Ferrari California T (Genf 2014): Sitzprobe

Ferrari California T Ferrari California T Ferrari California T

Ferrari California T (Genf 2014): Sitzprobe

— 10.03.2014

Wir saßen im neuen Ferrari California

Der Ferrari California kommt erstmals mit einem 560 PS starken Bi-Turbo. Was sich beim Facelift außer dem Motor ändert, erfahren Sie hier.

Der Turbo ist zurück. Erstmals nach dem F40 (1987-1992) kommt wieder ein Ferrari mit aufgeladenem Motor. Im California Facelift steckt ein 3,9-Liter-Bi-Turbo-V8 mit 560 PS und 755 Newtonmeter Drehmoment. Das modifizierte Triebwerk aus dem Maserati Quattroporte leistet 70 PS mehr als der 4,3-Liter-V8-Sauger des Vorgängers (California 30, seit 2012) – bei angeblich 0,6 Liter geringerem Verbrauch. Was hat sich außer dem Antrieb am California geändert? Wir haben auf dem Genfer Autosalon genau hingesehen.

Der 2+2-Sitzer wirkt markanter

Im California T steckt ein 3,9-Liter-Bi-Turbo-V8 mit 560 PS und 755 Newtonmeter Drehmoment.

Der Grill des California T ist im Gegensatz zum Modelljahr 2012 gewachsen. Die hohe Hubraumleistung des neuen Motors erforderte einen um 20 Prozent größeren Kühler. Die seitlichen Einlassöffnungen in den vorderen Kotflügeln enthalten die Ladeluftkühler für den Turbomotor. Am Heck sind die Endschalldämpfer nicht mehr übereinander angeordnet, sondern nebeneinander. Der Diffusor zwischen den Auspuffrohren hat zugelegt. Optisch wirkt der 2+2-Sitzer durch die Luftöffnungen an der Front markanter und von hinten breiter. Ansonsten behält er seine Proportionen bei. Das Hardtop verschwindet nach wie vor binnen 14 Sekunden im Kofferraum.

Die Highlights des Genfer Salons 2014

Neue Schaumstoffe in den Vordersitzen sorgen für mehr Komfort. Der ausgezeichnete Seitenhalt bleibt auch nach veränderter Form des Gestühls erhalten. An den Rückenlehnen gibt es jetzt Staunetze für kleinere Gegenstände. Am äußerst griffigen Lenkrad fehlt der Lenkradstock. Wischerschalter und Blinker-Betätigung wanderten in das Steuer. So bleiben die Hände in der Viertel-Vor-Drei-Stellung, wo sie bei einem 560-PS-Sportler stets hingehören.

Blinker und Wischer lassen sich direkt vom Lenkrad aus bedienen.

Und noch ein Schalter ist hinzugekommen: Links unter dem Blinker-Hebel lassen sich neuerdings die Dämpfer unabhängig vom Fahrmodi ändern. Die Modi werden bei Ferrari traditionell über den roten Regler rechts eingestellt. Der sogenannte Manettino-Schalter regelt in den Einstellungen Komfort und Sport die Gaspedal-Kennlinie, Geschwindigkeit der Schaltbox und eben die Härte der Stoßdämpfer. Außerdem lässt sich darüber das neu abgestimmte ESP abschalten. Die F1-Schaltwippen für das 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe fallen größer aus, sind besser zu betätigen.

Marktstart ist im Juni 2014

In der Mitte des mit feinem Leder bezogenen Armaturenbretts liegt zwischen den beiden Luftaustrittsöffnungen eine weitere Neuerung: das Performance Engineer (TPE) Display. Es reagiert auf Berührung und zeigt an, wie man die Leistung des neuen Motors am effizientesten nutzt. Es gibt fünf verschiedene Darstellungen: Zeit, Außentemperatur, Turbodruck sowie optimale Motor-Kraft-Nutzung und Spritspar-Hilfe.

Video: Ferrari California T

Offizieller Trailer

Eine Spielerei, die auf Grund der Plastikeinfassung nicht so richtig ins hochwertige Cockpit des California passen will. Über den 6,5-Zoll-Touchscreen sollen sich künftig bestimmte Anwendungen von Apples iPhone bedienen lassen. Ein USB-Anschluss steckt unter der Armauflage. Davor liegt die sogenannte F1-Brücke mit Getriebesteuerungsfunktionen: Automatik, Launch-Control und Rückwärtsgang. Weil sie beim Facelift gewölbter ist als zuvor, gibt es unter ihr eine neue Ablagefläche – praktisch. Marktstart für das überarbeitete Einsteigermodell von Ferrari ist im Juni 2014. Preise sind noch nicht bekannt, sollen aber im Bereich des Vorgängers liegen, der bei gut 180.000 Euro startete.
Robin Hornig

Fazit

Die Formel-1-Renner fahren dieses Jahr mit Turbomotoren, warum dann auch nicht ein Ferrari mit Straßenzulassung?! Letztlich wird sich zeigen, was der Motor kann. Eines ist nach der ersten Sitzprobe aber schon klar: Durch viele Änderungen im Cockpit, ist der California T alltagstauglicher als sein Vorgänger.

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Cabrio Sportwagen

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