Fiat Tipo (2016): Fahrbericht und Preise

Fiat Tipo (2016): Fahrbericht und Preis

— 05.02.2016

Das kostet der neue Tipo

Fiat kehrt mit dem Tipo in die Kompaktklasse zurück – als Limousine, Schrägheck und Kombi. Jetzt nennen die Italiener die Preise!

Der Fiat Tipo ist zurück. Jetzt nennen die Italiener die Preise für die kompakte Limousine. In der Basisversion mit 1,4-Liter-Benziner (95 PS) kostet er in Deutschland mindestens 13.990 Euro. Erhältlich sind – abhängig von der gewählten Motorisierung – bis zu drei Ausstattungsvarianten (Pop, Easy und Lounge). Die Auswahl bei den Motoren beschränkt sich auf zwei Benziner (95 PS und 110 PS) und zwei Diesel (95 PS und 120 PS).
Preise Fiat Tipo (Stand: Februar 2016)
Motor Leistung Ausstattungslinie Preis
1.4 16V 95 PS Pop 13.990 Euro
Easy 14.990Euro
Lounge 15.990 Euro
1.6 E-torQ Automatik
110 PS Easy 17.890 Euro
Lounge 18.890 Euro
1.3 MultiJet 95 PS Pop 15.990 Euro
Easy 16.990 Euro
Lounge 17.990 Euro
1.6 MultiJet 120 PS Easy 18.190 Euro
Lounge 19.190 Euro

Video: Fiat Tipo (2016)

Fiat bringt den Tipo zurück

Der Name Tipo klingt vertraut. Klar, denn es gab ihn schon mal: Fiats kompakter Golf-Gegner, gebaut Ende der 80er bis Mitte der 90er, war 1989 sogar "Auto des Jahres" und wurde insgesamt zwei Millionen Mal verkauft. Ob der Neue auch so erfolgreich wird wie sein Vorgänger? Jetzt lässt Fiat zumindest den Namen wiederauferstehen. Das Auto dazu ist, anders als das Schrägheck damals, eine viertürige Kompaktlimousine. Die hieß damals Tempra. Aber egal, die Stufenheck-Version, die im türkischen Bursa vom Band läuft, ist ohnehin vor allem für Ost- und Südeuropa, den mittleren Osten und Afrika vorgesehen. Erst im Juni 2016 kommt das Schrägheck, zusammen mit der Limousine, nach Deutschland. Im Herbst folgt dann die Kombi-Variante.

Fiat Tipo (2015): Der komplette Stammbaum

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Konkurrenz für Dacia Logan und Skoda Rapid

Drinnen gibt's Platz für vier, wenn's sein muss auch für fünf Passagiere – und 520 Liter Gepäck.

Anders als beim glücklosen Bravo, der 2014 still und heimlich seinen Abschied nahm, versucht Fiat diesmal gar nicht erst mit Technik und Komfort von Golf und Co zu konkurrieren. Der neue Tipo präsentiert sich ganz bewusst als preiswerte Familien-Alternative. In Italien wird er gerade für 12.500 Euro eingeführt, inklusive 16-Zoll-Aluräder und Nebelscheinwerfer. Da kosten selbst vergleichbare Billigheimer wie Dacia Logan oder Skoda Rapid plötzlich viel Geld. Wer in so vielen Kulturkreisen gefallen soll, der muss gefällig aussehen. Dabei haben die Italo-Designer diesmal den Spieß umgedreht und zuerst die 4,54 Meter lange Limousine im Drei-Box-Layout mit 2,64 Meter Radstand geschneidert. Das schafft stimmige Proportionen – Platz für vier, wenn's sein muss auch für fünf Passagiere, dazu 520 Liter Gepäck. Die Front prägt ein großer Kühlergrill und eine runde leicht nach vorn gebogene Haube. Die Seitenansicht eine Lichtkante von den Scheinwerfern bis zu den Rückleuchten und am Heck gibt es eine Chromleiste. Auf den ersten Blick etwas merkwürdig scheint der "Überbiss" der Kofferraumklappe, bei der leider auch den Innengriff vergessen wurde. Schmutzige Finger beim Zuklappen sind damit garantiert.

