Finale Dunlop Drivers Cup 2006 (Tag 4)

Finale Dunlop Drivers Cup 2006 (Tag 4) Finale Dunlop Drivers Cup 2006 (Tag 4)

Finale Dunlop Drivers Cup 2006 (Tag 4)

— 25.03.2006

Vom Death Valley nach Kernville

Ein spannender Tag für die Finalisten des Dunlop Drivers Cup: Erst mutiert die Vegetation, dann werden aus Drivern Runner und Biker.

Kernville / Von Christian Beckmann Nach einer Nacht im Death Valley sind die Finalisten des Dunlop Drivers Cup tot – natürlich nur im übertragenen Sinn. Gestern Abend gab es ein Barbeque unter dem phantastischen Sternenhimmel über der Wüste. Und das eine oder andere Bier. Trotzdem heißt es auch heute wieder: "Der frühe Vogel fängt den Wurm". Um sechs Uhr ist Frühstück, kurz danach bricht der Troß auf in Richtung Sequoia Nationalpark.

Ein Tag, bei dem es in erster Linie darum geht, Meilen zu fressen. Immer noch ist die Landschaft wild und öde, immer noch begegnet einem kaum ein Auto und immer noch ist das größte Gewächs maximal einen halben Meter hoch. Wenn man schon den zweiten Tag in diesem Terrain unterwegs ist, wünscht man sich nichts sehnlicher als ein paar anständige Bäume, einen See oder wenigstens ein kleines Rinnsal. Aber hier ist nichts – das Tal des Todes trägt seinen Namen absolut zu Recht.

Mit jeder Meile, die es jetzt in Richtung Westen geht, wechselt die Vegetation. Am heutigen Ziel gibt es alles, was das wüstengeplagte Auge begehrt. Und hier ist es auch nicht mehr totenstill, wenn man den Motor abstellt: Hier hört man wenigstens hin und wieder mal einen Vogel vor dem angenehmen Grundrauschen eines ausgewachsenen Gebirgsbachs. Schade, daß die "Dunlop Driver" das nicht wirklich genießen können, denn heute ist der Tag, vor dem sich alle gefürchtet haben.

Auf dem Programm steht eine der unangenehmsten Wertungsprüfungen der ganzen Veranstaltung – zumindest für die Sportmuffel unter den Teilnehmern. Aus dem Dunlop Drivers Cup wird kurzerhand ein Dunlop Bikers/Runners Cup. Ja, jetzt bleiben die Zündschlüssel mal in der Hosentasche und rauf geht's aufs Mountainbike. Und als sei es nicht schon schwierig genug, über Berge und steinige Trampelpfade zu radeln, sollte man sich dabei auch noch im "Own Zone" genannten, persönlich besten Herzfrequenzbereich bewegen. Nach einigen Meilen kommt dann der Wechsel. Das Bike wird gegen den Laufschuh getauscht – und Teammitglied gegen Teammitglied. Jetzt kommt der an die Reihe, der sich bislang den schwitzenden Partner ansehen durfte – eine Stunde Jogging.

Am Ziel gibt es für alle frenetischen Jubel und vor allem ein ordentliches Essen. Geradezu unamerikanisch, mit frischem Salaten und ohne Coke. So tanken die "Dunlop Biker und Runner" neue Energie für die nächste Challenge. Die will sich sogar der Sheriff anschauen, der interessiert den Parkplatz inspiziert und ein Auge auf die Nissan 350Z geworfen hat. Obwohl er selber einen Porsche fährt, würde er seinen Sheriffstern gerne gegen den kleinen Japaner tauschen. Der Mann liebt die Geschwindigkeit: Er gibt bereitwillig zu, daß er für "Speeding" selber schon einmal 250 Dollar blechen mußte, weil er Schwierigkeiten hatte, sich mit seinem Sportwagen an die Regeln zu halten. Außerdem verspricht er, den Wettbewerb weiter zu beobachten.

Und dann steht die Hollywood-Ausgabe eines amerikanischen Officers tatsächlich bei der zweiten Wertungsprüfung des Tages: Gelände-Trial. Über Stock und Stein haben die Teilnehmer bereits bewiesen, daß sie es drauf haben, aber bisher hat noch kein Blinder am Steuer gesessen. Der Fahrer trägt eine Augenbinde und muß sich ganz auf die Anweisungen seines Beifahrers verlassen. Der muß verhindern, daß der nicht gerade kleine Nissan Patrol gegen die Stangen des engen Parcours stößt. Nach dem körperlichen anstrengenden Teil jetzt also noch eine harte Nuß für die Konzentrationsfähigkeit. Da haben sich die "Dunlop Drivers" die abendliche Ruhe redlich verdient. Und morgen geht es endgültig dahin, wo Kalifornien noch eine gehörige Portion mehr Spaß verspricht. Dazu mehr im nächsten Teil.

Lust auf Abenteuer bekommen? Dann nichts wie bewerben für den Dunlop Drivers Cup 2007.

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