Finale Dunlop Drivers Cup 2006 (Tag 2)

Finale Dunlop Drivers Cup 2006 (Tag 2) Finale Dunlop Drivers Cup 2006 (Tag 2)

Finale Dunlop Drivers Cup 2006 (Tag 2)

— 23.03.2006

Von Borrego Springs nach 29 Palms

Wer das Finale des Dunlop Drivers Cup gewinnen will, muß früh aus den Federn. Dafür gibt es dann reichlich Offroad und Yoshua Trees.

29 Palms / Von Christian Beckmann Um fünf Uhr morgens beim Frühstück sitzen zu müssen, ist schon hart. Aber das Finale des Dunlop Drivers Cup 2006 ist ja auch keine Spazierfahrt, sondern eine Tour, die den ganzen Mann, beziehungsweise die ganze Frau fordert. Gleich welchen Geschlechts sitzen die Teilnehmer am zweiten Tag der Tour durch Kalifornien vom Vortag gebeutelt und warten bei Kaffee, Muffins und Bagels auf die letzten Instruktionen vor der neuen Etappe nach 29 Palms.

Der wichtigste Hinweis für den heutigen und alle folgenden Tage betrifft die Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzungen. Amerikanische "Officer" sehen die Sache nämlich nicht ganz so locker wie ihre deutschen Kollegen. Für "Speeding" kann man hier schon einmal mit auf die Wache genommen werden. Und dort – wenn man denn schnell genug war – auch gerne mal länger auf den Richter warten. Sollte der zufällig beim Fischen sein, könnte gut eine Woche vergehen. Was ziemlich sicher gehörigen Ärger und ganz bestimmt den Ausschluß aus dem Wettbewerb bedeuten dürfte.

Ordentlich instruiert und zumindest für den Moment sehr diszipliniert machen sich die "Dunlop Driver" bei gerade aufgehender Sonne in ihren Nissan 350Z auf den Weg. Als "Winner of the Day" trägt das Team Schweiz den gelben Aufkleber der Vortages-Könige auf die traumhafte Serpentinenstraße über die Berge direkt hinter dem Hotel. Fliegen lassen ist leider nicht, aber die Aussicht genießen: So treffen sich am "Photopoint" fast alle Teilnehmer wieder. Neben der sportlichen Herausforderung darf schließlich auch der touristische Aspekt nicht zu kurz kommen.

In diesem Sinne darf wohl auch der Zwischenstop in Palm Springs verstanden werden. Hier gibt es genügend Zeit für ein zweites Frühstück und Shopping in der irgendwie einer Hollywood-Kulisse ähnelnden Stadt – prototypisch für eine Provinzmetropole, die es sich im milden Klima zwischen den hohen Bergen ganz nett gemacht hat. Hier wimmelt es von dicken Autos und handfesten Klischees wie den Polizisten mit Spiegelbrillen im Frühstückscafé, wo man solange nachgeschenkt bekommt, bis man geht.

Der Spaß dauert nicht lange, dann heißt es wieder aufsitzen und zurück in den Wettkampf. Auf dem Programm stehen zwei Offroad-Sektionen in einem Geläde, das mit seiner Weitläufigkeit wahrscheinlich zwei europäischen Ländern als Territorium reichen würde. Sich zu verfahren ist hier absolut keine Kunst, es gibt kaum Orientierungspunkte. Dafür Sand, Steine, lockeres Geröll, kleine Hügel, hohe Berge und niederes Gestrüpp – Geländefahrer-Herz, was willst du mehr?

Die Teilnehmer müssen sich im Nissan Patrol durch die beiden heutigen Wertungsprüfungen kämpfen. Auf dem Programm steht eine Trial-Übung und eine Gleichmäßigkeitsfahrt. Und beide haben ihre Tücken: Während díe Instruktoren für den Geschicklichkeitsparcours die Stangen wieder knifflig eng gesteckt haben, sollen die Teammitglieder bei der zweiten Competition möglichst identische Zeiten fahren. Was auf topfebenem Asphalt schon schwierig wäre, ist hier natürlich die Hölle. Die Autos rutschen durch den Sand, setzen mitunter auf dem Boden auf und müssen mit reichlich Gas die Berge hochgetrieben werden. Gut, daß immer ein Instruktor auf dem Beifahrersitz sitzt und schlimmere Blessuren an Teilnehmern und Fahrzeugen verhindern hilft.

Die Fahrerei schlaucht natürlich, zudem brennt die Sonne hier in den Bergen doch schon recht ordentlich. Aber die Teilnehmer werden nach den Mühen des Tages auch wieder mit kalifornischer Fototapeten-Landschaft belohnt: Die Rückfahrt geht durch den Joshua Nationalpark mit seinen weltberühmten bizarren Bäumen, die eigentlich ein Liliengewächs sind und ihren Namen tragen, weil die Mormonen in ihnen den Propheten Joschua gesehen haben. A propos: Man muß kein solcher sein, um vorherzusagen, daß es spannend bleibt. Aber dazu mehr im nächsten Teil ...

Na, Lust auf Abenteuer bekommen? Dann nichts wie bewerben für den Dunlop Drivers Cup 2007.

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