Fiat Tipo (2016): Fahrbericht und Preise

Fiat Tipo (2016): Fahrbericht und Preis

— 06.09.2016

Alle Preise vom neuen Fiat Tipo

Fiat kehrt mit dem Tipo in die Kompaktklasse zurück – als Limousine, Schrägheck und Kombi. Jetzt nennen die Italiener die Preise!

Der Fiat Tipo ist zurück und die Italiener nennen alle Preise. Die Preisliste für den Tipo-Kombi beginnt bei 15.990 Euro in der Ausstattung Pop. Erhältlich sind – abhängig von der gewählten Motorisierung – bis zu drei Ausstattungsvarianten (Pop, Easy und Lounge). Bei den Motoren beschränkt sich die Auswahl auf zwei Benziner und zwei Diesel mit jeweils 95 PS oder 120 PS.

Die Preise für den Fiat Tipo als Kombi (Stand September 2016):

• 1.4 16V; 70 kW/95 PS; Ausstattung Pop: 15.990 Euro; Ausstattung Easy: 16.990 Euro; Ausstattung Lounge: 17.990 Euro.

• 1.4 T-Jet; 88 kW/120 PS; Ausstattung Easy: 18.190 Euro; Ausstattung Lounge: 19.190 Euro.

• 1.3 MultiJet; 70 kW/95 PS; Ausstattung Pop: 17.990 Euro; Ausstattung Easy: 18.990 Euro; Ausstattung Lounge: 19.990 Euro.

• 1.6 MultiJet; 88 kW/120 PS; Ausstattung Easy: 20.190 Euro; Ausstattung Lounge: 21.190 Euro.

Preise für den Tipo als Limousine

Als kompakte Limousine ist der Fiat Tipo etwas günstiger. In der Basisversion mit 1,4-Liter-Benziner (95 PS) kostet der Tipo mindestens 13.990 Euro. Auch hier stehen zwei Benziner (95 PS und 110 PS) und zwei Diesel (95 PS und 120 PS) zur Auswahl.

Die Preise für den Fiat Tipo als Limousine (Stand Februar 2016):

• 1.4 16V; 70 kW/95 PS; Ausstattung Pop: 13.990 Euro; Ausstattung Easy: 14.990 Euro; Ausstattung Lounge: 15.990 Euro.

• 1.6 E-torQ Automatik; 81 kW/110 PS; Ausstattung Easy 17.890 Euro; Ausstattung Lounge 18.890 Euro.

• 1.3 MultiJet; 70k W/95 PS; Ausstattung Pop: 15.990 Euro; Ausstattung Easy 16.990 Euro; Ausstattung Lounge: 17.990 Euro.

• 1.6 MultiJet; 88 kW/120 PS; Ausstattung Easy: 18.190 Euro; Ausstattung Lounge: 19.190 Euro.

Video: Fiat Tipo (2016)

Fiat bringt den Tipo zurück

Der Name Tipo klingt vertraut. Klar, denn es gab ihn schon mal: Fiats kompakter Golf-Gegner, gebaut Ende der 80er bis Mitte der 90er, war 1989 sogar "Auto des Jahres" und wurde insgesamt zwei Millionen Mal verkauft. Ob der Neue auch so erfolgreich wird wie sein Vorgänger? Jetzt lässt Fiat zumindest den Namen wiederauferstehen. Das Auto dazu ist, anders als das Schrägheck damals, eine viertürige Kompaktlimousine. Die hieß damals Tempra. Aber egal, die Stufenheck-Version, die im türkischen Bursa vom Band läuft, ist ohnehin vor allem für Ost- und Südeuropa, den mittleren Osten und Afrika vorgesehen. Erst im Juni 2016 kommt das Schrägheck, zusammen mit der Limousine, nach Deutschland. Im Herbst folgt dann die Kombi-Variante.

Fiat Tipo (2015): Der komplette Stammbaum

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Konkurrenz für Dacia Logan und Skoda Rapid

Drinnen gibt's Platz für vier, wenn's sein muss auch für fünf Passagiere – und 520 Liter Gepäck.

