SLR vergammelt in Tschechien

Ferraris letzte Ruhe in Kalifornien

— 16.03.2017

Friedhof der Supercars

Auf einem unscheinbaren Hof in Kalifornien finden viele italienische Supersportwagen ihre letzte Ruhe. Das traurige Schicksal der Supersportler!

Viele der gelagerten Autos landen nie wieder auf der Straße. Intakte Teile dagegen werden aufgearbeitet.

Im kalifornischen Sacramento finden viele Ferrari, Lamborghini und Maserati ihre letzte Ruhe. Nicht selten bedeuten Feuer oder Unfälle das Aus für die Supersportwagen. In den Hallen von FerrParts könnten Fans aller italienischen Sportwagen die Tränen kommen. Der in den USA bekannte Youtuber superspeedersRob durfte die Hallen und den Hof von FerrParts für seinen Video-Channel erkunden. Pfützen im Kofferraum, Vogeldreck auf kaputten Scheiben, Rost soweit das Auge reicht. Einige Fabrikate sind seit Jahren nicht mehr bewegt worden, eine Restauration ist ahezu ausgeschlossen. Ferrari F430, 328 GTS oder Testarossa gammeln vor sich hin. Motoren, Getriebe oder andere noch verwendbare Fahrzeugteile sind dafür fachgerecht sortiert und katalogisiert. Schon einzelne Teile für diese Exoten kosten kleine Vermögen. Die Tür eines F430 beispielsweise kostet rund 30.000 Euro. Türen, Scheiben, Kabel, Getriebe, Stoßstangen, sogar ganze Motoren gibt es bei FerrParts.
 

Zum Stillstand verdammt

Der Mercedes SLR wird irgendwann bei einer Polizei-Auktion versteigert.

Moos am Heck, durch die Turbinen-Felgen schlängelt sich das Gras: In Tschechien gammelt ein Mercedes SLR McLaren (Zeitwert 2017: ca. 350.000 Euro) bereits seit 2011 vor sich hin. Der exklusive Supersportler muss wegen eines bislang ungeklärten Verbrechens auf dem Hof ausharren. Für den Fall, dass die Behörden die Straftat aufklären, wird der SLR wahrscheinlich bei einer Polizei-Auktion versteigert. Unter der Haube schlummert ein 5,4-Liter-V8, der normalerweise 626 PS mobilisiert. Von 0 auf 100 km/h geht es in 3,6 Sekunden, Schluss ist erst bei 337 km/h. Fraglich, ob der Wagen diese Werte noch abrufen kann. Über die Jahre dürften sich Wind und Wetter sowie Flora und Fauna an dem Wagen vergangen haben.

Diktatoren-Sohn ist Supercars los

Nguema Mangue besitzt unter anderem diesen seltenen Maserati MC12.

Die Schweizer Behörden haben die äußerst exklusive Supercar-Sammlung eines Dritte-Welt-Potentaten beschlagnahmt, weil die Behörden ihn der Geldwäsche beschuldigen. Ferrari 599 GTO, Ferrari Enzo, und Bugatti Veyron, Lamborghini Veneno und ein Koenigsegg One:1 konfiszierte die Schweizer Polizei Anfang November am Genfer Flughafen. Damit ist Teodoro Obiang Nguema Mangue, Vizepräsident des afrikanischen Staates Äquatorialguinea und bisheriger Besitzer der Supercar-Juwelen, erstmal seine Lieblingsautos los. Die Wagen haben einen kaum seriös einzuschätzenden Wert, allein der Koenigsegg One:1, einer von nur sieben gebauten, ist rund 2,8 Millionen Euro wert. Die Behörden setzten die Obiang-Flotte kurz vor dessen geplanter Ausreise aus der Schweiz fest. Unklar ist bislang, ob der bisherige Supercar-Besitzer das Land verlassen durfte. Fest steht, dass er in den USA und in Frankreich als unerwünschte Person gilt.

Supersportler mit veruntreutem Geld bezahlt

Teodoro Obiang Nguema Mangue lebt auf großem Fuß und zeigt das stolz im Internet.

Die Behörden werfen dem Afrikaner vor, seinen ausschweifenden Lebensstil durch Veruntreuung von staatlichen Geldern und Korruption zu finanzieren. Äquatorialguinea gilt als der drittwichtigste Erdölförderer Afrikas südlich der Sahara. Das macht die kleine Elite an der Spitze des Staates reich. Das Privatvermögen von Präsident Teodoro Obiang Nguema Mbasogo, Nguema Mangues Vater, wird auf 600 Millionen Dollar geschätzt. Neben exklusiven Autos und teurer Kunst besitzt der Sohn mehrere Villen in Südafrika und Kalifornien und lebt hauptächlich im Ausland.

Koenigsegg One:1: Fahrbericht

Koenigsegg One:1 Koenigsegg One:1 Koenigsegg One:1

Ferrari verstaubt in Dubai

Der Besitzer ließ den Ferrari Enzo in Dubai zurück. Jetzt verstaubt er bei der Polizei.

Den Wagen des afrikanischen Politikers könnte es jetzt so ergehen wie einem Ferrari in Dubai: Dort verstaubt seit Jahren ein Enzo bei der Polizei, weil er in ein Verbrechen verwickelt sein könnte, berichtet das Portal "Carbuzz". 2011 sei der Wagen angeblich von einem Briten gekauft worden, der den Ferrari und das Land kurz danach verlassen habe. 20 Monate später erwarb die Polizei laut "Carbuzz" das herrenlose Fahrzeug.

Edo Enzo XX Evolution

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Alle News und Infos zum Ferrari Enzo

Die Polizei darf Enzo nicht verkaufen

Seitdem verstaubt der Enzo auf dem Gelände einer Verwahrstelle, denn zwischenzeitlich stellte sich heraus, dass der Ferrari Beweisstück in einer polizeilichen Untersuchung ist. Die Polizei in Dubai kann den Ferrari Enzo erst verkaufen, wenn der Fall abgeschlossen ist. Um ihn vor dem Wüstensand zu schützen, hat die Polizei den Enzo inzwischen in eine Halle gebracht, so "Carbuzz". Insgesamt wurden nur 399 Ferrari Enzo gebaut. Käufer mussten von Ferrari eingeladen werden um sich den Supersportler für 662.000 Euro (Listenpreis!) zu sichern. Potenzielle Käufer hätte die Polizisten aus Dubai genug berichtet "Carbuzz": Ein Amerikaner habe 1,6 Millionen Dollar (etwa 1,4 Millionen Euro) für den Enzo geboten.

Supersportler im Polizei-Einsatz: Update

Autoren: Katharina Berndt,

Stichworte:

Supersportwagen

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