Fiat Stilo Station Wagon

Fiat Stilo Station Wagon Fiat Stilo Station Wagon

Fiat Stilo Station Wagon

— 07.11.2002

Was der so alles schluckt

Ein Kombi, der einlädt wie ein Van: Mit dem Station Wagon könnte der Stilo doch noch zum Erfolgswagen werden.

Eine Größe, die manch Van überflüssig macht

Wie viele Weinkartons passen in 550 Liter Kofferraum? Kommt aufs Stapeln an. Und darauf, ob der Winzer vorher zur Weinprobe eingeladen hat. Egal, der neue Stilo Station Wagon kann auf jeden Fall mehr schlucken, als der eifrigste Wein-Liebhaber für den Winter benötigt.

Denn Fiat hat nicht einfach einen Stilo mit Rucksack gebaut, sondern ein kleines Raumwunder: vier Zentimeter höher als der Fünftürer, 26 Zentimeter länger und auf charmante Weise geradlinig. Die teutonischen Linien, die dem Stilo in Italien vorgeworfen werden, ergeben endlich Format. Der Station Wagon wächst eine halbe Nummer über die Golf-Klasse hinaus – zu einer Größe, die manchen Van überflüssig macht. Unter diesem luftigen Dach atmet man erst einmal befreit durch. Sein größter Gegner kommt aus Frankreich: der Peugeot 307 Break.

Zudem verteilt der Fiat den Platz mit allen Tricks, die Kombis heute draufhaben. Die Radkästen im Laderaum ducken sich vorbildlich klein (dank liegender Stoßdämpfer), der Beifahrersitz macht serienmäßig einen Diener, um Platz zu schaffen für Gardinenstangen oder Surfbretter.

Die Rückbank lässt sich längs verschieben

Mit zwei Ideen liegt der Stilo in seiner Klasse ganz vorn: Die asymmetrisch geteilte Rückbank lässt sich wie im Fünftürer (für 290 Euro extra) um 16 Zentimeter längs verschieben – je nachdem, ob Knie oder Koffer mehr Platz brauchen. Und in der Topversion Dynamic öffnet das Heckfenster auf sanften Knopfdruck auch einzeln – den lässigen Gepäck-Einwurf für die Sporttasche kennen wir von großen Edel-Kombis.

"Unser Vielzweck-Auto" nennt ihn Giorgio Marchesi, was dem Stilo SW hausintern auch den Beinamen "Multi Wagon" einbrachte. Der Direktor in der technischen Entwicklung zählt auf, was die Italiener seit dem Serienstart alles am Stilo verbessert haben: neue Silentblöcke an der Hinterachse für mehr Laufruhe, sanfteres Motormanagement beim Diesel, kürzere Übersetzung für den schwächelnden 1,6-Liter-Benziner und schließlich eine geänderte Lenkung.

Die hatten Tester – angeblich nicht die Kunden – als zu leicht empfunden, also wurde die Software der Lenk-Elektronik auf zehn Prozent höheren Kraftaufwand programmiert. Was sich im Stilo Kombi leider noch immer zu weich anfühlt. Doch "der Stilo soll bestmöglichen Komfort bieten", so Giorgio Marchesi. Die strafferen Dämpfer sowie härtere Federn des Kombis liegen wieder eher auf der weichen Seite.

Preise und Technische Daten

Auf Schmusekurs gehen auch die Preise, die 900 Euro über dem Fünftürer, aber noch unter dem Peugeot 307 Break liegen sollen. Am 25. Januar 2002 erscheint der Stilo SW zunächst mit vier Motoren, serienmäßig sind dann sechs Airbags und Klimaanlage. 30 Prozent der Kunden werden zum Kombi greifen. Sagt Fiat. Giorgio Marchesi ist da optimistischer: Er ist sich sicher, dass der Station Wagon des Stilo deutlich mehr Raum einnehmen wird.

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