Ferrari will mehr Formel-1-Geld

Ferrari will mehr Formel-1-Geld

— 22.12.2008

Bernie platzt der Kragen

Während der Rennstall Honda ums Überleben kämpft, will Ferrari ein größeres Stück vom F1-Kuchen abhaben. Bernie Ecclestone ist sauer – und rät Ferrari, die Extra-Einnahmen zu teilen.

(sid) Beim Dauerthema "Geldverteilung" ist Formel-1-Chef Bernie Ecclestone angesichts der Nobel-Probleme von Branchen-Krösus Ferrari offensichtlich der Kragen geplatzt. Während das Honda-Team nach dem Ausstieg des namengebenden Hauptsponsors verzweifelt nach einem neuen Geldgeber sucht, hatte Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo Ansprüche auf Mehreinnahmen bei der Vermarktung der Königsklasse gestellt. Die Forderung lässt Ecclestone aber nicht gelten. "Ferrari erhält mehr Geld als jedes andere Team. In diesem Jahr haben sie die Konstrukteurswertung gewonnen und 80 Millionen Dollar mehr erhalten als McLaren. Ferrari hat über Jahre hinweg die größte Unterstützung erhalten. Statt mehr Geld zu fordern, sollte es sich di Montezemolo überlegen, die Extra-Einnahmen mit anderen Rennställen zu teilen", sagte Ecclestone in einem Interview der Times (20. Dezember 2008).

Die Idee des Teilens kommt derzeit gerade beim Honda-Team gut an. Dem Rennstall fehlen rund 300 Millionen Dollar, nachdem der Sponsor Honda Motor Company wegen der aktuellen Weltwirtschaftslage den Formel-1-Ausstieg Anfang des Monats beschlossen hatte. Team-Exekutivchef Nick Fry gibt sich dennoch zuversichtlich: "Ich habe zusammen mit Teamchef Ross Brawn Gespräche mit potenziellen neuen Eignern geführt und interessante Angebote erhalten". Zu den Interessenten sollen "zwei oder drei 'Global Player' gehören", Details gebe es allerdings noch nicht. Auf jeden Fall werde zunächst die Entwicklung des neuen Boliden für die Saison 2009 vorangetrieben. "Wir werden auch in den nächsten Wochen an dem neuen Wagen weiterarbeiten, um für den Saisonstart Ende März in Melbourne gerüstet zu sein", wird Fry auf der Homepage von autosport.com zitiert.

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