fahrt durch Natur und Stadt – was wohl nicht nur andeuten soll, dass der FF91 sich sowohl in der City als auch als Langstreckenauto gut macht, sondern gleichzeitig auf sehr geschickte Weise die Themen Umweltfreundlichkeit und Zukunftstechnologie transportiert. Eindrucksvoll scheint auch die Beschleunigung des FF91 zu sein. Muss ja auch, glaubt man dem Datenblatt: Angetrieben von einem 1065 PS starken E-Motor-System (wahlweise Heck- oder Allradantrieb) wird der 5,25 Meter lange, in Monocoque-Bauweise gefertigte Stromer laut Hersteller in 2,39 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt – schneller als ein Ferrari. Und vor allem: Schneller als Tesla Model S oder X.

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Die Reichweite der 130-kWh-Batterie beträgt laut Faraday Future mehr als 700 Kilometer; sie soll an einer speziellen Schnellladeeinrichtung in nur einer Stunde komplett aufgeladen werden können. An der im Lieferumfang enthaltenen Heim-Ladestation (240 Volt) dauere es 4,5 Stunden, um den Akku halb aufzuladen.

Gesichtserkennung und höchste Personalisierbarkeit

Nicht nur leistungstechnisch setzt der chinesische Autobauer Duftmarken. Optisch wirkt der FF91 recht futuristisch: An der rundgelutschten Silhouette, deren Form der Aerodynamik und damit mehr Reichweite geschuldet ist, fallen die schmalen, über die gesamte Breite gezogenen Leuchten an Front und Heck und die bereits als Markenzeichen etablierte "UFO"-Designlinie an den Flanken ins Auge. Die Außenspiegel werden durch Kameras ersetzt und in Ländern, in denen dies erlaubt ist, sogar ganz weggelassen. Der große Lidar-Knubbel, der früher noch auf der Motorhaube saß, ist im Video nicht mehr zu erkennen.

Die Frontpartie kommt mit einer breitgezogenen Leuchtengrafik, in der Mitte prangt das FF-Logo.

Das Auto soll den Besitzer am Gesicht erkennen können und bei seinem Näherkommen automatisch die Türen öffnen (Sensoren achten darauf, dass es keinen Macken gibt). Auf Wunsch leuchtet zudem per LED an der B-Säule ein individuelles Begrüßungsmuster und im Inneren wird alles gemäß einer personalisierten Voreinstellung für den Fahrer vorbereitet – von der Sitzposition (feinstes Gestühl mit Massage-, Heiz- und Kühlfunktion) bis zur Lieblingsmusik. Für alle Reisenden gibt es dank des enormen Radstands (3,20 Meter) und der großen Spurbreite reichlich Platz.

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36 Kameras und Sensoren fürs autonome Fahren

Die Außenspiegel werden durch Kameras ersetzt. Wenn dies im jeweiligen Land erlaubt ist. 

Überhaupt soll eine Fahrt im FF91 einem Wohlfühlprogramm gleichen. Nicht nur, weil das von Investor LeEco entwickelte Infotainmentsystem in der Lage ist, "das digitale Leben" des Fahrers ins Auto zu übertragen, sodass der Zugriff auf sämtliche Lieblings-Apps gesichert ist, wie es in der Pressemitteilung heißt. Sondern weil das E-SUV – genau wie Konkurrent Tesla – quasi von alleine fahren kann. Insgesamt 36 Sensoren (zehn hochauflösende Kameras, 13 Radargeräte, zwölf Ultraschallsensoren sowie ein 3D-Lidar-Sensor) unterstützen den Fahrer; das sind sogar mehr als bei den Musk'schen Modellen. Einparken kann der FF91 schon heute wunderbar alleine, wie in Las Vegas demonstriert wurde. Inwieweit das Auto aber tatsächlich in der Lage ist oder sein wird, autonom zu fahren, ist noch nicht bekannt. 
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Nach 36 Stunden mehr als 64.000 Registrierungen

Auch am Heck: ein breitgezogenes Leuchtenband.

Nach der Enthüllung auf der Consumer Electronics Show (CES, 5. bis 8. Januar 2017) in Las Vegas konnten sich Kaufinteressenten aus den USA, Kanada und China gegen eine Anzahlung von 5000 Dollar bereits auf der Homepage von Faraday Future registrieren. Nach eigenen Angaben gingen in weniger als 36 Stunden mehr als 64.000 Registrierungen ein, obwohl Preise noch nicht genannt wurden. Das berichtete die Automobilwoche. Zuletzt war von diversen Medien gemeldet worden, die Zukunft der Firma und somit auch die Produktion des FF91 sei aufgrund finanzieller Probleme ungewiss.

Demnach hatte sich der chinesische Investor LeEco angeblich mit der Doppelbelastung aus Faraday Future und der Entwicklung eines eigenen E-Autos übernommen. Faraday selbst soll zu schnell expandiert und strategische Fehler begangen haben. Laut dem US-Portal The Verge haben Zulieferer Faraday bereits wegen unbezahlter Rechnungen verklagt und leitende Angestellte verlassen das Unternehmen. 

Technische Daten Faraday Future FF91 (Stand Januar 2017) Antrieb: zwei E-Motoren • Leistung: 1065 PS • 0-100 km/h: 2,39 Sekunden • Vmax: k.A. • Reichweite: 700 Kilometer • Länge: 5250 mm • Breite 2283 mm • Höhe: 1598 mm • Radstand: 3200 mm • Preis: k.A.

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Autor: Maike Schade

Stichworte:

SUV

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