Fiat Uno von Patrick Gassner

Fiat Uno von Patrick Gassner Fiat Uno von Patrick Gassner

Fiat Uno von Patrick Gassner

— 30.09.2005

Heiß und phattig

Wenn Patrick etwas macht, dann gründlich. Und so präsentiert sich sein Fiat Uno im derzeit schwer angesagten Custom-Look. Einige Ideen dürften da der VW-Szene entsprungen sein. Dem Auftritt des Uno tut das sicher keinen Abbruch.

Cleane Optik, Chromstreben, befreites Heck

Es gibt viele Wege zur automobilen Individualität – seinen ganz eigenen geht Patrick. Das Aussehen seines Fiat wäre in anderen Szenen sicher nichts "Weltbewegendes" mehr, aber wer hat solch ein Outfit schon an einem Fiat gesehen? Und dann auch noch an einem Uno! Das Team der WT-Cars versteht es eben, exzellente Autos zu bauen. Einige davon stellen wir Euch noch in den nächsten Wochen vor.

Wenn man den Italiener betrachtet, fragt man sich unweigerlich, wo man zuerst hinschauen soll. Sind es die goldenen Phat-Wheels, die Zweifarblackierung oder gar die Bora-Scheinwerfer? Es ist ganz sicher das Gesamtobjekt, welches begeistert. Das Äußere hypnotisiert jeden Betrachter erst einmal. Die cleane Optik steht dem Uno ungemein. Dafür wurde die vordere Stoßstange bis auf den mittleren Lufteinlaß mit GFK geschlossen. Die Chromstreben in selbigem sorgen für eine weitere Aufwertung.

Die Seitenschweller stammen aus dem "Eigenbau-Regal". Die Heckstoßstange befreite der Schwarzwälder von allen Sicken und verlängerte sie. Die Türen kommen ohne die Original-Griffe aus. Diese wurden durch Audi-A6-Teile getauscht. Zum Öffnen muß sich Patrick jetzt allerdings ein bißchen bücken. Die Heckklappe wurde von allem Unnötigen befreit. Nur eine dritte Bremsleuchte wurde eingearbeitet. Das Kennzeichen sitzt jetzt in der Stoßstange neben dem Supersprint-Auspuff. Damit die 7x15-Zoll-Räder ordentlich im Radhaus stehen, wurde ein Spax-Gewindefahrwerk verbaut. Je nach Wunsch des Fahrers ist dieses in der Härte verstellbar. Tuning-Rückleuchten gibt es für den Uno nicht, somit wurden die Original-Gläser einfach rot eingefärbt.

Landschaft mit Woofer, Endstufe und Monitor

An der Front wollte man nicht so einfach vorgehen und ließ die großen Werkzeuge kreisen. Um den ultimativen Pokaljäger in der Fiat-Szene zu haben, bauten die WT-Jungs Bora-Scheinwerfer in die Front des kleinen Italieners. Da sie den Fiat-Leuchten ähneln, sieht die Front dadurch auch nicht großartig verfremdet aus. In die Haube integrierte man den Lufteinlaß eines Lancia Delta, und die Kotflügel bekamen einen vom BMW M3. Die Spiegel erinnern auch an ein anderes Fabrikat – die wurden mal eben vom Passat entliehen.

Kann man seine Blicke endlich vom Äußeren losreißen, um diese in das Innere zu lenken, wird man das zweite Mal umgehauen. Was hier dominiert, ist das beige Leder. Das Armaturenbrett, die Sitze und viele andere Kleinigkeiten, wie der Elko, wurden damit bezogen. Schalter wurden verchromt, Doorboards angefertigt, ein Custom-Lenkrad eingebaut und der Wichers-Überrollkäfig auf Hochglanz poliert. Wegen Letzterem mußte dann auch die Rücksitzbank weichen. Weil dort sowieso keine Passagiere mehr mitfahren dürfen, wurde der Platz für die Hardware der akustischen Untermalung frei gemacht. Dafür fertigte man eine Landschaft aus GFK, in die der Woofer, die Endstufe, der Elko und der Sieben-Zoll-TFT-Monitor eingelassen wurden. Gewisse Teile des Ausbaus wurden mit Leder bezogen, andere in der roten Außenfarbe lackiert.

Turbo ein wahrer Augenschmaus

Der Hi-Fi-Ausbau dürfte aber nur für die Belustigung auf Treffen gedacht sein, denn wer läßt sich schon gern von lauten Bässen beschallen, wenn er während der Fahrt den zauberhaften Klängen eines Turbo-Aggregats lauschen kann. Patrick tauschte den Original-Motor gegen einen Punto-Turbo-Motor aus. Dieser wurde modifiziert und leistet jetzt 135 PS. Um die Optik im Motorraum zu verschönern und ganz den Vorbildern aus der VW-Szene huldigen zu können, wurde soviel wie möglich veredelt. Die Ansaugbrücke wurde verchromt, der Ventildeckel vergoldet und Kunststoffteile mit Chrom bedampft. In Verbindung mit den blauen Samco-Schläuchen und einigen lackierten Parts ist dieser Motor der reinste Augenschmaus und dürfte auch eingefleischte VW-Fahrer beeindrucken.

"Jetzt steht der Uno doch ganz anders da" – der 24jährige sieht seine Zielvorgabe "Pokaljäger-Fiat" eingelöst. So viele gute Ideen an einem Uno haben wir noch nicht gesehen. Bleibt sicher nur noch das Airride für grenzenlose Tiefe und als Kirsche auf der Torte. Aber wer weiß, der Winter ist lang!

Autor: Sebastian Schulz

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