Fahrbericht Fiat Doblò 1.9 JTD ELX

Fiat Doblo 1.9 JTD ELX Fiat Doblo 1.9 JTD ELX

Fiat Doblò 1.9 JTD ELX

— 25.03.2002

Fiats neue tolle Kiste

Der Fiat Doblò ist ein Riesending. Und das nicht nur wegen seines neuen Dieselmotors.

Motor und Fahrleistungen

Nashörner, Designer-Geschwafel, Lifestyle? So was braucht der Fiat Doblò nicht. Für ihn zählen handfeste Werte: enormes Platzangebot, Alltagsnutzen und Wirtschaftlichkeit. Mit dem neuen 100-PS-Diesel soll der Italiener noch mehr von denen zum Laster locken, die nicht nur Laptop und Lippenstift dabeihaben.

Fahrfreude und Antrieb Fahrspaß in der kantigen Kiste? Möglich, dass uns der Diesel erbeben lässt. Aber gewiss nicht vor Erregung, sondern durch die harten Schläge der Verbrennung. Doch so kann man sich täuschen: Der Diesel schnurrt fast von der ersten Umdrehung an freundlich, hängt gut am Gas und nicht im Turboloch. Sogar bei der Freude am Drehen kann man ihn ertappen. Zum Verbrauch: Acht Liter auf 100 Kilometer sind für ein Auto mit dem cW-Wert einer Ikea-Niederlassung nicht so übel.

Fahrleistungen Kein Renn-Truck. Aber solide Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit. Starker Durchzug.

Fahrwerk und Sicherheit Der Doblò wechselt die Spur so sorglos wie die Italiener ihre Regierung. Ganz schnell abwählen sollte man die schwachen Bremsen.

Komfort und Preis

Karosserie und Qualität "Luigi, du hast was vergessen. Jetzt mach aber schnell!" So oder so ähnlich muss es in der Cockpit-Konstruktion zugegangen sein. Oder warum klebt das Radio oben auf dem Armaturenbrett? In einem Auto mit bis zu 3000 Liter Kofferraumvolumen und dem Platzangebot eines Baumarktes hätten die Innenarchitekten ein hübscheres Plätzchen finden können. Auch die einfache Qualität oder Details wie die nicht ganz versenkbaren Seitenscheiben zeigen, dass unsere lieben Italiener wohl nie ganz vernünftig werden.

Komfort Das Leben ist hart. Aber nicht im Fiat Doblò: Die Federung nimmt es lässig mit Bodenunebenheiten auf und die komfortablen Sitze mit sensiblen Rücken. Aber der Lärm: Bei 160 km/h dröhnen 77 dB (A) durch den Blechkasten.

Preis und Kosten Mehr Platz dürfte man fürs Geld kaum finden. Doch aufpassen: Einfacheren Ausstattungen fehlt Elementares wie Lenkradverstellung oder zweite Schiebetür.

Fazit Der Raum-Riese von Fiat lässt sogar große Kompaktvans wie einen Renault Scénic als engen Möchtegern dastehen. Mit dem flotten und kultivierten Dieselmotor wächst der Italiener über das bloße Transporterdasein hinaus, bietet Fahrspaß und ordentlichen Komfort. Nur Detailmängel und schwache Bremsen trüben das Bild.

Technische Daten und Ausstattung

Technik Motor Vierzylinder-Diesel • Hubraum 1910 cm3 • Leistung 74 kW (100 PS) bei 4000/min Drehmoment • 200 Nm bei 1500/min • Getriebe 5-Gang manuell • Antrieb Frontantrieb • Bremsen Scheiben/Trommel/ABS • Reifen 175/70 R 14 T • Kofferraum 750 bis 3000 l • Tankinhalt 60 l • Länge/Breite/Höhe 4159/1714/1810 mm • Leergewicht/Zuladung 1440/435 kg • Anhängelast (gebremst) • 1100 kg • Messwerte 0-100 km/h 13,4 s • 80-120 km/h im 5. Gang 18,5 s • Höchstgeschwindigkeit 168 km/h • Bremsweg aus 100 km/h (kalt/warm) 44,7/44,8 m • Testverbrauch (l/100 km) 8,0 l Diesel

Ausstattung ABS • vier Airbags • zwei Schiebetüren

Extras Klimaanlage 1060 Euro • Metalliclack 340 Euro

Kosten Steuer pro Jahr/Befreiung 276 Euro/keine • Typklassen HPF/VK/TK 17/13/20 • Garantie/km-Begrenzung 2 Jahre/ohne • Antirostgarantie 12 Jahre • Mobilitätsgarantie 2 Jahre

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