Fiat Dino 2.4: Klassik-Test
— 28.02.2011Mit einem Schuss Ferrari
Fiat Dino – das ist nicht einfach ein Turiner Sportwagen. Unter seiner Haube tobt ein waschechter Ferrari-Motor. Das Zeug zum knallharten Sportler hat der Dino also, dennoch verwöhnt er mit Gran Turismo-Komfort und Top-Verarbeitung.
| Sportwagen der 60er | ||
|---|---|---|
| Porsche 911 S | Mercedes 280 SL | Vergleichstest |
Dinos Straßenlage: so perfekt wie der Motor
Besonders fein gelang den Ingenieuren die Abstimmung des Fahrwerks: perfetto al dente. Sanft, aber mit Biss. Es weckt auch auf Kopfsteinpflaster keine schlafenden Poltergeister. Erstaunlich beim gebotenen Komfort: Der Dino benimmt sich auf unserer Teststrecke im Pylonendschungel des Elchtests stets lammfromm, fährt genauso flott wie der Porsche. Und damit die körperliche Ertüchtigung im Fiat nicht zu kurz kommt, funktioniert die Lenkung extra schwer – Muskelkater nach den ersten Dino-Tagen inklusive –, die Schaltung knochig zäh. Trotzdem keine Frage: Im Fiat Dino sitzt die bella macchina nicht nur unter der Haube, er ist selbst eine. Seine eleganten Coupé-Kurven wurden ihm von Bertone ins Blech gedrückt, und – das würden wir gern mal wieder über einen modernen Fiat schreiben – dieses Auto ist solide gebaut.
| Fahrzeugdaten | Fiat Dino 2.4 |
|---|---|
| Motor Bauart/Zylinder | V6 |
| Ventile/Nockenwellen | 12/4 |
| Nockenwellenantrieb | Kette |
| Hubraum | 2418 ccm |
| kW (PS) bei U/min | 132 (180)/6600 |
| Nm bei U/min | 216/4600 |
| Höchstgeschwindigkeit | 205 km/h |
| Getriebe | Fünfgang, manuell |
| Antrieb | Hinterrad |
| Bremsen vorn/hinten | Scheiben/Scheiben |
| Testwagenbereifung | 205/70 R 14 V |
| Radgröße | 6,0 x 14“ |
| Verbrauch (Werksangabe) | ca. 14,7 l |
| Tankinhalt/Kraftstoffsorte | 70 l/Super |
| zulässiges Gesamtgewicht | 1700 kg |
| Kofferraumvolumen | 210 l |
| Außengeräusch | 73 dB (A) |
| Abgas CO2 (berechnet nach Werksverbrauch) | 348 g/km |
| Messwerte | |
| Beschleunigung 0–50/0–80 km/h | 3,0/6,4 s |
| 0–100/0–130 km/h | 9,2/14,2 s |
| Elastizität 60–100 km/h | 7,5 s |
| Bremsweg aus 100 km/h | 58,2 m |
| Leergewicht/Zuladung | 1366/334 kg |
| Gewichtsverteilung vorn/hinten | 52/48 % |
| Wendekreis | 12,0/12,0 m |
| Innengeräusch bei 50/100 km/h | 69/73 dB (A) |
| Testverbrauch – CO2 | 15,5 l – 367 g/km |
| Reichweite | 450 km |
| Kosten | |
| Steuern pro Jahr | 191 Euro |
| Versicherung (HPF/100 %) | 129 Euro |
| Werkstattintervalle | 5000 km |
| Kosten Ölwechsel/Inspektion | 250/630 Euro |
| Zeitwert (Zustand 3, Stand 3/2011) | 19.000 Euro |
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Kommentare zum Artikel (3)
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Nee,
das Coupe ist würdevoller, hat den längeren Radstand, die bessere Straßenlage und den
besseren Komfort auch ist das Styling ausgeglichener und mehr Richtung aston Martin DBS
und Audi Coupe S....der Spider ist eine Schrumpf Cokebottle Corvette, auch schön, aber zu kurz und zu knubbelig an den vorderen Kotflügeln.
Der wahre Kenner wählt übrigens das Coupe 2000 erster Serie mit Wabengrill und dem alten viel schöneren Armaturenbrett, auch schaltet sich das 2000er Getriebe weit besser als das ZF Räderwerk im 2400, das eigentlich einem Mercedes und Hanomag Transporter entstammt:)
Ein schöner Bericht über ein wunderschönes Auto. Aber der Motor war der wirkliche Hammer.
Allein der Gedanke an 180PS aus 2,4Litern Hubraum, das war seinerzeit 1969 sensationell!
Ich erinnere mich noch deutlich besser an die "Fabelwerte" des BMW 325i, der 1985 mit 2,5 Litern irre 170PS mobilisierte - und das 15 Jahre später ...
Das Coupé ist ja ganz nett anzusehen, aber der Spider ist die wahre Schönheit! Und wenn ich mich recht entsinne waren dessen Motoren (2000'er, später 2400'er) auch noch ein bsschen schärfer, als die des Coupés. Beide sahen aber um Längen besser aus, wie die Technik spendenden Dino 206 Gt bzw. 246 GT.