Anders als beim glücklosen Bravo, der 2014 still und heimlich seinen Abschied nahm, versucht Fiat diesmal gar nicht erst mit Technik und Komfort von Golf und Co zu konkurrieren. Der neue Tipo präsentiert sich ganz bewusst als preiswerte Familien-Alternative. In Italien wird er gerade für 12.500 Euro eingeführt, inklusive 16-Zoll-Aluräder und Nebelscheinwerfer. Da kosten selbst vergleichbare Billigheimer wie Dacia Logan oder Skoda Rapid plötzlich viel Geld. Wer in so vielen Kulturkreisen gefallen soll, der muss gefällig aussehen. Dabei haben die Italo-Designer diesmal den Spieß umgedreht und zuerst die 4,54 Meter lange Limousine im Drei-Box-Layout mit 2,64 Meter Radstand geschneidert. Das schafft stimmige Proportionen – Platz für vier, wenn's sein muss auch für fünf Passagiere, dazu 520 Liter Gepäck. Die Front prägt ein großer Kühlergrill und eine runde leicht nach vorn gebogene Haube. Die Seitenansicht eine Lichtkante von den Scheinwerfern bis zu den Rückleuchten und am Heck gibt es eine Chromleiste. Auf den ersten Blick etwas merkwürdig scheint der "Überbiss" der Kofferraumklappe, bei der leider auch den Innengriff vergessen wurde. Schmutzige Finger beim Zuklappen sind damit garantiert.

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Funktionales Cockpit

Schlichtes Cockpit: Die Armaturen und Oberflächen sehen so billig aus, wie sie sich anfühlen.

Das Cockpit ist schlicht, funktional und übersichtlich, Armaturen und Oberflächen sehen so billig aus, wie sie sich anfühlen. Die Sitze sind ausreichend bequem, bieten aber nur wenig Seitenhalt. Dafür gibt es auf den hinteren Plätzen Knie-, Kopf- und Bewegungsfreiheit satt. Die Rücksitzlehnen sind im Verhältnis 60:40 klappbar, um den einfach zu beladenen Kofferraum weiter zu vergrößern. Über den Innenraum verteilen sich neun Ablagefächer, die insgesamt zwölf Liter automobilen Krimskrams verstauen.

Zeitgemäße Assistenzsysteme? Fehlanzeige!

Das Uconnect inklusive Bluetooth und USB ist serienmäßig. Gegen Aufpreis gibt es sogar eine Rückfahrkamera.

Die Serienausstattung ist üppig, ab Werk immer dabei sind unter anderem Klimaanlage, elektrisch verstell- und heizbare Außenspiegel sowie das aus dem Fiat 500X bekannte Uconnect mit Fünfzoll-Touchscreen inklusive Bluetooth, Freisprechanlage, Radio, USB und Smartphone-Anbindung. Je nach Ausstattung oder gegen Extra-Euros gibt es außerdem TomTom-Navigation, Rückfahrkamera, Park-, Regen- und Lichtsensoren sowie Tempomat. Allerdings: Zeitgemäße Assistenzsysteme wie Spurhalte- und Müdigkeitswarner, Abstandstempomat oder intelligente Scheinwerfer sind weder im Auto noch in der Aufpreisliste zu finden.

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Vier Motoren zum Marktstart

Im Tipo stehen zwei Benziner mit 95 und 110 PS zur Wahl, letzterer stets an eine Sechsgang-Automatik gekoppelt. Die Turbodiesel starten ebenso mit einem 95-PS-Aggregat. Vorläufige Topversion ist der 1,6-Liter-Multijet-Selbstzünder mit 120 PS. Der Vierzylinder reißt mit 320 Newtonmeter Schub ab 1750 Touren keine Bäume aus, hängt aber willig am Gas und ist stets präsent – leider auch akustisch. In flotten 9,7 Sekunden ist er auf Landstraßentempo, maximal sind knapp 200 km/h drin. Fahrwerk, Lenkung und Sechsgang-Getriebe machen keine Zicken. Gutmütig und kontrolliert zieht der Tipo seine Kreise, Verwerfungen und Tücken der Straße schlucken die auf Komfort getrimmten Federn und Dämpfer klaglos. Weder fordert der Tipo den Fahrer, noch überfordert er ihn. Am Ende sollen nach Norm 4,2 Liter (110 g/km CO2) auf der Tankuhr stehen, hat Fiat im Labor gemessen. Selbst zwei Liter mehr, wie bei unserer ersten Ausfahrt, sind ein guter Wert.

Fiat Tipo (2016): Fahrbericht und Preise

Autor:

Frank Wald

Fazit

Fiat startet einen neuen Anlauf in der Golf-Klasse. Der Tipo ist ein nüchtern-funktionales Autos für kühl kalkulierende Familien- und Flottenfahrer. Golf, Astra, Focus und Co müssen ihn nicht fürchten. Doch wenn der deutsche Importeur den italienischen Preis für Limousine und Schrägheck retten kann, müssen sich Skoda Rapid und sogar Dacia Logan erstmals auf harte Konkurrenz einstellen.

Stichworte:

Kombi Limousine Stufenheck

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