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Faraday Future Crossover/SUV (CES 2017): Vorstellung

— 06.01.2017

Faraday meldet große Nachfrage

Faraday Future hat auf der CES sein erstes Serienmodell FF91 vorgestellt. Der chinesische Autobauer meldet ein riesiges Interesse am Elektro-SUV!

Der FF91 soll in 2,39 Sekunden auf Tempo 100 sein und jede Menge Features an Bord haben.

Faraday Future (FF) hat auf der Consumer Electronics Show (CES, 5. bis 8. Januar 2017) in Las Vegas sein Elektro-SUV FF91 enthüllt. 2018 soll erste Serienmodell des chinesischen Autobauers, der Tesla Konkurrenz machen will, auf dem Markt sein. Das kündigte Entwicklungschef Nick Sampson am 3. Januar 2017 an. Reservierungen sind aus den USA, Kanada und China gegen eine Anzahlung von 5000 Dollar bereits auf der Homepage von Faraday Future möglich. Nach eigenen Angaben gingen in weniger als 36 Stunden mehr als 64.000 Registrierungen ein, obwohl Preise noch nicht genannt wurden. Das berichtete die Automobilwoche. Zuletzt war von diversen Medien gemeldet worden, die Zukunft der Firma und somit auch die Produktion des FF91 sei aufgrund finanzieller Probleme ungewiss.

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In 2,39 Sekunden auf Tempo 100

Sollte das E-SUV (oder ist es ein Crossover?) aber wie nun auf der CES vorgestellt gebaut werden, wird es tatsächlich in mancherlei Hinsicht neue Maßstäbe setzen. Angetrieben von einem 1065 PS starken E-Motor-System (wahlweise Heck- oder Allradantrieb) wird der 5,25 Meter lange, in Monocoque-Bauweise gefertigte Stromer laut Hersteller in 2,39 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt – schneller als ein Ferrari. Und vor allem: schneller als ein Tesla Model S oder X.  Die Reichweite der 130-kWh-Batterie beträgt laut Faraday Future mehr als 700 Kilometer; sie soll an einer speziellen Schnellladeeinrichtung in nur einer Stunde komplett aufgeladen werden können. An der im Lieferumfang enthaltenen Heim-Ladestation (240 Volt) dauere es 4,5 Stunden, um den Akku halb aufzuladen.

Gesichtserkennung und höchste Personalisierbarkeit

Nicht nur leistungstechnisch setzt der chinesische Autobauer Duftmarken. Optisch wirkt der FF91 recht futuristisch: An der rundgelutschten Silhouette, deren Form der Aerodynamik und damit mehr Reichweite geschuldet ist, fallen die schmalen, über die gesamte Breite gezogenen Leuchten an Front und Heck und die bereits als Markenzeichen etablierte "UFO"-Designlinie an den Flanken ins Auge. Die Außenspiegel werden durch Kameras ersetzt und in Ländern, in denen dies erlaubt ist, sogar ganz weggelassen.

Die Frontpartie kommt mit einer breitgezogenen Leuchtengrafik, in der Mitte prangt das FF-Logo.

Das Auto soll den Besitzer am Gesicht erkennen können und bei seinem Näherkommen automatisch die Türen öffnen (Sensoren achten darauf, dass es keinen Macken gibt). Auf Wunsch leuchtet zudem per LED an der B-Säule ein individuelles Begrüßungsmuster und im Inneren wird alles gemäß einer personalisierten Voreinstellung für den Fahrer vorbereitet – von der Sitzposition (feinstes Gestühl mit Massage-, Heiz- und Kühlfunktion) bis zur Lieblingsmusik. Für alle Reisenden gibt es dank des enormen Radstands (3,20 Meter) und der großen Spurbreite reichlich Platz.

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36 Kameras und Sensoren fürs autonome Fahren

Die Außenspiegel werden durch Kameras ersetzt. Wenn dies im jeweiligen Land erlaubt ist. 

Überhaupt soll eine Fahrt im FF91 einem Wohlfühlprogramm gleichen. Nicht nur, weil das von Investor LeEco entwickelte Infotainmentsystem in der Lage ist, "das digitale Leben" des Fahrers ins Auto zu übertragen, sodass der Zugriff auf sämtliche Lieblings-Apps gesichert ist, wie es in der Pressemitteilung heißt. Sondern weil das E-SUV – genau wie Konkurrent Tesla – quasi von alleine fahren kann. Insgesamt 36 Sensoren (zehn hochauflösende Kameras, 13 Radargeräte, zwölf Ultraschallsensoren sowie ein 3D-Lidar-Sensor) unterstützen den Fahrer; das sind sogar mehr als bei den Musk'schen Modellen. Einparken kann der FF91 schon heute wunderbar alleine, wie in Las Vegas demonstriert wurde. Inwieweit das Auto aber in der Lage ist oder sein wird, autonom zu fahren, ist noch nicht bekannt. 
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Zukunft der Firma scheint ungewiss

Genau wie nach jüngsten Insiderberichten noch in den Sternen steht, ob der elektrische Crossover im Serientrimm tatsächlich auf die Straßen rollt. Aufgrund von finanziellen Problemen der Firma könnte das Unterfangen sogar komplett vor dem Aus stehen, denn der chinesische Investor LeEco habe sich angeblich mit der Doppelbelastung aus Faraday Future und der Entwicklung eines eigenen E-Autos übernommen. Faraday selbst soll zu schnell expandiert und strategische Fehler begangen haben. Laut dem US-Portal The Verge haben Zulieferer Faraday bereits wegen unbezahlter Rechnungen verklagt und leitende Angestellte verlassen das Unternehmen. 

Technische Daten Faraday Future FF91 Antrieb: zwei E-Motoren • Leistung: 1065 PS • 0-100 km/h: 2,39 Sekunden • Vmax: k.A. • Reichweite: 700 Kilometer • Länge: 5250 mm • Breite 2283 mm • Höhe: 1598 mm • Radstand: 3200 mm • Preis: k.A.

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Autor: Maike Schade

Stichworte:

SUV

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