Ferrari auf dem Genfer Autosalon 2010

Ferrari auf dem Genfer Autosalon 2010

— 02.03.2010

Ferrari wird in Genf ganz grün

Ferrari spart: Ein 599 GTB Fiorano mit einem HY-KERS genannten System soll 35 Prozent weniger verbrauchen. Er steht genauso auf dem Genfer Autosalon wie ein California mit Start-Stopp-System.

Ferrari hat ein Problem: Die Supersportler der Italiener sind nicht nur sauschnell und bärenstark, sondern sie verbrennen auch reichlich Sprit. Nicht mehr salonfähig in diesen Tagen, in denen mehr über CO2-Ausstoß denn über Pferdestärken diskutiert wird. Doch für den Genfer Autosalon 2010 (4. bis 14. März) stellt Ferrari zwei Lösungen vor. Nummer eins: Ein 599 GTB Fiorano HY-KERS "vettura laboratorio" (experimenteller Träger). Das KERS (Kinetic Energy Recovery System) kennen wir aus der Formel 1, es sammelt die Bremsenergie und wandelt sie in einem Generator in elektrische Energie um, die in Akkus gespeichert wird. In der Rennserie wird diese Energie abgerufen, um mehr Power bei Überholvorgängen zu haben. Im 599 GTB Fiorano HY-KERS "vettura laboratorio" soll das System vor allem Sprit sparen, und zwar bis zu 35 Prozent im kombinierten Zyklus. Der Fiorano mit V12-Power und 620 PS genehmigt sich normalerweise rund 21 Liter auf 100 Kilometern, mit HY-KERS könnten es 14 Liter werden.

Vorschau: Die Stars vom Genfer Autosalon 2010

Vorsicht Hochspannung: Mit HY-KERS soll der Foirano 35 Prozent weniger Sprit konsumieren.

Dazu verbaut Ferrari einen etwa 40 Kilo schweren Elektromotor hinter dem aus der Formel 1 adaptierten Doppelkupplungs-Getriebe. Die Akkus sitzen im Unterboden, so soll die Balance des Autos nicht leiden. Cockpit und auch der Kofferraum bleiben unberührt. Besonders im Stadtverkehr soll HY-KERS helfen, den Verbrauch drastisch zu reduzieren, weil der E-Motor beim Stop-and-go-Verkehr mitschiebt. Laut Ferrari könnte das System in allen künftigen Modellen verbaut werden werden, unabhängig davon, ob es einen Acht- oder Zwölfzylinder-Motor hat. Doch noch ist HY-KERS Zukunftsmusik, der in Genf gezeigte 599 GTB Fiorano ist ein Versuchsträger. Lösung Nummer zwei ist dagegen bereits serienreif: Der Ferrari California bekommt eine Start-Stopp-Automatik und steht in Genf bereits mit diesem System. Sechs Prozent weniger Verbrauch und CO2 soll der California so ausstoßen, statt 307 bläst er dann 280 Gramm pro Kilometer in die Luft.

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