FIA erteilt Renault Nackenschlag

FIA erteilt Renault Nackenschlag

FIA erteilt Renault Nackenschlag

— 24.08.2006

Negative Schwingungen

Rückschlag für Weltmeister Fernando Alonso: Nach einem FIA-Urteil wurde der von Renault eingesetzte Massedämpfer jetzt verboten.

Große Freude im Ferrari-Lager, purer Frust bei Renault: Mit dem endgültigen Verbot des Massedämpfers sind die Chancen des deutschen Rekordchampions Michael Schumacher auf seinen achten Weltmeister-Titel weiter gestiegen.

Das Berufungsgericht des Internationalen Automobilverbandes (FIA) kam am Mittwoch (23. August) in Paris zu dem Urteil, dass die zuerst verbotenen und dann doch wieder erlaubten so genannten "Schwingungstilger" in der Nase des Renault regelwidrig seien. Für das Weltmeister-Team, das die vergangenen beiden Rennen in Hockenheim und in Budapest auf die Dämpfer wegen der unklaren Rechtslage verzichtet hatte, bedeutet dies fünf Rennen vor dem WM-Ende, dass der Bolide wohl umgebaut werden muss. Angeblich sollen die Dämpfer 0,3 Sekunden pro Runde bringen. Die fehlen Alonso nun auf der Schlussgerade der Weltmeisterschaft. Zehn Punkte Vorsprung hat der Spanier (100:90) vor dem Großen Preis der Türkei in Istanbul (27. August) noch, doch Schumacher sitzt ihm im Nacken.

Schumi hat gut lachen! Nach dem FIA-Urteil sind seine Chancen auf den WM-Titel gestiegen.

Der siebenmalige Weltmeister will auf dem "Istanbul Park Circuit" die Schmach von der Premiere 2005 vergessen machen, als er an letzter Stelle liegend aufgeben musste. "Sportlich war das eine Enttäuschung, aber ich denke, dass ich mich dieses Mal auf dem Kurs wohlfühlen werde", meinte Schumacher. Und Bridgestone hat einen neuen Wunderreifen versprochen, mit dessen Hilfe der Zehn-Punkte-Rückstand auf Alonso schrumpfen soll. "Wir haben für die Türkei eine weiche Reifenmischung, die Haftung und Haltbarkeit bietet. Bridgestone hat hart gearbeitet, um Ferrari die bestmögliche Chance auf den WM-Titel zu verleihen", erklärte Bridgestone-Motorsportdirektor Hiroshi Yasukawa.

"Es sind fünf Möglichkeiten, die WM-Situation noch zu drehen und den Titel zu holen", meint der Herausforderer, nachdem er in der dreiwöchigen Rennpause Kraft und weiteres Selbstvertrauen für den Kampf um die WM-Krone sammelte. "Der WM-Kampf macht so viel Spaß, dass ich extrem heiß bin auf das nächste Rennen", sagte Schumacher. Wie viele Rennen es in seiner Karriere insgesamt noch werden können, will er in Monza am 10. September bekannt geben. Mit ein bisschen Glück kann Schumacher dann sogar schon mit Alonso gleichauf liegen.

"Die FIA spielt gegen uns. Es ist absurd, die Regeln nach der Hälfte der Saison zu ändern", hatte sich Teamchef Flavio Briatore bereits vor dem Urteil echauffiert. Kurios an der Entscheidung ist, dass die FIA damit gegen ihre eigenen Rennkommissare stimmte. Diese hatten nach einem ersten Verbot durch die FIA kurz vor dem Großen Preis von Deutschland auf dem Hockenheimring keine Regelwidrigkeit feststellen können. Renault verzichtete dennoch, die Massedämpfer einzusetzen. Daraufhin ging die FIA gegen das Urteil ihrer Rennkommissare in Berufung.

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.