Fiat Doblò Facelift (2015): Fahrbericht und Preise

Fiat Doblò Cockpit Fiat Doblò Fiat Doblò

Fiat Doblò Facelift (2015): Fahrbericht und Preise

— 04.02.2015

Mehr Raum zum Fahren

Fiat möbelt den Doblò auf: Der praktische Kastenwagen bekommt eine komplett neue Front und ein Innenraum-Update. Wir sind ihn gefahren.

Mit der neuen Front schaut der Doblò freundlich aus der Wäsche. Scheinwerfer, Haube und Stoßfänger hat Fiat ebenfalls modernisiert.

Ein neues Gesicht bei den Kastenwagen: Fiat gönnt dem Doblò ein umfassendes Facelift. Vor allem die Front des familienfreundlichen Hochdachkombis ist kaum noch wiederzuerkennen. Ab dem Modelljahr 2015 grinst der Doblò den Betrachter mit seinem neugestalteten, breiten Grill an. Auch die Scheinwerfer und den Stoßfänger haben die Turiner überarbeitet. Zwei Falze auf der Motorhaube geben dem Vorderwagen optisch mehr Prägnanz als beim glatten Vorgänger. Hinten ist der modellgepflegte Doblò an den neugestalteten Rückleuchten und der in Wagenfarbe lackierten Zierleiste zu erkennen. Der aufgefrischte Doblò ist in den Austattungsvarianten Pop und Lounge ab sofort bestellbar. Die Preise beginnen bei 17.600 Euro (Pop) und 20.050 Euro (Lounge).
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Neues am Heck: Für das Facelift hat Fiat die Rückleuchten überarbeitet und montiert eine Zierleiste in Wagenfarbe.

Nach dem gewohnt bequemen Einstieg durch die großzügigen Türausschnitte fällt der Blick auf das renovierte Cockpit des Doblò. Der neue Armaturenträger mit matter Kontrastleiste wirkt unaufgeregter als im Vorgänger, was der Übersichtlichkeit gut tut. Zudem ist das optionale Navi nun vollständig in die Mittelkonsole integriert. Kunden haben mit dem Facelift die Wahl zwischen drei Infotainmentsystemen (Bluetooth-Radio, Uconnect mit 5-Zoll-Touchscreen ab 450 Euro plus die Erweiterung des Uconnect um ein Navi, im Paket für 950 Euro). Nicht geändert hat sich die leicht asymmetrische Sitzposition, die durch den handbreiten Spalt zwischen Sitz und Tür hervorgerufen wird. Auch mit langen Armen findet der Fahrer keine langfristig zufriedenstellende Armauflage. Dafür ist die Kopffreiheit klassentypisch grandios. Selbst Großgewachsene könnten während der Fahrt im Doblò den Hut auflassen – vorne wie hinten.

Leises Dieseln und leichte Lenkung

Riesig: Das Beladen des Kofferraums wird über die große Heckklappe zum Kinderspiel. Die Ladekante ist knapp über Kniehöhe.

Als technische Neuerung verspricht Fiat eine überarbeitete Schalthebel-Mechanik, die den Fahrer leichter die Gänge wechseln lassen soll. Tatsächlich schaltet sich das Sechsganggetriebe der gefahrenen 1,6-Liter-Diesel (zwei Leistungsstufen mit 90 PS und 105 PS, beide mit Euro 5+) präzise. Einen kleinen Widerstand beim Wechsel der Schaltgasse gilt es trotzdem zu überwinden. Gut: Die Sechsgangschaltbox hält das Drehzahlniveau bei Autobahnfahrten gering. Bei 110 km/h dreht der Vierzylinder-Selbstzünder unterhalb der 2000er-Marke. Für die Stadt und die Landstraße bieten beide gefahrenen Diesel genügend Kraft. In der stärkeren Variante liegen 290 Newtonmeter maximales Drehmoment an, die 90-PS-Ausführung hat mit 200 Newtonmetern auch noch ausreichend Durchzugsvermögen. Beide Motoren genehmigen sich bis knapp 1800 Umdrehungen eine Atempause bis sie das Turboloch überwunden haben.

Fiat Doblò Cargo: IAA Nutzfahrzeuge

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Akustisch präsentieren sie sich zurückhaltend – Fiat spricht von fünft Prozent Geräuschreduktion. Durchaus glaubwürdig, aufdringliches Diesel-Brummen konnten wir nicht feststellen. Kupplung, Gas und Bremse sind leichtgängig und auch die Lenkung fordert keine hohen Kräfte. Bei zackigen Manövern neigt sie jedoch zum Verhärten. Ansonsten ist der Doblò ein gutmütiger Geselle, der den Fahrer nicht überfordert. Das Fahrwerk des Kasten-Fiat bemüht sich auf schlechteren Straßen, Löcher wegzubügeln und geht dabei etwas zu ruppig zuwerke, um als komfortabel durchzugehen.

Platz für alle Lebenslagen

Variabel: Die optionale Hutablage lässt sich als Ladeboden nutzen und trägt bis zu 70 Kilogramm.

Dafür hat der Doblò eine andere Stärke. Diese liegt nach wie vor im Platzangebot. Die Rücksitzbank lässt sich im Verhältnis 60/40 umlegen und falten. Der Kofferraum schluckt weiterhin 790 Liter (mit 3,10 Meter langem Radstand: 1050 l). Mit zwei Handgriffen lassen sich die Rücksitze umlegen, was das Ladevolumen auf 3200 Liter (in der Langversion auf bis zu 4000 Liter) erweitert. Damit steht der Doblò im Konkurrenzumfeld unangefochten an der Spitze. Sein Manko: Die Rücksitze lassen sich auch gegen Aufpreis nicht ausbauen. Auf der Haben-Seite stehen dagegen die zahlreichen Ablagen, zum Beispiel auf dem Armaturenbrett, ein großes Fach oberhalb der Frontscheibe und Verstaumöglichkeiten in den Türfächern. Für den Kofferraum bietet Fiat eine bis zu 70 Kilogramm belastbare Hutablage an (50 Euro Aufpreis, ab Ausstattung Lounge Serie), die als zusätzlicher Ladeboden auf halber Höhe befestigt werden kann. Außerdem praktisch: die gut zugänglichen USB- und Aux-Anschlüsse seitlich vom Schalthebel (bei Pop im 1200 Euro teuren Komfort Paket).

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Weiterhin bietet Fiat den Doblò in zwei Radständen (2755 Millimeter und 3105 Millimeter) sowie mit einem optionalen Hochdach (nur mit kurzem Radstand; 1100 Euro Aufpreis) an. Wenn fünf Sitzplätze nicht reichen, lässt sich der Doblò per Family-Paket (je nach Ausstattungslinie ab 650 Euro) zum Siebensitzer machen. Bei den Motoren stehen zwei Benziner mit 95 PS und 120 PS (beide 1,4 Liter Hubraum) und drei Diesel mit 90 PS, 105 PS (1,6 Liter Hubraum) und 135 PS aus zwei Litern Hubraum zur Auswahl.
Peter R. Fischer

Peter R. Fischer

Fazit

Die neue Optik des Doblò ist Geschmackssache, das Cockpit übersichtlicher, der Fahrkomfort ausbaufähig. Das Wichtigste ist aber: Auch das Facelift bietet einen riesigen Kofferraum und ein gutes Raumgefühl.

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