Fiat-Fiasko

Fiat-Fiasko

— 21.10.2002

Keine staatliche Hilfe für Fiat

Italiens Wirtschaftsministerium schließt Staatsbeteiligung an Fiat aus und fordert die Agnellis auf, mehr Opfer zu erbringen.

Der italienische Vize-Wirtschaftsminister Mario Baldassarri hat eine direkte Staatsbeteiligung im Kapital des krisengeschüttelten Fiat-Konzerns ausgeschlossen. "Einen solchen Eingriff wird es nicht geben", sagte Baldassarri nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa.

Die Regierung sei derzeit mit einer ganzen Reihe von Privatisierungen und Liberalisierungen beschäftigt und bemühe sich gleichzeitig darum, Fiat zu helfen. "Hilfe bedeutet jedoch nicht, Aktionär bei Fiat zu werden oder den Konzern zu verstaatlichen", fügte der Politiker hinzu. Arbeitsminister Roberto Maroni sagte vor Journalisten, es für die Regierung nicht möglich, die von Fiat angekündigte Kürzung von 8100 Stellen aufzuhalten. Die Gewerkschaften hatten gefordert, die Arbeitsplätze zumindest so lange zu erhalten, bis Fiat einen neuen Industrie- und Finanzplan vorlegt.

"Wenn die Regierung der Gruppe den Krisen-Status anerkennt, kann Fiat das Verfahren zum Stellenabbau einleiten", sagte Maroni. Der Minister forderte aber gleichzeitig von der Familie Agnelli, die heute noch 30 Prozent an Fiat hält, selbst für die Rettung des Konzerns Opfer zu bringen. "Regierung, Gewerkschaften und Unternehmen müssen alle ihren Teil beitragen, aber ebenso die Aktionäre", erklärte der Minister.

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