Fiat-Gebrauchtwagen-Spezial

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Fiat-Gebrauchtwagen-Spezial

— 04.06.2003

Punktsieg für den Punto

Rund 500.000 Fiat Punto wurden bisher in Deutschland verkauft. Doch nicht nur deshalb ist der kompakte Italiener ein Riesenangebot: Schon ab 2500 Euro gibt es solide Punto-Technik auf dem Gebrauchtwagenmarkt.

Solide Qualität und Ausstattung

Er kam, sah und siegte – das Sprichwort des großen Caesar gilt auch für den kleinen Fiat Punto. Der Nachfolger des Uno verkaufte sich seit seiner Markteinführung 1993 vom Fleck weg hervorragend. Mehr als fünf Millionen Exemplare des Kompaktmodells wurden bis heute gebaut, fast jeder zehnte davon fand seinen Weg über die Alpen nach Deutschland.

Solide Qualität und ordentliche Ausstattung zu erschwinglichen Preisen – das Konzept verkaufte sich gut zwischen Ost- und Bodensee. Und wurde mit Preisen wie dem "Goldenen Lenkrad 1994" und dem Titel "Auto des Jahres 1995" belohnt.

Dazu kam bereits 1994 ein serienmäßiger Fahrer-Airbag und ein solides Crashverhalten. Der Punto II verdiente sich sogar vier Sterne im Euro-NCAP-Crashtest und wurde Klassenbester. Die Basis für diesen Erfolg legte der erste Punto, der alte Vorurteile wie mangelhafte Rostvorsorge und unzuverlässige Elektrik an die Wand fuhr.

Karosserie und Technik

So hatte bereits die erste Punto-Serie verzinkte Stahlbleche und eine ordentliche Hohlraumversiegelung. Das macht sich besonders beim Gebrauchtwagenkauf bezahlt: Bis auf ungefährlichen Flugrost an Wagenheberaufnahmen oder Blechfalzen zeigen sich das Blechkleid in der Regel fleckenlos. Falls es doch mal Anlass zur Beanstandung gibt, sollte ein Fachmann befragt werden, ob hier nicht ein Unfallschaden mangelhaft ausgebessert wurde.

Einen speziellen Rost-Kandidaten gibt es freilich am Punto – den Auspuff. Bei den ersten Modellen gammelten die Halterungen oft schneller weg, als das eigentliche Abgasrohr. Für dessen Haltbarkeit spielt allerdings das Einsatzgebiet eine große Rolle. Häufiger Stadt- und Kurzstreckenbetrieb ist für Punto-Fahrer und -fahrerinnen nicht untypisch. Dabei sammelt sich schnell Kondenswasser in der Abgasanlage und zerfrisst in chemischer Reaktion mit dem Abgas das Blech von innen. Wer von Zeit zu Zeit mit Vollgas über die Autostrada flitzt und das Wasser verdampfen lässt, wird länger Freude am Endschalldämpfer haben.

Flotte Fahrt bedeutet freilich auch schnelle Bremsen. Und das kostet Bremsscheiben. Beide Punto gelten in dieser Hinsicht nicht als Kostverächter. Alle 30.000 bis 40.000 Kilometer kann bei forscher Gangart ein kompletter Satz fällig werden. Sonstiger Verschleiß? Nicht der Rede wert. Der Punto gilt als ausgesprochen wartungsarm (Inspektion alle 20.000 Kilometer) und zeigt kaum abnutzungstypische Schwächen.

Kleine Schwachstellen

Dafür findet sich in jede Baureihe eine markante Auffälligkeit. An den hinteren Ausstellfenstern des Punto I können sich mit der Zeit weiße Flecken auf der Innenseite bilden. Die Ursache ist Staub und feiner Sand, der zwischen Dichtung und innerer Scheibenfolie reibt. Ein Schönheitsfehler, der durch regelmäßiges Abwischen der Dichtung nicht zum Tragen kommt.

