Filter-Förderung für behinderte Autofahrer

Filter-Förderung für behinderte Autofahrer

— 06.06.2007

Rabatt statt Politik

Wer von der Kfz-Steuer befreit ist, wird beim Rußfilter-Einbau nicht staatlich gefördert. A.T.U und Twintec gewähren bis zu 330 Euro Rabatt.

Für körperlich behinderte Autofahrer gab's bislang keine Unterstützung vom Staat bei der Partikelfilter-Nachrüstung, da sie ganz oder teilweise von der Kfz-Steuer befreit sind. Der Einbau musste komplett aus eigener Tasche bezahlt werden. Das soll sich jetzt ändern: Rußfilter-Spezialist Twintec und die Werkstattkette A.T.U (Auto-Teile-Unger) haben gemeinsam mit dem Bundesverband für Körper- und Mehrfachbehinderte ein Rabattabkommen für behinderte Autofahrer beschlossen.

Und so funktioniert's: Die betroffenen Kunden können ihr Auto in einer der 600 A.T.U-Werkstätten umrüsten lassen. Dazu muss nur der aktuelle Kfz-Steuerbescheid vorgelegt werden. Bei einer hundertprozentigen Befreiung von der Kfz-Steuer gewährt A.T.U auf die anfallenden Umrüstungs- und Filterkosten einen Nachlass von 330 Euro. Das entspricht dem vom Staat gewährtem Steuernachlass, der seit dem 1. April 2007 gilt. Der Rabatt wird direkt von der Rechnung abgezogen. Liegt eine 50-prozentige Befreiung vor, gibt's einen Rabatt von 165 Euro. Die restlichen 165 Euro können dann beim Finanzamt über die Kraftfahrzeugsteuer geltend gemacht werden. "Wir möchten behinderte Menschen mit dieser Regelung unterstützen, denn eine spezielle gesetzliche Förderregelung ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Außerdem profitiert die Umwelt von der Nachrüstung. Die Feinstaubbelastung kann durch Partikelfilter deutlich gesenkt werden", so A.T.U.-Chef Karsten Engel.

Autor: Jan Kretzmann

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