Ferrari F12 Berlinetta: Autosalon Genf 2012

— 29.02.2012

Ferraris stärkstes Pferd

Auf dem Genfer Salon 2012 feiert der Ferrari F12 Berlinetta Premiere. Mit 740 PS ist der Nachfolger des 599 GTB der bislang stärkste Seriensportler aus Maranello.

Der Name klingt eher unscheinbar. F12 Berlinetta heißt der Nachfolger des Ferrari 599. Doch mit 740 PS aus einem 6262 Kubikzentimeter großen V12 soll er die Kräfteverhältnisse bei den Supersportlern neu ordnen. Optisch setzt der künftige Ober-Ferrari dabei auf weniger dramatische Formen als etwa ein Lamborghini Aventador, will vor allem den asiatischen und amerikanischen Geschmack treffen. Technisch zeigt er dagegen keinerlei Zurückhaltung. Im Gegenteil. Mit 740 PS und 690 Nm Drehmoment (bei 2500/min schon 80 Prozent davon) reißt der bislang stärkste Serien-Ferrari den 100-km/h-Sprint in 3,1 Sekunden ab, Tempo 200 erreicht er nach 8,5 Sekunden, erst oberhalb von 340 km/h soll der 1525 Kilo schwere Alu-Carbon-Renner am Ende sein.

Überblick: Die Stars auf dem Autosalon Genf 2012

Bildergalerie

Genfer Autosalon Vorschau 2012
Drehzahlen bis 8700 Touren, F1 Doppelkupplungsgetriebe, Transaxlebauweise (Motor vorn, Antrieb und Getriebe hinten) und hecklastige Gewichtsverteilung (54 Prozent hinten) sollen für ein überwältigendes Fahrerlebnis sorgen. Der Mixverbrauch von 15 l/100 km dürfte dann aber kaum machbar sein. Das in Zusammenarbeit mit Pininfarina gezeichnete Coupé soll dank verkürzten Radstands, neuer Hinterachs-Architektur und verbesserten Adaptiv-Fahrwerks (passt die Dämpferhärte automatisch an) alles besser können als der Vorgänger.

Übersicht: Alle News und Tests zum Ferrari 599 GTB

Dafür sprechen neben 70 Kilo Mindergewicht auch die kompakteren Abmessungen. Überall schrumpft der F12 Berlinetta leicht, misst jetzt 4,62 Meter in der Länge, macht sich 1,94 Meter breit und trägt das Dach nur 1,27 Meter flach über dem Asphalt. Anfang 2013 erwarten wir den F12 auf der Straße, Preise fehlen noch. Unscheinbar werden die aber wohl nicht.
Ferrari F12 Berlinetta: Technische Daten
Motor
Typ V12, 65 Grad
Hubraum 6262 cm3
Leistung 740 PS bei 8500 U/min
max. Drehmomebt 690 Nm bei 6000 U/min
Abmessungen
Länge 4618 mm
Breite 1942 mm
Höhe 1273 mm
Trockengewicht 1525 kg
Gewichtsverteilung vorne 46 Prozent / hinten 54 Prozent
Leistungsgewicht 2,1 kg/PS
Fahrleistungen
Höchstgeschwindigkeit über 340 km/h
0-100 km/h 3,1 Sek.
Verbrauch und Emissionen
Verbrauch kombiniert 15,0 l/100 km
CO2-Ausstoß 350 g/km
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Kommentare zum Artikel (32)

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dobermann
28.05.2012, 20:03Uhr

schade dass es so viele neider gibt. kann mir dieses auto wahrscheinlisch auch niemals leisten; finde es aber toll, ein solches fahrzeug auf der strasse zu sehen. Einen Porsche vergleiche ich übrigens nicht mit einem Ferrari.Das wäre der gleiche Vergleich wie Lada und Mercedes!

xerxes
06.03.2012, 22:04Uhr

Würde mich interessieren, wieviele Jahrzente die diversen Kritiker (nichts neues, kein richtiger Sportwagen etc.) sparen müssten, um sich nur mal eine Fahrt in sowas leisten zu können. Peinlich.

Fritzchen
05.03.2012, 09:17Uhr

@robi123: Die Ferrari-Fahrer waren nicht gemeint. Es geht eher um das junge Dumm-Volk im Straßenverkehr und die Schreiber von \"Brumm-brumm-Kommentaren\".

robi123
04.03.2012, 17:55Uhr

@Fritzchen
Da muss man differenzieren. Die von Dir beschriebene Gruppe erlebe ich leider täglich im Berufsverkehr. Fahren aber ganz normale Autos und benehmen sich, als ob die StVO für sie nicht gilt. Ferrarifahrer sind meist ältere, gut situierte Herren, die so ein Gehabe längst nicht mehr nötig haben und ihre Autos nur ab und zu ausfahren und Spaß daran haben.

Fritzchen
03.03.2012, 10:45Uhr

Anscheinend gibt es immer noch die Gruppen der Jüngeren, die ihre vielleicht noch postpubertär motivierte Rivalität mit der ganzen Welt gerne auf der Straße austragen. Die das Rasen, Drängeln, Schneiden als persönlichen Sieg über den Anderen, die Loser, feiern, als Ausweis ihrer Überlegenheit. In einigen Jahrzehnten werden Sie in den Geschichtsbüchern als männliche Primaten der modernen Welt bezeichnet werden. Und Fritzen wird verwundert die Lehrerin fragen: \"Wie kam es zu dieser männlichen Dummheit Frau Lehrerin?\"

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