Heck Ferrari 458 Italia

Ferrari soll an die Börse

— 30.10.2014

Pferd trifft Bulle und Bär

Fiat-Chef Sergio Marchionne macht beim Konzernumbau weiter Tempo. Nach der Fusion mit Chrysler folgt nun ein spektakuläres Vorhaben: Ferrari soll abgespalten und zum Teil an die Börse gebracht werden.

(dpa) Der Autobauer Fiat Chrysler will seine legendäre Sportwagentochter Ferrari abspalten und an die Börse bringen. Damit treibt Konzernchef Sergio Marchionne kurz nach der Fusion mit Chrysler den Umbau weiter voran. Fiat kündigte den Börsengang von Ferrari am Mittwoch (29. Oktober 2014) nach einer Sitzung des Verwaltungsrats an. An der Börse wurde das Vorhaben bejubelt.

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Fiat-Chef Sergio Marchionne will den Rückstand zu Toyota und VW aufholen – und 2018 in Rente gehen.

Der Plan, der im kommenden Jahr umgesetzt werden soll, sieht vor, dass zehn Prozent der Ferrari-Aktien auf den Markt kommen und die übrigen Anteile an die FCA-Aktionäre gehen. Gehandelt werden soll das Papier in den USA und möglicherweise auch in Europa. Wieviel der Ferrari-Anteil wert ist, wollte Marchionne nicht beziffern. "Aber ich glaube, wir werden alle angenehm überrascht sein, wenn die Platzierung läuft." Vorausgegangen war ein Machtkampf zwischen dem wenig konfliktscheuen Italo-Kanadier und dem langjährigen Ferrari-Chef Luca di Montezemolo, der am Ende den Kürzeren zog. Marchionne leitet den Sportwagenbauer nun selbst und will ihn in der Formel 1 wieder in die Erfolgsspur führen. "Ein Ferrari, der auf der Rennstrecke nicht gewinnt, ist kein Ferrari", sagte er Anfang Oktober auf dem Pariser Autosalon.

Fiat-Chef Marchionne kündigt Abschied an

Fiat-Chef Sergio Marchionne Fiat-Chef Sergio Marchionne
Es ging aber nicht nur um die sportliche Bilanz. Marchionne, der für 2018 seinen Ausstieg bei Fiat Chrysler angekündigt hat, hatte wiederholt betont, dass Ferrari im Konzern unterbewertet sei. Den Kern von Ferrari werde der Chefwechsel nicht verändern, hatte Marchionne auf dem Autosalon noch beteuert. Aber die Besitzverhältnisse des Unternehmens offensichtlich sehr wohl. Marchionne, der angeblich selber ein halbes Dutzend Ferrari-Modelle in seiner Garage stehen hat, krempelt den italienischen Autobauer gerade komplett um: Erst vor zwei Wochen wurde die Fusion mit der US-Tochter Chrysler abgeschlossen, 48 Milliarden Euro Investitionen sollen unter anderem der darbenden Marke Alfa Romeo neues Leben einzuhauchen.

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