Faszination BMW M3

Faszination BMW M3 Faszination BMW M3

Faszination BMW M3

— 05.06.2008

Alpenglühen am Ring

Mit rauchenden Reifen über den Salzburgring, mit 8000 Umdrehungen die Roßfeldhöhenringstraße rauf – für neun autobild.de-Leser erfüllte sich bei der "Faszination M3" ein Jugendtraum.

Kaiserwetter in Salzburg. Liegt es am Franz? Fußball-Legende Beckenbauer wohnt schließlich nur einen Steinwurf entfernt. Interessiert heute aber nicht die Bohne, der Kaiser. Vor dem Hotel stehen sie, die neun 420-PS-Renner, die BMW zur "Faszination M3" nach Österreich verfrachtet hat. Aufgereiht wie an einer Perlenschnur. Alle sind da – Limousine, Coupé und Cabrio. Dass der offene M3 erst am 31. Mai 2008 eingeführt wird und sie ihn somit als eine der ersten fahren dürfen, wissen die meisten autobild.de-Gewinner zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Um so größer ist in der Folgezeit die Hatz nach einem Platz in der Frischluft-Variante. Ebenso beliebt: die Modelle mit dem neuen Doppelkupplungsgetriebe inklusive Schaltwippen am Lenkrad. Nach einer kurzen Einweisung der Instruktoren Walter Haupt und Florian Staiger dürfen die Teilnehmer in den Autos Platz nehmen. Das Lächeln in den erwartungsfrohen Gesichtern, mit dem die Piloten in ihre Vehikel klettern, sollte sich übrigens bis zur offiziellen Verabschiedung am 25. Mai nicht mehr verziehen. Nach kurzer Fahrt – "Leichtes Anrollen, Männer", wie Fahrtrainer Haupt süffisant über Funk erklärt – ist der erste Tatort erreicht: der Salzburgring. Um punkt 14 Uhr schaltet die Ampel auf grün und es geht gleich voll zur Sache.

In den Gesichtern der Teilnehmer macht sich ein Dauergrinsen breit

Highspeed-Slalom um Pylonen und anschließende Notbremsung heißt die erste Übung. Die Vierliter-V8 zeigen zum ersten Mal, wie schön hoch sie brüllen können, die Bremsen beißen ordentlich zu. Es herrscht Raubtierstimmung am Ring. Eine Viertelstunde später ist die Pflicht erledigt. Auf zur Kür: Runden drehen auf dem rund 4,2 Kilometer langen Kurs. Weiterhin keine Atempause, den tapferen Hobby-Rennfahrern wird alles abverlangt. Doch angestrengt oder gar erschöpft wirken sie nicht. Das Dauergrinsen hebt die Mundwinkel nach wie vor weit nach oben. "Ach, wie schön", schwärmt Gewinner Ingo Bauer nach den ersten zwei Runden. "Das ist einfach nur geil." Auch die anderen Kandidaten geraten immer mehr ins Schwärmen. Angeführt von den Instruktoren, die vorweg fahren, kommen sie der Ideallinie Runde um Runde näher.

Ran an die Kampflinie: Fachkundige Anleitung auf abgesperrter Strecke

Elf M3 im Anflug. 4620 PS auf der Start-Ziel-Geraden. Das V8-Gebrüll verursacht Gänsehaut.

Auf der langen Geraden hinter der Boxengasse zeigt die Tachonadel schon nach kurzer Zeit satte 220 km/h an. In der ersten Runde waren gerade mal 180 Sachen drin. "So langsam sind wir auf Kampflinie", freut sich Trainer Haupt. Andreas Lauer aus Hamm, auch privat BMW-Fahrer, frohlockt: "Das ist ein absolutes Highlight hier. Fachkundige Anleitung auf abgesperrter Strecke – Autofahren kann nicht schöner sein." Bei Markus Werner, der seinem eigenen Auto solche Strapazen nicht antut, schwingt neben aller Euphorie auch ein wenig Mitleid für die strapazierte M3-Familie mit: "Die Bremsen möchte ich nicht sein", erklärt er, während er voll in die Eisen steigt.

Bei den Nostalgikern unter den Teilnehmern erhöht sich kurze Zeit später der Puls um weitere zehn Schläge, als der BMW Coupé Club mit einer großen Flotte an Fahrzeugen der Baureihe E9 anrückt und ebenfalls eine gehörige Portion Gummi auf der Strecke lässt. Bei anschließenden "Benzin-Gesprächen" während einer Stadtführung und beim Abendessen wird heftig über die Eindrücke des ersten Tages diskutiert. Ein besonders beliebter Gesprächspartner ist "Nocken-Paul" Rosche, der das ganze Event begleitet. Rosche war in den 1980er Jahren für das Formel-1-Turbomotorenprojekt von BMW verantwortlich und entwickelte die erste Nockenwelle.

"Aufi auf'n Berg" – mit viel Kurven und krasser Steigung

Nur Fliegen ist schöner. Bei herrlichem Sonnenschein erobern die M3-Piloten die kurvige Roßfeldhöhenringstraße.

Am nächsten Tag wartet nach einem Besuch bei Schnitzer Motorsport ein weiteres Fahr-Schmankerl. Es geht ins Berchtesgadener Land, hinauf zum Ahornkaser über unzählige Serpentinen. Besonderes Bonbon: BMW hat ein Teilstück der Roßfeldhöhenringstraße gesperrt. Das bedeutet: freies Fahren mit vielen Kurven und bis zu 13 Prozent Steigung. Christian Waidele, der Richard Gere unter den Teilnehmern, stellt zu diesem Programmpunkt treffend fest: "Davon träumt Mann. Das darf man ja sonst nie!" Das "Kaiserwetter" spielt immer noch prächtig mit, wer im Cabrio sitzt, bekommt zu all dem Fahrspaß auch noch eine ordentliche Portion Frühlingsbräune verpasst. Selbst Tempo-Fanatiker Andreas Gühring, der im letzten Winterurlaub mit 118 km/h auf Skiern unterwegs war, ist vom kurvigen Geschwindigkeitsrausch angetan: "Genial – was für eine sensationelle Strecke."

Selbst die Alpen-Olympiade wird mit Bravour bewältigt

Nageln mit Richard-Gere-Double Christian Waidele (links). Auch beim Rahmenprogramm herrschte ausgelassene Stimmung.

Auf der Fahrt ins Hotel am Abend lassen die neun Kandidaten ihre V8-Motoren dann zum letzen Mal in den engen Gassen Salzburgs zu einem kraftvollen Konzert ertönen. Doch das Programm ist noch lange nicht zu Ende. Beim Abendessen in einem urigen Forsthaus im Salzburger Land wartet mit der Alpen-Olympiade eine weitere riesige Herausforderung. Disziplinen: Kuhmelken, Maßkrug-Stemmen, Schnaps-Riechen und Wett-Nageln. Auch hier schlagen sich die neun M3-Piloten bravourös und zeigen vollen Einsatz. Das rundum gelungene Wochenende mit permanentem Kaiserwetter wird landestypisch mit einem klassischen Kaiserschmarrn abgeschlossen.

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