Beim Punto II sammelt sich dagegen Nässe hinter den Klargläsern der Scheinwerfer. Vor allem die ersten Baujahre scheinen nicht ganz wasserdicht zu sein. In der Regel passiert aber nichts und rostende Reflektoren wurden auch nicht gesichtet. Ein Tag in der Sonne oder im Winter eine Standzeit in der gut gelüfteten Garage sollten schnell für Abhilfe sorgen. Beiden Exemplaren gleichermaßen wird elektrische Zickigkeit nachgesagt. Mal eine verschmorte Sicherung, mal eine verglühte Reflektorlampe oder ein flackerndes Kontrolllämpchen. Punto-Besitzer nehmen das nicht dramatisch, denn Sicherungen und Lampen sind schnell getauscht.

Pflegeleicht und anspruchslos sind dafür die Motoren. Beliebt sind die kleinen Triebwerke bis 60 PS, wer es etwas flotter liebt greift zur 80-PS-Version. Richtige Sportskanonen sind die GT- und HGT-Modelle mit satten 130 Pferdestärken. Ein Spartipp sind eher die modernen Common-Rail-Diesel JTD im Punto II. Doch diese Modelle sind derzeit noch selten am Markt zu kriegen.

Modellgeschichte und Marktlage

Modellgeschichte 11/93 Einführung des Uno-Nachfolgers Punto I (Typ 176) Benziner (55/59/74 PS) und ein Turbodiesel (70 PS) 01/94 Fahrer-Airbag serienmäßig, GT-Modell mit 130 PS 6/94 Cabrio von Bertone 1/95 Wegfahrsperre serienmäßig 1/97 Doppel-Airbag serienmäßig 9/99 Vorstellung des Punto II (Typ 188) auf der IAA: Benziner (60/80/130 PS) und ein JTD (80 PS) 2/00 Speedgear-Getriebe (CVT) verfügbar 7/01 Euro 4 für alle Benziner bis auf HGT- und Speedgear-Modelle 1/02 verbesserte Scheinwerferabdeckungen gegen Feuchtigkeit 2/02 1.9-Liter JTD von 80 auf 85 PS erhöht 6/03 große Modellpflege: größere Scheinwerfer, größerer Kühlergrill

Marktlage Wer einen gebrauchten Fiat Punto sucht, wird im Autoportal von automobil und AUTO BILD schnell fündig. Die Auswahl ist riesig, mehr als 2000 Modelle des Punto I und Punto II werden angeboten. Sogar mehr als 100 der noch selten gehandelten JTD-Modelle sind darunter. Und die Farbpalette reicht vom beliebten Schwarz bis zu Goldmetallic. Jawohl, eine Handvoll Punto II gibt es in dieser Edelfarbe.

Die Hälfte der angebotenen Modelle sind zudem echte Youngster, sprich maximal drei Jahre alt und weniger als 25.000 Kilometer gelaufen. Meist Ersthand-Autos, das garantiert noch ein langes Autoleben. Beim Kauf vom Markenhändler kommen natürlich mindestens ein Jahr Gewährleistung hinzu, auf Wunsch eine Finanzierung und Inzahlungnahme des Altwagens. Was tun, wenn der Traum-Punto vom Nachbarn oder Kollegen angeboten wird? Kein Thema, über mögliche Schwachstellen und die Höhe der Reparaturkosten informieren die beiden Gebrauchtwagentests zu Punto I und II auf www.autobild.de. Dazu die Ergebnisse aus einem 100.000-Kilometer-Marathontest.

Alles eine Frage der Leistung? Bitte schön, dann schaun sie doch mal bei uns im Internet, was Novitec und G-Tech aus einem Diesel-Punto so alles rausholen. Auf den Geschmack gekommen? Neu? Na klar, selbstverständlich lässt sich über unserer Neuwagenkonfigurator auch jeder Punto individuell erstellen und eine Anfrage direkt an den nächstgelegenen Händler richten. Das ist Service – vom Anschauen bis zum Zuschlagen.

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