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Funktionales Cockpit

Schlichtes Cockpit: Die Armaturen und Oberflächen sehen so billig aus, wie sie sich anfühlen.

Das Cockpit ist schlicht, funktional und übersichtlich, Armaturen und Oberflächen sehen so billig aus, wie sie sich anfühlen. Die Sitze sind ausreichend bequem, bieten aber nur wenig Seitenhalt. Dafür gibt es auf den hinteren Plätzen Knie-, Kopf- und Bewegungsfreiheit satt. Die Rücksitzlehnen sind im Verhältnis 60:40 klappbar, um den einfach zu beladenen Kofferraum weiter zu vergrößern. Über den Innenraum verteilen sich neun Ablagefächer, die insgesamt zwölf Liter automobilen Krimskrams verstauen.

Zeitgemäße Assistenzsysteme? Fehlanzeige!

Das Uconnect inklusive Bluetooth und USB ist serienmäßig. Gegen Aufpreis gibt es sogar eine Rückfahrkamera.

Die Serienausstattung ist üppig, ab Werk immer dabei sind unter anderem Klimaanlage, elektrisch verstell- und heizbare Außenspiegel sowie das aus dem Fiat 500X bekannte Uconnect mit Fünfzoll-Touchscreen inklusive Bluetooth, Freisprechanlage, Radio, USB und Smartphone-Anbindung. Je nach Ausstattung oder gegen Extra-Euros gibt es außerdem TomTom-Navigation, Rückfahrkamera, Park-, Regen- und Lichtsensoren sowie Tempomat. Allerdings: Zeitgemäße Assistenzsysteme wie Spurhalte- und Müdigkeitswarner, Abstandstempomat oder intelligente Scheinwerfer sind weder im Auto noch in der Aufpreisliste zu finden.

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Vier Motoren zum Marktstart

Im Tipo stehen zwei Benziner mit 95 und 110 PS zur Wahl, letzterer stets an eine Sechsgang-Automatik gekoppelt. Die Turbodiesel starten ebenso mit einem 95-PS-Aggregat. Vorläufige Topversion ist der 1,6-Liter-Multijet-Selbstzünder mit 120 PS. Der Vierzylinder reißt mit 320 Newtonmeter Schub ab 1750 Touren keine Bäume aus, hängt aber willig am Gas und ist stets präsent – leider auch akustisch. In flotten 9,7 Sekunden ist er auf Landstraßentempo, maximal sind knapp 200 km/h drin. Fahrwerk, Lenkung und Sechsgang-Getriebe machen keine Zicken. Gutmütig und kontrolliert zieht der Tipo seine Kreise, Verwerfungen und Tücken der Straße schlucken die auf Komfort getrimmten Federn und Dämpfer klaglos. Weder fordert der Tipo den Fahrer, noch überfordert er ihn. Am Ende sollen nach Norm 4,2 Liter (110 g/km CO2) auf der Tankuhr stehen, hat Fiat im Labor gemessen. Selbst zwei Liter mehr, wie bei unserer ersten Ausfahrt, sind ein guter Wert.

Fiat Tipo (2016): Fahrbericht und Preise

Autor:

Frank Wald

Fazit

Fiat startet einen neuen Anlauf in der Golf-Klasse. Der Tipo ist ein nüchtern-funktionales Autos für kühl kalkulierende Familien- und Flottenfahrer. Golf, Astra, Focus und Co müssen ihn nicht fürchten. Doch wenn der deutsche Importeur den italienischen Preis für Limousine und Schrägheck retten kann, müssen sich Skoda Rapid und sogar Dacia Logan erstmals auf harte Konkurrenz einstellen.

Stichworte:

Stufenheck

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