Finale Dunlop Drivers Cup 2006 (Tag 3)

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Finale Dunlop Drivers Cup 2006 (Tag 3)

— 25.03.2006

Von 29 Palms ins Tal des Todes

Dunlop schickt seine Driver in die Wüste: Nach dem Mojave Nationalpark kommt das Death Valley – unendliche Weiten mit unerwarteten Tücken.

Death Valley/ Von Christian Beckmann Ein Dunlop Driver muß fit sein. Nicht nur an Lenkrad und Gaspedal, sondern vor allen Dingen körperlich. So ist es schon gute Tradition, daß Polar-Expertin Christine Gensel die Teilnehmer allmorgendlich auf die Laufstrecke führt. Gut, es ist zwar noch vor dem Frühstück, aber dafür ist die Luft noch frisch. Außerdem schadet es nicht, den Kreislauf mit etwas anderem als Kaffee in Schwung zu bringen. Die heutige Etappe wird hart.

Obwohl die Tanks der Autos eigentlich noch gut gefüllt sind, heißt die erste Station nach dem Frühstück und dem morgendlichen Briefing "Gas Station". Warum, ist schnell erklärt: Die heutige Route führt durch die Mojave Wüste ins Death Valley. Dort gibt es viele Steine, reichlich Berge und Millionen kleiner Büsche – aber meilenweit keine Tankstelle. Wer da liegenbleibt, braucht Geduld und Hoffnung.

Die braucht es auch schon kurz nach dem Start. Daniel, ein freundlicher Straßenbauer, hat die Piste gesperrt. Er verspricht höchstens zehn Minuten Wartezeit. Der Grund: "Roadwork ahead", und der Verkehr kann nur einspurig an der Baustelle vorbeigeführt werden. Zu sehen ist bei Daniel davon noch nichts. Aber dann kommt nach etwa 20 Minuten das langersehnte "Pilot Car" und führt die zu einem schönen Stau angewachsene Kolonne aus Nissan 350Z, dicken amerikanischen SUV und mehreren Schulbussen an der Engstelle in etwa drei Kilometern Entfernung vorbei. Wer soviel Platz hat wie die Amerikaner, der darf seine Baustellen auch ruhig etwas üppiger gestalten. Etwas ärgerlich nur, daß das gleiche Prozedere schon wenig später erneut zum Warten zwingt. Der Unterschied zum ersten Mal: Diesmal hält Louis das Stopschild.

Der Troß kommt heute etwas schleppend in Bewegung, dabei sind über 400 Kilometer zurückzulegen – durch eine wieder einmal atemberaubende Landschaft, bei der es schwerfällt, die Eindrücke zu beschreiben. Genaugenommen fahren die Dunlop Driver am Boden eines ausgetrockneten, prähistorischen Ozeans. Und da ist natürlich ganz ganz viel Platz. In jede Richtung kann man den Blick schweifen lassen, ohne auch nur die geringsten Anzeichen irgendeiner menschlichen Zivilisation zu entdecken – von der Straße einmal abgesehen. Ein Effekt, der einen durchschnittlichen Mitteleuropäer schon ziemlich nervös machen kann.

Der Zwischenstop in einem Nest namens Baker wirkt unter diesen Umständen wie eine Erleichterung. Hier steht das höchste Thermometer der Welt – mit einem "hohen Thermometer" gibt man sich auch in der Einöde nicht zufrieden – und hier gibt es vor allem Häuser, andere Autos, eine Tankstelle, Menschen und ein typisch amerikanisches Mittagessen: Burger und Chips, dazu eine Cola in einem Becher von Putzeimergröße.

Danach heißt es wieder fahren, fahren, fahren. Über genau die Straßen, die man im Fernsehen immer für eine Erfindung Hollywoods hält. Wem in dieser Gegend nicht klar wird, warum es "Road Movies" gibt, der ist unter Garantie mit geschlossenen Augen gefahren. Obwohl es eigentlich nichts zu sehen gibt, kommt man aus dem Staunen nicht heraus. Aber daß es hinter jeder Ecke gleich aussieht, macht leider auch die Pläne der Instruktoren für die heutige Wertungsprüfung zunichte.

Zwar gehen die Finalisten des Dunlop Drivers Cup auf die Gleichmäßigkeitsprüfung, aber irgendwie ist niemandem klar, wo der vorgeschriebene Geschwindigkeitswechsel vorzunehmen ist. So wählt jedes Team einen eigenen Punkt – fair zu bewerten ist das natürlich nicht. Die Aufgabe wäre gewesen, einen bestimmten Durchschnitt in zwei Etappen zu fahren. Aber es gibt vielleicht einen zweiten Versuch an geeigneterer Stelle– zu lesen im nächsten Teil des Online-Tour-Tagebuchs.

Lust auf Abenteuer bekommen? Dann nichts wie bewerben für den Dunlop Drivers Cup 2007!

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