Jean Todt

FIA-Präsident Jean Todt im Gespräch

— 03.03.2016

Todt hofft auf Audi in der Formel 1

Die Formel 1 steckt in einem Strudel der Kritik. FIA-Präsident Jean Todt hält dagegen, erklärt die fundamentalen Fehler und hofft auf einen Einstieg von Audi.

Die Hybridmotoren sind bei vielen Fans noch immer nicht angekommen. Weil auch Formel-1-Boss Bernie Ecclestone (85) immer wieder Öl ins Feuer gießt. Zum Beispiel, wenn er davon redet, dass die Formel 1 so schlecht ist wie nie zuvor. Jean Todt (70), Präsident des Automobilweltverbandes FIA, ist das ein Dorn im Auge. In AUTO BILD MOTORSPORT sagt er: „Können Sie sich vorstellen, dass jemand in einen neuen Kinofilm geht, wenn der Regisseur sagt: Mein Film ist sch...? Intern kann und muss man kritisieren, aber nicht nach außen, wenn man das Produkt verkaufen will. Wir müssen die Formel 1 wieder positiver darstellen“

Jean Todt (l.), hier neben Frankreichs Präsident François Hollande und Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich

Sein Vorgänger Max Mosley arbeitete mit Ecclestone Hand in Hand. Nicht so Todt, dem immer wieder vorgeworfen wird, sich um die Formel 1 nicht zu kümmern. „Die FIA hat zwei Pfeiler: Motorsport und Mobilität. Eine meiner Prioritäten ist natürlich die Verkehrssicherheit. Jedes Jahr sterben 1,3 Millionen Menschen im Straßenverkehr, jeden Tag 500 Kinder. Die Formel 1 ist ein Luxusproblem. Es wäre vollkommen fehl am Platz, wenn der Präsident der FIA sich mit Details der Formel 1 befasst. Dafür habe ich gute Mitarbeiter“, verteidigt sich Todt.

Er selbst steht hinter den Hybridmotoren: „Sie müssen billiger werden und lauter. Und es kann nicht sein, dass ein Team Schwierigkeiten hat einen Motor zu bekommen. Abgesehen davon gehören die Hybridmotoren zu den besten Dingen, die die Formel 1 je gemacht hat.“

Audi als Hoffnungsträger

Der Franzose hofft, dass auch weitere Hersteller in die Formel 1 einsteigen. Zum Beispiel Audi. „Ein Einstieg von Audi wäre fantastisch für den Sport. Ihre Technologie ist weit fortgeschritten und sie wären bestimmt von Anfang an konkurrenzfähig. Aber sie sind auch Teil einer großen Gruppe, die derzeit andere Probleme lösen muss. Doch ich bin sicher, dass - wenn wir die Königsklasse wieder attraktiver machen - sie die Formel 1 als gute Geschäftsleute nicht ignorieren können.“
Das komplette Exklusivinterview mit FIA-Präsident Jean Todt lesen Sie morgen bei AUTO BILD MOTORSPORT.

Autor: Bianca Garloff

Fotos: Picture-Alliance

Diesen Beitrag empfehlen

Kommentare

Datenschutz

Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen

comments powered by Disqus
Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.

 
Zur Startseite