Fiats Marketingchef Luca de Meo verlässt den Konzern.

Fiat verliert kreativen Kopf

— 14.01.2009

Luca de Meo geht zu VW

Nach sieben Jahren bei Fiat geht das Marketinggenie, das den Cinquecento im Retrodesign groß herausbrachte, nach Wolfsburg. Für den Turiner Konzern war er unter dem Vorstand Sergio Marchionne einst ein wahrer Lebensretter.

Ohne die Ideen dieses sympathischen Wuschelkopfes würde es das Agnelli-Imperium vielleicht nicht mehr geben: Luca de Meo kam 2002 von Toyota nach Turin und wirbelte beim krisengeschüttelten Konzern viel Staub auf. Ihm ist es zu verdanken, dass der kompakte Punto und der Retro-Kleinwagen Cinquecento heute weltweit erfolgreich verkauft werden. Nun hat der Mailänder seine Schuldigkeit getan und geht – nach Wolfsburg zu Volkswagen. Vom Konzern lag eine Stellungnahme bisher nicht vor. "Mit 41 Jahren habe ich das Bedürfnis, neue berufliche Wege einzuschlagen", begründete De Meo seine Kündigung.

Flotte Karriere im Fiat-Konzern

Das Energiebündel hat eine flotte Karriere hinter sich: Im September 2007 wurde er Marketingchef des gesamten Konzerns und war seither verantwortlich für die Auftritte der Automarken Fiat, Lancia, Alfa Romeo und Maserati sowie des Nutzfahrzeugherstellers Iveco und der Land- und Baumaschinensparte Case New Holland (CNH). Drei Monate später wurde er zusätzlich Chef von Alfa Romeo. Ob De Meo dort nicht länger schmoren wollte – Alfa kommt noch nicht recht auf Touren –, oder ob er nicht warten wollte, bis der Posten seines langjährigen Förderers, des Fiat-Chefs Sergio Marchionne, frei würde, bleibt offen.

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