Dunlop Drivers Cup Finale 2006 (Tag 1)

Dunlop Drivers Cup 2006 (Tag 1) Dunlop Drivers Cup 2006 (Tag 1)

Finale Dunlop Drivers Cup 2006 (Tag 1)

— 22.03.2006

Von San Diego nach Borrego Springs

Die 36 Finalisten des Dunlop Drivers Cup sind unterwegs. Am ersten Tag gab es viel Sand zu schlucken. Und einen gebrochenen Knochen.

Die Spannung ist fast greifbar: 18 Nissan 350Z stehen am Hafen von San Diego in der morgendlichen Sonne. Die 36 Teilnehmer warten darauf, daß das Finale des achten Dunlop Drivers Cup endlich losgeht. Auf diesen Augenblick haben sie alle seit dem Ende der Qualifikationsrunden im November 2005 sehnsüchtig gewartet. Die stressigen 24 Stunden der Anreise sind vergessen, jetzt warten die 18 Teams nur noch auf die Startflagge.

Und die zu schwenken, läßt sich Salvatore Giametta, Vizepräsident des Tourismusbüros von San Diego, nicht nehmen. Stars and Stripes natürlich statt einfach nur schwarz-weiß kariert, aber so sind sie eben, die Amerikaner. Patriotisch ohne Ende. Und Publikum ist trotz der frühen Stunde auch schon reichlich am Start: Elias Garcia, großer Nissan-Fan, selbst Pilot eines 350Z und Besitzer einer kleinen Werft um die Ecke, hat sich zum Start eingefunden – ebenso wie zwei örtliche TV-Stationen. Da darf man sich als Teilnehmer mit bestem Gewissen als Star fühlen.

Kaum fällt die Flagge, glüht der Aphalt: Dabei geht es am ersten Tag für die 36 Starter erst einmal darum, den richtigen Flow zu bekommen. Nach dem Roadbook fahren und sich vor allem mit dem GPS vertraut machen. Trotz allem ist der Weg nach Borrego Springs alles andere als eine reine "Verbindungsetappe". Sightseeing ist durchaus drin. Kaum ist man aus San Diego raus, wird die Landschaft wild. Hier, in der Nähe der mexikanischen Grenze, bestimmen felsige Hügel und die typischen, endlos langen Freeways das Bild. Das mag zunächst etwas karg anmuten, aber die Teilnehmer wissen ja auch noch nicht, was ihnen landschaftlich heute noch droht.

Eine riesige Sandkiste ohne erkennbare Grenzen wäre vielleicht die beste Beschreibung für den Ort der ersten Wertungsprüfung. Irgendwo auf halber Strecke zwischen San Diego und Borrego Springs warten die Instruktoren an einem Ort ohne Namen. "Right in the middle of nowhere", verortet der Amerikaner solche Plätze. Und hier im Nichts werden die "Driver" auf die ersten beiden harten Proben gestellt. Mit Quads durch den feinen Dünensand, der dank tatkräftiger Unterstützung des Windes nach weniger als einer Minute in nahezu jeder Körperöffnung zu finden ist.

Die Aufgabe auf den Quads: Orientierungsfahrten mithilfe des kleinen mobilen GPS-Geräts. Wer die Fahrt im Nissan zum Üben genutzt hat, sieht jetzt gut aus. Vier Geländepunkte, von denen nur die Koordinaten bekannt sind, müssen abgefahren werden, das ist es – fast. Denn der Teamkollege muß die gleiche Übung ebenfalls absolvieren. Möglichst in der gleichen Zeit. Jede Abweichung bringt Miese. Etwas leichter ist das Rennen. Hier dürfen sich die Zweierteams zu größeren Mannschaften gruppieren. Zwölf Runden sind zu fahren, bei denen die Fahrer mindestens fünfmal wechseln müssen.

Hört sich einfach an, dauert dann aber doch länger als erwartet. Und ist vor allem alles andere als ungefährlich. Bei der Orientierungsfahrt reißt es Bart Biernaux vom Team Belgien vom Sportgerät. Der Griff nach dem entglittenen GPS-Empfänger kostet nicht nur die Kontrolle über das Quad, sondern auch die Gesundheit. Traurige Diagnose von "Doc" Sanner: Schlüsselbeinbruch – das definitve Aus. Und es gibt noch ein, allerdings vergleichsweise harmloses Problem mit der Auswertung. Die zieht sich so lange hin, daß heute niemand mehr erfährt, wer sich bei der nächsten Etappe "Winner of the day" nennen darf. Das gibt es dann morgen, im zweiten Teil des DDC-Tagebuchs.

Na, Lust auf Abenteuer bekommen? Dann nichts wie bewerben für den Dunlop Drivers Cup 2007.

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