Fiat 500 im Härtetest

Fiat 500 im Härtetest

— 10.11.2007

Luigi, der Pizzabote

Er ist das kleinste Mitglied unser Dauertestflotte. Regelmäßig berichten wir über sein Leben bei AUTO BILD. Hier muss unser Fiat 500 einpacken: Pizzabote Dennys (21) testet den kleinen Italiener im harten Lieferdienst.

Der Wettlauf beginnt an einem kleinen Computer mit Flachbildschirm. Als Dennys Kahlbrock (21) auf die Taste "G" drückt, beginnt die Uhr zu laufen. Ab jetzt hat er 30 Minuten Zeit, um ins Auto zu springen, zum Kunden zu fahren, eine Pizza abzuliefern, wieder zurückzukommen und am Computer auf die Taste "K" zu drücken. Andernfalls leuchtet auf dem Bildschirm eine rote Warnung auf – und das bedeutet Ärger. Als Pizzabote in der Großstadt hat Dennys Kahlbrock einen der hektischsten Jobs überhaupt. Mit einem basisausgestatteten Citroën C1 absolviert der Hamburger seine Touren normalerweise.

Überblick: Alle News und Tests zum Fiat 500

Luigi ist das kleinste Mitglied unser Dauertestflotte.

Heute sitzt er in dem Fiat 500 1.4 16V Lounge, den AUTO BILD in Mailand gekauft und auf den Namen Luigi getauft hat. Nach dem ersten Test wartet nun die Alltagsprüfung auf den Italiener: Wie schlägt sich der kleine Fiat 500 in der großen Stadt? Viele Kurzstrecken, hoher Zeitdruck, schmale Wohnstraßen und hohe Kantsteine – nirgendwo lässt sich die Alltagstauglichkeit besser testen als beim Pizzadienst. "Meistens arbeite ich vier bis fünf Stunden. Danach bin ich aber auch wirklich kaputt", erzählt Kahlbrock. Seine Auto-Ansprüche: "Es muss wendig sein, gut von der Ampel wegkommen und darf nicht zu viel schlucken. Außerdem brauche ich eine große Kofferraumklappe und weit zu öffnende Türen."

Jetzt wird's ernst: So schlägt sich der Fiat 500 1.4 16V im ersten Test

Etwa 250 Pizzen pro Tag liefert die Filiale in Hamburg-Hohenfelde aus.

Etwa 250 Pizzen pro Tag liefert die Filiale in Hamburg-Hohenfelde aus, für die Kahlbrock arbeitet. Mehr als zwei Bestellungen auf einmal darf ein Fahrer zwar nicht mitnehmen, damit das Essen nicht kalt wird. Da die Pizzen aber in großen Thermotaschen befördert werden, braucht Kahlbrock trotzdem Platz im Kofferraum. Mit einer Pizza Mediterrana und einer Salami Supreme, beide in der Maxiversion, macht der junge Fahrer den Test. "Passt. Notfalls lassen sich ja die Sitze umlegen." Ergibt bis zu 610 Liter Kofferraumvolumen. Dann geht es los, und schon auf den ersten Metern muss der 100 PS starke Kleinwagen seine Sprintfähigkeit zeigen: Die Ampel zeigt Rot, vorn verengen sich zwei Spuren, der Pizzabote will als Erster durch den Engpass.

Es klappt: "Beim Ampelstart ist der Fiat deutlich schneller als unser Citroën C1", so der Praxis-Tester. Die AUTO BILD-Messungen hatten ergeben: 0 auf 50 km/h in 3,4 Sekunden – ein ordentlicher Wert. Als Kahlbrock beim Kunden ankommt und sich mit dem 3,55 Meter kurzen Fiat in die scheinbar noch kürzere Parklücke zwängt, lobt er: "Die Wendigkeit ist optimal!" Wohlgemerkt: Das gilt fürs Einparken. Der Wendekreis an sich ist mit 11,6/11,7 Metern dagegen recht groß. Dann steuert Kahlbrock wieder die Filiale an.

Abschließendes Urteil: "Den Luigi würde ich sofort nehmen". Es wird wohl ein Wunsch bleiben: In dieser Ausstattung kostet der Fiat 500 mit 14.500 Euro etwa 5500 Euro mehr als der Basis-C1. Kahlbrocks junge Chefinnen Mareile (22) und Natascha Singh (24) jedenfalls lächeln – und schweigen vielsagend.

Fazit von Dennys Kahlbrock

Für meinen Job ist der neue Fiat 500 ideal: Er kommt an der Ampel gut los, hat eine präzise Schaltung sowie eine komfortable Lenkung. Das Einparken klappt super: Nur kurz einschlagen, schon stehst du drin. Außerdem sind die Sitze bequem, das ist bei den vielen Stunden am Steuer auch wichtig. Kurz gesagt: Das Auto ist top!

Autor: Alex Cohrs

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