Fiat-Krise

Fiat-Krise

— 21.06.2002

Neuer Fiat Vorstandschef

Finanzexperte Gabriele Galateri di Genola soll das Ruder bei Fiat übernehmen. Hauptaufgabe: Die Halbierung des riesigen Schuldenberges von 6,6 Milliarden Euro bis Ende dieses Jahres.

Fiat versucht aus der Krise zu kommen: Als neuer Vorstandschef des defizitären italienischen Konzerns ist der Finanzexperte und Chef der Fiat-Holdings Ifil und Ifi, Gabriele Galateri di Genola, im Gespräch. Schon in den nächsten Tagen könnte Galateri die Nachfolge von Paolo Cantarella antreten, der vor knapp zwei Wochen von seinem Amt zurückgetreten war. Galateri gilt bei Experten als gewiefter Manager. Sowohl die Familie Agnelli als auch die Gläubigerbanken seien mit dieser Wahl einverstanden, berichtete die italienische Zeitung "La Repubblica". Hauptaufgabe des neuen Manns an der Konzernspitze: Bis Ende des Jahres soll der Schuldenberg von 6,6 Milliarden Euro halbiert werden.

Die Zeitung spekuliert außerdem: Sollte die Wahl tatsächlich auf Galateri fallen, so könnte das den Konzern näher an einen vorzeitigen Verkauf der defizitären Autosparte führen (operatives Minus im ersten Quartal 2002: 429 Millionen Euro). Momentan hält der US-Konzern General Motors 20 Prozent an Fiat – und hat eine Option auf mehr.

DaimlerChrysler hingegen hat Spekulation über mögliche Verhandlungen mit Fiat zurückgewiesen. Die italienische Zeitung "Il Sole 24 Ore" hatte einen Bericht veröffentlicht, in dem von einem angeblichen Treffen von DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp und Fiat-Chairman Paolo Fresco in der vergangenen Woche in den USA berichtet worden war. DaimlerChrysler hat eigenen Angaben zufolge kein Interesse an einem Kauf der Autosparte des italienischen Konkurrenten Fiat. (autobild.de/dpa)

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