FIA-Chef Mosley greift durch

FIA-Chef Mosley greift durch

— 17.02.2005

Schummel-Angst in der Formel 1

Motor- oder Reifentausch, Teamorder – alles künftig strikt verboten. Die Konkurrenz wird sich beäugen. Denn: Wer petzt, kassiert!

Jetzt greift FIA-Chef Max Mosley (64, Szene-Name: Mad Max) knallhart durch. Der Grund: Schummel-Angst in der Formel 1! Wer Regel-Betrüger anschwärzt, verdient ab sofort bis zu 800.000 Euro. Besonders im Visier: der strikt verbotene Motor- und Reifentausch. Ein Motor muß künftig zwei Renn-Wochenenden lang halten. Und pro Renn-Wochenende (Quali und Rennen) ist nur noch ein Satz Reifen erlaubt.

Zudem auf dem Index: Team-Order. Mosley: "Jeder, der uns beweisen kann, daß Team-Ordern verwendet werden, erhält eine Belohnung von 730.000 Euro. Wir werden ohne Toleranz handeln." Die FIA will auf diesem Weg eine Wiederholung der Ferrari-Schande ausschließen: 2001 in Österreich mußte Spitzenreiter Barrichello (32) seinen Kollegen Schumi (36) auf Team-Befehl ("Let Michael pass for championship") vorbeilassen. 2002 in Österreich das gleiche Spiel. Mosley: "Wenn so etwas noch einmal passiert, verhängen wir eine empfindliche Strafe."

Warum greift er jetzt so hart durch? Das neue Regelwerk bietet Schlupflöcher, die von den Teams ausgenutzt werden könnten. Beispiel: Die Motor-Regel (bei Wechsel zehn Startplätze Abzug) gilt noch nicht bei den ersten beiden Rennen. Mosley: "Dadurch besteht die Gefahr, daß Fahrer, die sich nicht in den Punkte-Plätzen befinden, vorsätzlich ihren Motor zerstören, um beim nächsten Grand Prix mit einem ganz neuen starten zu können. Wir werden genau hinschauen." Und hinhören. Mosley: "Der Team-Funk wird noch intensiver abgehört."

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